Bookdealer
fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Ich
habe schon immer sehr viel gelesen. Gerade bei längeren Buchreihen war ich
immer traurig, wenn eine zu Ende war und habe ein paar Versuche unternommen,
sie weiter zu schreiben.
Bookdealer
fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter
Kritiker?
Schwer
zu sagen. Ich habe eine große Familie. Nachdem ich allen zu Weihnachten die
erste Version von „Anne Bonny“ geschenkt hatte, habe ich von allen Feedback und
Tipps erhalten, die mir sehr geholfen haben.
Bookdealer
fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach
drauf
los?
Nein,
Rituale habe ich nicht. Eine Zeit lang habe ich es mal mit Musik, Tee und
verschiedenen Sachen probiert, aber wie und wo ich schreibe hängt immer von dem
Moment ab.
Bookdealer
fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Da
ich meine allerersten kleinen Geschichten geschrieben schon habe, als ich das
Schreiben an sich gerade gelernt hatte und auch vorher schon eine Tagträumerin
gewesen bin, kann sich nichts verändert haben.
Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?
Und bekommen die Charaktere
"einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Mir sind immer die Charaktere am
wichtigsten. Und den Charakter einer Person kann man nur erkennen, wenn sie
sich in einer Situation befindet. Von daher entsteht beides gleichzeitig und
ist untrennbar mit einander verbunden. Die Namen kommen erste später und oft
ändere ich sie nochmal, wenn das ganze Manuskript fertig ist. Bei Anne Bonny
war das natürlich etwas anderes, weil es sie wirklich gegeben hat.
Bookdealer
fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und
ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich
habe sooo viele Bücher gelesen und jedes einzelne hat mich geprägt. Zwei
Autoren habe ich trotzdem sofort im Kopf: Zum einen ist das das Autorenpaar Iny
Lorentz. Ich liebe ihre historischen Romane. Und zum anderen Kim Harrison, die
die „Rachel-Morgan-Serie“ geschrieben hat. In ihren Büchern sind die Charaktere
und ihre Entwicklung genial beschrieben.
Bookdealer
fragt: Könntest du dir auch vorstellen
mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Ja,
aber ich glaube, dass es sehr schwierig ist jemanden, den Autor zu finden, mit
dem man zusammenpasst.
Bookdealer
fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und
welchen magst du überhaupt nicht?
Ich
mag alle meine Charaktere. Egal, ob „gut“ oder „böse“, bzw. Protagonist oder
Antagonist. Sie wachsen mir alle im Laufe der Geschichte ans Herz.
Bookdealer
fragt: Wie ist es zu der Entstehung von „Anne
Bonny“ gekommen?
Ich
habe im Internet nach einem neuen Buch zum Lesen gesucht. Dabei bin ich auf
Anne Bonny gestoßen, die sofort mein Interesse geweckt hat. Allerdings konnte
ich zu dem Zeitpunkt kein Buch über sie finden, dass ich lesen wollte. Da ich
so wie so ein Weihnachtsgeschenk für meine Familie gebraucht habe, habe ich
angefangen zu schreiben.
Bookdealer
fragt: Das Cover finde ich im übrigem sehr klasse, wieviel Mitspracherecht
hattest du gehabt?
Ja,
ich hatte Mitspracherecht. Zunächst einmal hatte ich die Möglichkeit meinem
Verlag meine Vorstellungen mitzuteilen. Die Autorin hatte dann aber eine ganz
andere Idee, die mehr sehr gut gefallen hat. Ich hatte also gar keinen Grund
von meinem Veto-Recht Gebrauch zu machen.
Bookdealer
fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben
ist) ?
Das
ist sehr unterschiedlich und hängt auch stark von der Deadline ab. Anne Bonny
hatte ich in den Herbstferien angefangen und bis Anfang Dezember fertig
geschrieben. Meinen letzten Roman habe ich ursprünglich für einen Wettbewerb
geschrieben, für den ich nur zwei Monate Zeit hatte. Beides musste/ muss aber
noch überarbeitet und lektoriert werden.
Auf
der anderen Seite arbeite ich seit fast drei Jahren an einem anderen Roman, den
ich hoffentlich dieses Jahr endlich zu Verlagen schicken werde.
Bookdealer
fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber
Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du
überhaupt nicht?
Am
Anfang war ich völlig gegen Ebooks, aber aus platzgründen habe ich es
ausprobiert und werde meinen Ebook-Reader nicht mehr hergeben. Lesen tue ich so
ziemlich alles. Es hängt immer von meiner aktuellen Stimmung ab.
Bookdealer:
Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Eine
Nachttischlampe. Aber meistens lese ich nicht abends sondern tagsüber.
Bookdealer
fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was
nicht an?
Ich
schaue mir Buchverfilmungen sehr gerne an, weil ich es unheimlich spannend
finde, wie ein und die gleiche Geschichte auf verschiedene Weisen umgesetzt
wird. Als letztes habe ich „Die Bestimmung“ gesehen. Ausnahmsweise habe ich
erst den Film geguckt und dann das Buch gelesen. Beides finde ich super.
Bookdealer
fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder
hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt
immer so?
Nein,
leider noch nicht, aber im Juni werde ich auf der Mitteldeutschen Buchmesse in
Pößneck zu finden sein.
Bookdealer
fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr
wichtig, denn ich freue mich über jeden, der mein Buch liest und möchte sehr
gern wissen, wie er meine Geschichte erlebt hat. Außerdem freue ich mich über
jede Art von Lob und Kritik.
Bookdealer
fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht
mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Um
ganz ehrlich zu sein, war ich noch nie auf einer richtigen Lesung. Bei mir in
der Nähe, gab es nie eine, die mich interessiert hat. Durch meine
Facebook-Seite habe ich jetzt aber Kontakt zu vielen Autoren und werde in
Zukunft darauf achten, wer in meinem Umkreis liest.
Ich
finde es immer spannend andere Autoren zu treffen. Ganz oben auf meiner
Wunschliste stehen Iny Lorentz und Kim Harrison.
Bookdealer
fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest?
Ja,
ich möchte mich bei dieser Gelegenheit noch einmal bei allen Leser bedanken.
Und natürlich auch bei meiner Familie, die mich, wie schon erwähnt sehr
unterstützt, insbesondere mein Papa. Und natürlich ein großes Dankeschön an
Dich, Liebe Sheena, für dieses tolle Interview.
Vielen herzlichen Dank liebe
Ann-Kathrin, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu
geben.

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