© Simone Wertenbroch
Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum
Schreiben gekomme
Als Kind haben mich Geschichten fasziniert, besonders die,
die meine Familie für mich erfunden hat. Da wurde der Grundstein gelegt. J
... allerdings dauerte es bis 2011, bis sich eine
regelmäßige Schreibfrequenz eingestellt hat. Jetzt gehört das Schreiben für
mich zu einem gelungenen Tag und ist mehr als nur eine Fingerübung.
Man findet immer und überall spannende Momente, die man
einfangen und anderen zeigen möchte. Fantasie ist überall - man muss nur offen
dafür sein.
Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten
Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Ich selbst. Manchmal gibt es 10 verschiedene Fassungen von
der selben Geschichte, bevor ich zufrieden bin.
Danach kommt die „Heul- und Schmunzelprobe“. Kompetente Berater sind hierbei mein Mann,
meine beste Freundin und meine Mutter. Was die drei nicht berührt, muss
überarbeitet werden.
Bookdealer fragt: Hast Du
irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?
Ein leerer Schreibtisch ist ein K.O.-Kriterium. So kann ich
nicht arbeiten. Ohne Chaos, keine Fantasie.
Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die
Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere
"einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Meistens entstehen die Charaktere zusammen mit der
Geschichte. Beides muss gut ineinandergreifen, sonst fühlt der Leser eine
Disharmonie und legt das Buch weg.
Namen sind eine wunderbare Möglichkeit, dem Leser heimlich
kleine Botschaften über die Personen zukommen zu lassen. Ich arbeite sehr gerne
und viel damit.
Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen
nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht
mehr wegzudenken?
Martin Walsers „Lebenslauf der Liebe“. Mir hat imponiert,
wie präzise und emotional er die Fäden zischen den Personen gewoben hat.
Eindeutig: Vorbildcharakter!
Außerdem bin ich riesiger Kafka- und Poe-Fan. An diesen
Fixsternen orientieren sich meine Fantasy-Geschichten.
Bookdealer fragt: Könntest du dir auch
vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?
Ja. Wenn der Schreibstil zueinander passt, dann ist das eine
wunderbare Idee. Tatsächlich ist ein Projekt in Planung. J
Bookdealer fragt: Das Buchcover zu
„Blutkrone“ ist ja sehr schön gestaltet, hast du da Mitspracherecht gehabt oder
hast du es selber gestaltet?
Danke, den Rohentwurf habe ich selbst gezeichnet. Indihex
hat ihm dann Glanz verliehen.
Ein halbes Jahr sollte man nicht unterschreiten, denn
alleine Plot und Figurenplanung sind zeitintensiv. Also: Wenn Plot und Figuren
ausgearbeitet sind, dann benötigt das Schreiben nur noch ein halbes
Jahr. J
Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher
liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest
du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Da ich berufsbedingt viel am PC sitze und arbeite, bevorzuge
ich Taschenbücher. ..., aber das ist Geschmackssache. Gerade unterwegs sind
E-Reader & –Books toll und für Senioren ist es eine große Errungenschaft,
weil sie nicht aufs Lesen im Alter verzichten müssen.
Ich lese gerne Krimis und Fantasy, also genau das, was ich
gerne schreibe. In letzter Zeit konnte ich mich zusätzlich für das Genre Humor
erwärmen. Jedoch unterstehe ich mich, selbst Comedy zu schreiben. ;)
In jedem Genre gibt es wunderbare Bücher. Momentan nervt
mich keines.
Bis jetzt war ich auf keiner Buchmesse.
2014 bin ich auf jeden Fall in Leipzig mit dem net-Verlag
und in Pößneck mit dem Codi Verlag.
Mir ist wichtig, was meine Leser denken, denn für sie
schreibe ich. Aus diesem Grund freue ich mich immer auf meine Lesungen, weil
man hinterher miteinander übers Buch und das Schreiben ins Gespräch kommen
kann.
Eine großartige Idee! Blogger gehören zu den „neuen Medien“,
die ein Autor unbedingt ernst nehmen sollte. Hier trifft er auf seine Leser und
kann sich mit ihnen austauschen.
Blogger leisten im Literaturbetrieb eine tolle Arbeit, weil
sie der Öffentlichkeit eine unabhängige Meinung präsentieren. Weiter so!!!
Ein langjähriger Herzenswunsch hat sich bereits erfüllt, dass ich beruflich das tun darf, wofür ich leidenschaftlich brenne: schreiben, schreiben und nochmals schreiben.
Vielen herzlichen Dank liebe Simone, das du dir die Zeit genommen
hast, mir das „kleine“ Interview zu geben
Vielen Dank fürs Interview! Es hat mich sehr gefreut, liebe
Verena!!!

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