VENATIO
Krieger der Dunkelheit
Erotik-Fantasy
Roman
Lesedeal
bookdealer zum Erscheinen von Kuss der Wölfin, VENATIO – Krieger der Dunkelheit
am 01.06.2014
Leseprobe PROLOG & Kapitel 1
Über dieses Buch:
In London ereignen
sich schreckliche Überfälle.
Menschen werden
getötet und fürchterlich zugerichtet.
Für Lynn Serenata, die
Informantin der Venatio bei der Londoner Polizei, ist der Fall klar: Hier ist
ein Werwolf zugange – oder gar ein ganzes Rudel?
Als Führer der Venatio
in England übernimmt Riley den Fall und bittet die clevere deutsche Venatio
Katja um Unterstützung. Bald geht es für Riley um alles – nicht nur im Kampf
gegen die Werwölfe, sondern auch in der Liebe.
»Girls just wanna have fun«
PROLOG 
ie mit Graffiti beschmierten Betonwände in dem
Treppenhaus schienen auf sie zuzukommen, als sie Stufe für Stufe ein Stockwerk
nach dem anderen hinter sich ließ. Modriger Gestank begleitete sie, flackerndes
Licht von defekten Neonröhren zauberte wirre Gebilde in die Ecken. Aus ihrem
Kopfhörer knatterte eine Stimme: »Gesichert, Katja.« Die SEK hatte das Gebäude
also umstellt, Geiseln und Geiselnehmer waren gesichtet worden. Ihre
Einsatzkollegen folgten ihr beinahe lautlos.
Wie immer bei einem solchen Einsatz pochte ihr Herz rasend schnell. Schweiß
lief ihr den Nacken hinab, ihr Kopf war vollkommen leer. Hitze staute sich
unter dem schwarzen Helm. Sie entsicherte ihre Glock 17 im Halfter und schlich
sich an die Wohnungstür. Drei Wohnungen pro Stockwerk. Ihr Ziel war die linke.
Die Tür der rechten Wohnung stand offen. Auf dem Boden im Hausflur lag eine
ältere Frau, neben ihr auf dem Boden ein Handy, um sie herum hatte sich eine
Blutlache gebildet. Sie hatte die Polizei alarmiert und war daraufhin das erste
Opfer des Amokläufers geworden.
Katja senkte das Kinn etwas nach unten. »Alles ruhig.«
»Er ist im Wohnzimmer. Zwei kleine Mädchen, drei und etwa sechs Jahre alt.
Mutter sitzt auf dem Sofa. Er hat ein Messer, mit dem er den Mädchen gefährlich
nahe kommt. Kein freies Schussfeld. Ich wiederhole: Kein freies Schussfeld!«
Wieder knackte es in ihrem Kopfhörer.
»Verstanden.« Katja drehte sich zu ihren Kollegen. »Keiner tut etwas ohne
meinen Befehl. Ich werde versuchen, ihn von den Kindern wegzulocken.« Ihre
Männer nickten, postierten sich neben und hinter ihr. Mit gestrafften Schultern
klopfte Katja an die Tür. Kein Laut kam aus der Wohnung.
»Herr Beyer. Mein Name ist Katja Eyrich von der SOKO Wiesbaden. Öffnen Sie
die Tür.« Es blieb weiterhin still. Aus dem Knopf im Ohr knackste es. »Er hat
die Mädchen auf seinen Schoß gezogen. Vorsicht, Katja. Sie dienen ihm als
lebender Schutzschild.« Katja schüttelte es. Wie schlimm musste dieser
Schicksalsschlag sein, um jemanden dazu zu bewegen, seine eigenen Kinder vor
sich zu halten?
»Herr Beyer. Ich möchte nur mit Ihnen reden. Bitte öffnen Sie die Tür. Es
gibt für alles eine Lösung, glauben Sie mir«, sagte sie mit fester, lauter
Stimme. Nicht betteln. Man durfte nicht betteln. Das hatte sie gelernt im
Umgang mit den Psychopathen.
Kein Laut kam aus der Wohnung.
