Freitag, 17. Oktober 2025

[KurzMeinung*] Bis zum Mond von Jang Ryujins

 

....Diese Rezension  basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag  zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!

Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen 





Autorin: Jang Ryujins

  • Herausgeber ‏ : ‎ kiwi space
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 9. Oktober 2025
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462010182
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462010183

Inhalt laut Amazon:  Drei junge Frauen, die für einen der führenden Snack-Hersteller Koreas arbeiten, kämpfen mit mittelmäßigen Jobs und winzigen Wohnungen in Seoul – fast so klein wie Schuhkartons. Als eine der Freundinnen in Kryptowährungen investiert und dabei Erfolg hat, steigen auch die anderen ein. Doch führt dieser Schritt wirklich zum großen Geld und zur Freiheit vom öden Bürojob?

Meine Meinung: Ich hatte große Erwartungen an Bis zum Mond“ – nicht zuletzt, weil der Roman in Südkorea als literarisches Phänomen gefeiert wird. Drei junge Frauen, die zwischen schlecht bezahlten Jobs, Miniwohnungen und großen Träumen navigieren, das klang nach einer Geschichte, die ich unbedingt lesen wollte. Doch am Ende blieb bei mir vor allem eines zurück: Enttäuschung.

Was mir gut gefallen hat, war die Grundidee. Jang Ryujin fängt die Stimmung des modernen Seoul sehr treffend ein.  Die Dialoge wirken oft authentisch, und manche Beobachtungen über Arbeitskultur und soziale Ungleichheit treffen ins Schwarze. Auch das Thema Kryptowährungen als Ausweg aus der Perspektive von Frauen fand ich spannend und frisch. Auch die Idee, dass Frauen sich gegenseitig Mut machen, über Geld reden und sich trauen, Risiken einzugehen, fand ich richtig gut.

Aber das Problem war für mich die Umsetzung. Die Figuren – vor allem die drei Freundinnen – blieben erstaunlich blass. Ich habe nie das Gefühl bekommen, sie wirklich zu kennen oder zu verstehen. Ihre Entscheidungen wirkten teils sprunghaft, fast schon beliebig. Ihre Gespräche wirkten oft oberflächlich, fast wie Momentaufnahmen aus einem Gruppenchats – schnell, flüchtig, austauschbar. Gerade in einem Roman, der so sehr von Freundschaft leben will, hat mir die emotionale Tiefe gefehlt.

Auch sprachlich hat mich der Text  leider nicht abgeholt. Auch die Handlung verlor im Verlauf an Spannung.

Fazit: Am Ende konnte mich „Bis zum Mond“ einfach nicht berührenEs fehlt das Herz, der Sog, das Gefühl, dass die Figuren am Ende wirklich etwas verändert haben.

Meine Bewertung: 


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