Andi Biel goes Erotik "Von Null auf Liebe in 7 Minuten" ist der Auftakt einer kleinen eShort Reihe von daher merkt euch den 26.Mai vor:
Andrea
Bielfeldt schreibt unter dem offenen Pseudonym Andi Biel und wagt mit dieser
Reihe das erste Mal bei gewissen Szenen
… den Schwenk zum Kamin wegzulassen und damit ihren Geschichten einen Hauch Erotik zu verleihen.
Von
Null auf Liebe in 7 Minuten ist die erste Short – Story einer Reihe um
Freundschaft, Männer, Sex und die Liebe … Jeder Band ist in sich abgeschlossen
und kann unabhängig voneinander gelesen werden.
Klappentext:
»Ein
Herz braucht nicht zu wissen. Ein Herz muss nur fühlen.«
Jil ist Single, wünscht sich jedoch nichts
sehnlicher, als mit einem Mann an ihrer Seite durchs Leben zu gehen. Der
Einladung ihrer Freundinnen für ein Speed Dating sieht sie allerdings eher
skeptisch entgegen, denn von Null auf Liebe innerhalb von sieben Minuten ist
für sie unvorstellbar. Doch ein Blick in Corys kaffeebraune Augen belehrt sie
eines Besseren: Liebe geht manchmal schneller als Haarewaschen ...
1
Eins
Eine
sanfte Brise weht vom Meer herüber und streichelt zart über meinen erhitzten
Körper. Das Wellenrauschen leert meinen Kopf und gedankenlos mit einem kalten
Longdrink in der Hand genieße ich den Moment. Ich bohre die nackten Zehen in
den Sand, als seine Hände über meinen Rücken gleiten.
»Ich
creme dich besser ein, meine Schöne«, flüstert er mir mit rauer Stimme zu. Ein
Schauder überzieht meine Haut, als er die Sonnencreme hingebungsvoll auf meinen
Schultern verteilt. Seine Finger fahren immer tiefer, berühren den Saum meiner
knappen Bikinihose, was meiner Kehle ein wohliges Seufzen entweichen lässt. Als
seine Hände über meinen Po, meine Oberschenkel hinunter und wieder hinauf bis
zu meinen Schulterblättern wandern, habe ich bereits die wildesten Fantasien.
»Wir
sind ganz allein«, höre ich seine Stimme mit dem erotischen Akzent an meinem
Ohr. Seine Fingerspitzen streifen wie zufällig meine Brüste. Mir wird immer
heißer. Meine Hand zittert, als ich das Glas Beiseitestelle. Ich drehe mich zu
ihm herum. Sein nackter Oberkörper glänzt in der Sonne, sein Anblick lässt mein
Innerstes beben und ich wünsche mir nichts mehr, als dass er zu mir kommt.
Auffordernd lächele ich ihm zu. Er versteht mich ohne Worte.
»Dann
lass uns etwas Unanständiges tun«, wispere ich, bevor er sich auf mich legt und
meinen Mund leidenschaftlich mit seinen Lippen bedeckt. Ich fühle mich wie im
siebten Himmel - bis ...
»Oh,
Mist!«
Eine
schrille Melodie riss Jil unsanft aus ihren Tagträumen. Sie fiel aus der
karibischen Wärme direkt zurück in das norddeutsche Schmuddelwetter und ihr Fuß
landete prompt in der nächsten Pfütze. Schimpfend wie ein Rohrspatz versuchte
sie, die Nässe aus ihren Sneakers zu schütteln, während sie gleichzeitig ihre
Tasche nach dem Telefon durchwühlte. Der Regen erschwerte ihr die Suche, aber
das schien den Anrufer nicht im Geringsten zu interessieren. Munter ertönte die
Titelmelodie von Pippi Langstrumpf aus ihrem Beutel und brachte ihr
amüsierte Blicke der durch das Nass hetzenden Passanten ein. Jil lachte auf.
Der
Schlipsträger, der sich eben noch energisch an ihr vorbeidrängeln wollte,
stoppte und schenkte ihr tatsächlich ein Lächeln. Er blieb stehen und hielt ihr
seinen Regenschirm über das Haupt.
