Donnerstag, 2. Oktober 2025

[KurzMeinung] Das Septemberhaus von Carissa Orlando

 



Autorin: Carissa Orlando

  • Herausgeber ‏ : ‎ Festa Verlag
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 20. März 2025
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 432 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3986761950
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3986761950
  • Abmessungen ‏ : ‎ 13.4 x 3.7 x 20.1 cm

Inhalt laut Amazon: Als Margaret und ihr Mann Hal das große viktorianische Haus in der Hawthorn Street kaufen, können sie nicht glauben, dass sie endlich ein eigenes Heim besitzen.

Doch dann offenbart sich der Spuk. Jedes Jahr im September tropft Blut von den Wänden und die Geister früherer Bewohner tauchen auf. Sie fürchten sich vor etwas, das im Keller lauert.
Die meisten Menschen würden fliehen. Doch Margaret ist nicht wie die meisten Menschen. Sie bleibt. Es ist ihr Haus.
Nach vier Jahren, als der September wieder bevorsteht, hält es Hal nicht länger aus und flüchtet … Oder verschwindet?
Je länger Margaret versucht, Hal zu finden, desto schlimmer wird der Spuk, denn es gibt einige Geheimnisse, die das Haus bewahren will …

Meine Meinung: Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so unheimlich gefesselt hat wie Das Septemberhaus von Carissa Orlando. Schon die Ausgangslage – ein charmantes, altes viktorianisches Haus mit einem dunklen Geheimnis – hat mich sofort gepackt.

Die Atmosphäre ist dicht, die Spannung kaum auszuhalten, und ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Ich habe beim Lesen oft innegehalten. Nicht, weil es zu gruselig war – sondern weil es so bitter war. So ehrlich. So traurig.

Was mich erschreckt hat, war nicht das Blut an den Wänden oder die Schreie aus dem Keller – es war Margarets Ruhe. Ihre Akzeptanz des Unfassbaren. Ich habe mich immer wieder gefragt: Was muss passiert sein, dass eine Frau lieber in einem Haus voller Geister lebt, als sich der Realität zu stellen?

Das Haus ist nicht nur Kulisse – es lebt, es beobachtet, es erinnert. Ich konnte den modrigen Geruch förmlich riechen, das Knarren der Dielen hören, das dunkle Flüstern im Treppenhaus spüren. Und mit jedem Kapitel wuchs das Gefühl: Dieses Haus will nicht nur erschrecken. Es will etwas mitteilen – und zwar auf seine ganz eigene, grausame Art.

Fazit: Es gibt Bücher, die gehen über den bloßen Schreckmoment hinaus – sie nagen an einem, kriechen unter die Haut und bleiben dort. Das Septemberhaus von Carissa Orlando war für mich genau so ein Buch.

Meine Bewertung: 

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