»Herr Beyer. Ich werde nun die Tür öffnen lassen. Bleiben Sie bitte ganz
ruhig. Ich bin nicht bewaffnet. Ich möchte nur mit Ihnen reden.« Ihr Nicken
galt ihren Männern, den Blick hielt sie weiterhin unverwandt auf die Tür. Von
innen hörte sie nun eine Stimme und Schritte.
»Oh Gott! Um Himmels willen. Sei doch vernünftig. Ich bitte dich«, jammerte
eine Frauenstimme. Dann öffnete jemand die Tür. Eine völlig verängstigte und
verheulte junge Frau erschien. Sie war dürr, blass und hatte das typische
Aussehen einer Alkoholikerin. Sofort rannte sie wieder zurück zum Sofa,
knabberte an ihren Fingernägeln, wagte es nicht, die Polizisten anzusehen.
Katja erfasste mit einem Blick das Zimmer. Auf dem Fußboden saß der Vater,
seine Töchter klammerten sich ängstlich an ihn, es bestand keine Chance, ihn zu
töten, ohne die Kinder zu verletzen. Er hatte einen Arm um den Hals des
jüngsten Mädchens gelegt, in seiner Hand ein Dolch, dessen Klinge die dünne
Haut berührte. Durch das Fenster konnte sie ihre Kollegen auf dem Dach des
Gebäudes gegenüber erkennen.
»Sagten, Sie wären unbewaffnet«, nuschelte der Kerl und deute mit einer
Kopfbewegung auf ihre Waffe, die im Holster hing.
»Keine Sorge. Die ist nicht geladen. Ich kann sie auch gerne auf den Flur
werfen.« Sie machte keine Bewegung, wartete seine Antwort ab. Mit starrem Blick
sah er sie an, stechend, als wäre sowieso alles zu spät. Doch Katja hielt
seinem Blick stand.
In der nächsten Sekunde geriet die Situation außer Kontrolle, Blut
spritzte, eine Frau schrie, vielleicht war sie es selbst. Schüsse fielen.
1.
Kapitel 
erloren stand Tessa in dem Club. Die Wirkung der
Pille hatte schon lange nachgelassen. Wenn sie richtig darüber nachdachte,
eigentlich schon, als Mandy mit diesem Edward-Typen abgehauen war. Seit sie
sich kannten, hatte ihre Freundin das noch nie gemacht, und sie kannten sich
immerhin schon fast zehn Jahre. »Wir sind zusammen gekommen und gehen auch
zusammen«, hatte sie immer betont. Da sie beide nicht dem gängigen
Schönheitsideal entsprachen, war das bislang auch nie ein Problem gewesen. Bis
heute. Wer hätte auch damit rechnen können, dass dieser unglaublich heiße Typ
auf Mandy abfuhr? Tessa schnaubte, stellte das Glas auf einen Stehtisch und
fuhr sich nervös durch die kurzen, kastanienbraunen Haare. Hoffentlich hatte
niemand bemerkt, wie sie einfach so sitzengelassen worden war. Sie wurde schon
oft genug von ihren Bekannten und Kollegen veralbert, sie musste das nicht auch
noch von Fremden haben.
Wir sind zusammen gekommen und gehen auch
zusammen. Pah. Einen Scheißdreck.
Nach außen hatte sie sich für ihre Freundin gefreut, aber in ihr brodelte
es.
Bis sie bemerkte, dass sie neidisch war, schwelgte sie in Selbstmitleid.
Dazu die nervigen Technobeats, die lachenden Gesichter um sie herum und die
sexy Mädels, die über ihren Knochen so leicht bekleidet waren, dass sie auf das
bisschen Stoff auch noch hätten verzichten können. Außerdem konnte Tessa auf
den wackeligen Bleistiftabsätzen nicht mehr stehen. Ihre Fußsohlen brannten,
der Spann schmerzte, und auf Toilette musste sie auch. Tessa hasste öffentliche
Toiletten: das Warten auf eine freie Kabine zusammen mit einem Schwung doofer
Weiber, dazu ihr eigener Anblick im Spiegel, das Gesicht mit den roten
Schwitzflecken, während alle anderen Mädchen perfekt gestylt waren. Vielleicht
halte ich es noch bis zu Hause aus, dachte sie und durchquerte den Club zur
Garderobe. Auf dem Weg überlegte sie, wie sie heimkommen sollte. Ursprünglich
hatte sie sich mit Mandy ein Taxi teilen, dann bei ihr schlafen und morgen früh
gemütlich frühstücken wollen. Tolles Wochenende. Jetzt musste sie alleine ein
Taxi bestellen und warten, während sie vermutlich wieder angestarrt würde.
