Freitag, 30. Januar 2026

[KurzMeinung*] Ruf der Anden von Thora Frey

 



Autorin: Thora Frey

  • ASIN ‏ : ‎ B0GGZL3GM1
  • Barrierefreiheit ‏ : ‎ Erfahre mehr
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 30. Januar 2026
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Dateigröße ‏ : ‎ 27.3 MB

Inhalt laut Amazon: Als Florence erwacht, hört sie leise Stimmen. Drei Männer in alten Gewändern unterhalten sich, sie sprechen Quechua, die Sprache der Inka. Es geht um sie. Florence versucht sich zu erinnern. Was macht sie an diesem Ort? Was ist mit Mateo, ihrem Freund? Hat er wie sie den Sturz durch das Tor am Titicacasee überlebt? Offensichtlich halten die Männer ihn gefangen, denn sie machen ihr ein Angebot: Das Leben von Mateo für den Tod eines anderen. Sein Name: Túpac Yupanqui, Sohn des Sapa Inka Pachacútec. Florence weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Nie würde sie einen anderen Menschen umbringen, vor allem niemanden, der seit über 500 Jahren tot ist ...

Meine Meinung: Ich habe Ruf der Anden förmlich verschlungen – und war vom ersten Moment an gefesselt. Thora Frey gelingt mit diesem Roman ein Debüt, das sich groß, bildgewaltig und emotional anfühlt. Die Mischung aus Zeitreise, historischer Fantasy und Abenteuer hat für mich genau den richtigen Nerv getroffen.

Die Anden sind hier nicht nur Kulisse: nein sie fordern und sie erzählen eine Geschichte. Ich habe beim Lesen den Wind gespürt, die Kälte der Nächte und auch die Ehrfurcht vor den Göttern – so intensiv ist diese Atmosphäre, wie ich persönlich finde. 

Der respektvolle Umgang mit der Inka-Kultur, Mythen, Machtstrukturen, religiöse Vorstellungen und Sprache wirken nicht dekorativ, sondern essenziell für die Handlung. Das hat mir gut gefallen

Überzeugt haben mich außerdem die Charaktere. Florence ist keine überzeichnete Figur, sondern sie ist eine junge Frau, die zweifelt, Angst hat, moralisch ringt – und genau dadurch nahbar wird.  Ihre Zerrissenheit zwischen moderner Herkunft und historischer Verantwortung ist einer der stärksten Aspekte des Romans. Túpac Yupanqui hingegen ist weit mehr als nur der geheimnisvolle Thronfolger: Er ist klug, stolz, verletzlich und trägt das Gewicht eines ganzen Volkes auf den Schultern. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich emotional sehr gut abgeholt – leise Momente, große Gefühle und ein Konflikt.  Diese Zurückhaltung macht die Liebesgeschichte für mich umso schöner.

Thora Freys Sprache ist klar und einfach. Sie schafft für uns Leser Bilder, ohne sie zu erklären, und Emotionen, ohne sie zu benennen.

Trotz der ganzen emotionalen Tiefe verliert der Roman nie an Spannung. Politische Ränke, Gefangenschaft, Prophezeiungen und drohende Gewalt sorgen dafür, dass ich ständig weiterlesen wollte.

Fazit: Dieses Buch ist spannend, romantisch, tragisch und mutig zugleich. Ein Debüt, das man sich merken sollte.

Meine Bewertung: 

2 Kommentare:

  1. Deine Rezi feuert meine Vorfreude aufs Lesen an! Danke!
    Liebe Blubbergrüße
    Anka

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    1. Sehr gerne und dir ebenfalls eine wundervolle Lesezeit in den Anden

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