Freitag, 2. Mai 2025

[KurzMeinung*] Abroad in Japan von Chris Broad

 

Diese Rezension  basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag  zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!

Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen 


                            


Autor: Chris Broad

  • ASIN ‏ : ‎ B003OWOXLS
  • Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer & Witsch; 1. Edition (13. März 2025)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 184 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462008862
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462008869

Inhalt laut Amazon: Als Chris Broad völlig blauäugig einen Job als Hilfslehrer in der nordjapanischen Provinz annahm, fragte er sich, ob er nicht einen schrecklichen Fehler gemacht hatte. Weder sprach er ein Wort Japanisch, noch hatte er irgendwelche Erfahrungen im Unterrichten. Würde er als der am schnellsten gefeuerte Englischlehrer in die Geschichte Japans eingehen?

In seinem Buch erzählt Chris Broad mit viel Witz darüber, wie er vor mehr als zehn Jahren direkt nach der Uni von Großbritannien nach Japan ausgewandert ist und was er seither im Alltag dort alles so erlebt hat – Culture Clash und viele skurrile Begebenheiten inklusive.

Bald schon begann er Videos über sein Leben im Land der aufgehenden Sonne zu drehen und bereiste Japans 47 Präfekturen, von den üppigen Reisfeldern auf dem Land bis zu den neonbeleuchteten Straßen Tokios. 

Er erlebte einen erschreckenden nordkoreanischen Raketenzwischenfall, machte eine kränkende Erfahrung in einem Liebeshotel und verbrachte eine Woche mit Japans größtem Filmstar.

Meine Meinung: Chris Broad erzählt in "Abroad in Japan" wie er – völlig unvorbereitet, ohne Japanischkenntnisse und ohne Lehrerfahrung – als Englischlehrer in eine abgelegene Provinz Nordjapans versetzt wurde. Seine anfänglichen Zweifel sind nicht nur nachvollziehbar, sondern auch recht urkomisch beschrieben, wie ich finde. Den ein oder anderen Schmunzler gab es dazu. 

Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die Balance zwischen amüsanten Anekdoten und echten Einblicken in das japanische Leben. Chris schreibt mit einem offenen, neugierigen Blick – und mit einem enormen Respekt für die Kultur, in der er sich zurechtfinden muss. Man spürt, wie sehr ihn das Land geprägt hat, auch wenn er nie versucht, es zu idealisieren. Gut gefallen hat mir auch, wie Chris seinen Weg vom überforderten Neuling zum erfolgreichen Videomacher gekonnt in der Geschichte schildert. Seine ganzen Erlebnisse sind richtig bunt, überraschend und voller Liebe zum Detail. Dabei bleibt er immer auf dem Teppich, nimmt sich nie zu ernst und lässt Raum für Zweifel, Rückschläge und Unsicherheiten. Ohne auch nur ein Wort Japanisch zu sprechen, ohne eine große Ahnung vom Unterrichten, mit nichts als einem großen Koffer in der Hand und einer gehörigen Portion Selbstironie, stolpert er quasi von heut auf morgen in einen neuen völlig neuen Lebensabschnitt – und das beschreibt er so charmant und witzig, dass ich ihn auf Anhieb sehr sympathisch fand.

Fazit: Abroad in Japan ist viel mehr als ein Reisebericht – es ist ein persönlicher Entwicklungsroman, eine humorvolle Kulturanalyse und eine Hommage an das Abenteuer, sich in eine fremde Welt zu stürzen.

Meine Bewertung: 


2 Kommentare:

  1. Huhu liebe Verena,
    das TMG exisitert nicht mehr. Es wird durch das DDG ersetzt. Auch der Begriff „Telemedien“ wird durch „digitale Dienste“ ersetzt.
    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen und Japan ist auf meiner Travel-Bucket-List nach oben gerückt.
    LieGrü
    Elena

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    1. nach Japan wollte ich auch immer gerne mal reisen und danke für deine Infos im Bezug auf TMG und DDG =)

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