Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!
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Autor: Woddy Brown
- Herausgeber : Kiepenheuer&Witsch
- Erscheinungstermin : 3. September 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 224 Seiten
- ISBN-10 : 3462016482
- ISBN-13 : 978-3462016482
- Originaltitel : Upward Bound
Inhalt laut Amazon: Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California. Sein Roman ist ein literarisches Ereignis. Und ein großes Geschenk.
In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen.
In der flirrenden Hitze Kaliforniens entfaltet sich eine Geschichte über die unsichtbaren Bande zwischen uns. Woody Brown schreibt mit einer solch feinsinnigen Beobachtungsgabe und einer Prise trockenem Humor über das Menschsein, dass man sich beim Lesen nicht nur in die Charaktere verliebt, sondern auch in das Leben selbst.
Meine Meinung: Manchmal begegnet einem ein Buch, bei dem man schon nach den ersten Seiten merkt: Dieses hier werde ich nicht einfach zuklappen und wieder vergessen.
Ich bin mit einer gewissen Neugier an diesen Roman herangegangen, aber ich hätte nicht erwartet, wie sehr mich die Menschen und ihre Geschichten berühren würden.
Schon die besondere Geschichte des Autors hat mich neugierig gemacht. Woody Brown schrieb als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California Geschichte. Denn letztlich geht es hier um etwas, das weit über Autismus, Behinderung oder einzelne Schicksale hinausgeht: um die Frage, wie wir Menschen wahrnehmen, was wir einander zutrauen und wie viel mehr in einem Menschen stecken kann, als wir auf den ersten Blick erkennen.
Im Mittelpunkt steht eine Tagesstätte für Menschen mit Behinderung, in der ganz unterschiedliche Lebensgeschichten aufeinandertreffen. Carlos, der Pfleger mit seinem unerschütterlichen Optimismus, ist eine Figur, die mir sofort ans Herz gewachsen ist. Seine Art, den Menschen zu begegnen, hat etwas unglaublich Warmes.
Auch Tom hat mich sehr berührt. Ein junger Mann, der wortlos liebt und seine Gefühle nicht einfach so nach außen tragen kann. Seine Sehnsucht ist leise, aber gerade deshalb fand ich sie so eindringlich.
Woody Brown erzählt nicht mit großen Gesten, sondern mit feinen Beobachtungen.
Und dann ist da Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, sein Leben wieder zusammenzusetzen. Auch seine Geschichte hat mich beschäftigt, weil sie zeigt, dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen trägt.
„Ein ganz normales Wunder“ hat mich an vielen Stellen daran erinnert, wie begrenzt unser eigener Blick manchmal sein kann. Am meisten nehme ich am Ende aus diesem Buch seine Menschlichkeit mit. Es sind tatsächlich die kleinen Dinge, die mich berührt haben.
Dieses Buch hat mir außerdem noch gezeigt, dass Sprache nicht die einzige Möglichkeit ist, etwas über einen Menschen zu erfahren.
Fazit: Für mich ist „Ein ganz normales Wunder“ ein besonderes Leseerlebnis und ein Buch, das ich sehr gerne im Rahmen von „Deutschland liest ein Buch“ weiterempfehle.