Tessa hasste es. Aus ihrem kleinen Täschchen kramte sie die Garderobenmarke
raus und reichte sie einem der Garderobenmädels. »Könnt ihr mir ein Taxi bestellen?«,
fragte sie, als einer der jungen Frauen ihr die Jacke in die Hand drückte.
»Klar. Wohin soll’s denn gehen?«
»London.«
»Oh, das wird teuer«, erwiderte die eine zuckersüß. Tessa hätte ihr am
liebsten die Augen ausgekratzt. Einfach so, nur weil sie so hübsch war.
»Das weiß ich auch«, schnappte sie zurück, zog ihre Jacke an und ging raus,
um eine zu rauchen und zu warten. »Dauert zehn Minuten«, rief die Tussi ihr
hinterher. »Danke.« Blöde Ziege.
Tessa hängte sich ihr Täschchen um, kramte im Gehen ihre Zigarettenschachtel
raus, wühlte nach dem Feuerzeug und ging an den beiden Türstehern vorbei auf
den Parkplatz.
Es nieselte wieder, kalter Wind fuhr ihr über das Gesicht. Ihre Absätze
versanken im matschigen Boden, aber sie wollte sich nicht zu den beiden Hohlköpfen
unter das Vordach stellen. Um niemanden angucken zu müssen, zog sie ihr
Smartphone raus und stöberte auf ihrer Facebook App. Wenigstens in ihrer
virtuellen Welt hatte sie ein paar Freunde, konnte eine Frau sein, der sie in
Wirklichkeit niemals wäre: selbstbewusst, schlagfertig und ein bisschen sexy,
denn Fotos von ihr gab es im Worldwide Web nicht. Ihr Profilbild war derzeit
die Katze aus Alice im Wunderland.
Als es ihr zu kalt wurde, warf sie die Zigarette in eine Pfütze, ließ das
Handy in ihre Tasche fallen und steckte die Hände in ihre Jacke. Sie vermisste
Mandy. Wenn sie näher darüber nachdachte, fing sie langsam an, sich Sorgen zu
machen. Der Typ hatte jetzt nicht wie ein Serienkiller ausgesehen, aber welcher
Serienkiller sah schon aus wie einer? Außerdem war es das erste Mal, dass Mandy
einfach mit einem fremden Mann mitgegangen war. Mist, nüchtern betrachtet war
es ganz schön dumm von ihr gewesen. Mit klopfenden Herzen fischte sie das Handy
wieder raus und wählte Mandys Nummer. Während das Freizeichen ertönte, fuhr das
Taxi auf den Parkplatz.
Mit dem Smartphone am Ohr stakste sie zu ihm rüber, öffnete die Tür und
stieg ein. Wohlige Wärme empfing sie. »Geneva Drive in Brixton«, informierte
sie den Fahrer. Die Ansage der Mailbox ertönte. »Sorry, bin nicht da, sprecht
mir einfach auf ihr wisst schon was… Tschöööö …«
»Mandy, ich
bin’s, Tessa. Ruf mich bitte an, ich mach mir n bisschen Sorgen. Fahr jetzt
heim … mit dem Taxi.« Sie legte auf und drehte das Handy hin und her. Das Taxi
bewegte sich vom Parkplatz und Tessa starrte nachdenklich aus dem Fenster in
die Dunkelheit.
Ende der Leseprobe
Ich freue mich auf
euch ab dem 01. Juni 2014 erscheint das Buch. Nur an diesem Tag biete ich das
eBook zu 99 Cent an.
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Na wie fandet ihr die Probe? Sie macht doch absolut Lust auf mehr?
Und das Cover? Hey ist das hot oder ist das hot? Der absolute Wahnsinn oder was sagt ihr dazu?