»Vielleicht
geht es so schneller«, sagte er mit einem warmen Lachen in der Stimme, als sie
verwundert zu ihm aufsah. Jil fröstelte plötzlich, weil ein großer Schwarm
Ameisen über ihre Haut zu krabbeln schien.
»Oh,
danke«, stammelte sie. »Das ist ja nett. Moment, ich hab es auch gleich.«
Endlich ertastete sie das singende Etwas und zog es mit klammen Fingern aus
ihrer Tasche heraus. »Da ist es schon. Vielen Dank.« Er sagte nichts, lächelte
sie nur unentwegt an. »Das Laster der Frauen«, krächzte sie, nur, um
irgendetwas zu sagen und zeigte auf ihre geräumige Handtasche. »Einfach viel zu
unübersichtlich. Also ... Danke nochmal.« Die Melodie verstummte.
»Sehr
gerne«, antwortete er. »Es freut mich, wenn ich helfen konnte.« Fragend blickte
er auf sie hinunter. Seine dunklen Augen schienen in ihr Innerstes
einzudringen. Verlegen wandte sie den Blick ab.
»Ja. Ja, das konnten Sie.« Sie hob ihr Handy
und hielt es vor sein Gesicht. »Hier. Ich habe es gefunden, sehen Sie?« Er
legte den Kopf schief und zog leicht die Augenbrauen zusammen. So, als
begutachtete er das Telefon mit äußerstem Interesse.
»Ja,
das sehe ich.« Er schmunzelte und Jil erkannte ein kleines Grübchen, das sich
in seine rechte Wange bohrte. Sie liebte Grübchen. »War das eben wirklich Pippi
Langstumpf?«, fragte er und ein amüsiertes Funkeln trat in seine Augen.
Ȁhm
... ja«, antwortete sie verlegen. »Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz
Efraimstochter Langstrumpf. Das Vorbild meiner Kindheit«, plapperte sie drauf
los. »Kurz gesagt: Sei Pippi, und nicht Annika.«
»Wie
bitte?« Seine Stirn zog sich zusammen. Verständnislos sah er sie an. Jil
kicherte verschämt.
»Warum
willst du die schüchterne Annika sein, wenn du die starke und verrückte Pippi
Langstrumpf sein kannst?«, redete sie sich um Kopf und Kragen. »Kennen Sie den
Spruch nicht?« Er verneinte stumm.
»Ist das ihr Motto?«
»Manchmal«,
erwiderte sie und neigte den Kopf etwas zur Seite.
»Das
gefällt mir«, sagte er. Sein rechter Mundwinkel zog sich nach oben. »Ja dann,
Pippi ...« Er sah ihr direkt in die Augen und Jil war, als würde die Zeit
stillstehen.
Die
Passanten, die um sie herum mit hochgezogenen Schultern durch die Straße
eilten, waren plötzlich fort, niemand außer ihr und diesem Mann verweilte noch
in ihrem Universum. Sie versank in seinem Blick, in seinen wunderschönen
kaffeebraunen Augen, glitt tiefer durch das Tor seiner Seele und drohte, das
Gefühl für Raum und Zeit zu verlieren. In ihr breitete sich eine Wärme aus, die
sie durch den dunklen Tunnel trug, in dem sie feststeckte. Dann blinzelte sie
und befand sich plötzlich im freien Fall. Doch bevor sie aufschlagen konnte,
unterbrach seine Stimme ihren Sturz.
»Kann ich ... vielleicht noch etwas für Sie
tun?« Jil zuckte zusammen.
»Bitte?«
»Ob
ich noch etwas für Sie tun kann, fragte ich.«
»Nein
... leider nicht.« Ihr Gegenüber zog die Augenbrauen nach oben. »Oh, nein.
Entschuldigung. Ich ... also ...« Sie stammelte und suchte nach den richtigen
Worten, doch in ihrem Gehirn fand sich nur eine gähnende Leere. Er lachte
leise. Es war ein warmes, gänsehautverursachendes Lachen und Jils Bauch zog
sich zusammen. Vermutlich lacht er mich aus, dachte sie und schämte sich
plötzlich für ihr Gestammel. Und für die Flut von Gefühlen, die sie aus dem
Nichts überrollt hatte. (…)


Ein schöner Lesedeal liebe Sheena, der Lust auf mehr macht!
AntwortenLöschenLG Desiree
ich hibbel dem eShort auch schon entgegen =)
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