Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!
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Autorin: Freya Sampson
- Herausgeber : DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 1. Edition (15. April 2025)
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 368 Seiten
- ISBN-10 : 3832168516
- ISBN-13 : 978-3832168513
- Originaltitel : Nosy Neighbours
- Abmessungen : 14.3 x 3.7 x 21.3 cm
Inhalt laut Amazon: Dorothy Darling, 77 Jahre alt und misstrauische Eigenbrötlerin, lebt schon fast ihr halbes Leben in Shelley House im beschaulichen Chalcot. Wachsam beobachtet sie das Treiben ihrer Nachbarn, unternimmt regelmäßige Kontrollgänge, führt Buch über Fehltritte und schreibt Beschwerdebriefe. Als die 25-jährige Kat, die nicht nur pinke Haare hat, sondern auch noch ein schrottreifes Auto fährt, (illegalerweise!) bei Dorothys Nachbarn Joseph zur Untermiete einzieht, wittert die alte Dame Ärger.
Doch der kommt plötzlich von ganz anderer Seite: Shelley House soll abgerissen und durch ein Gebäude mit Luxusapartments ersetzt werden. Joseph demonstriert vor dem Büro des Vermieters – und wird kurz darauf bewusstlos in seiner Wohnung aufgefunden. Was geht hier vor sich? Und wer kümmert sich jetzt um Josephs Hund? Kat und Dorothy müssen sich verbünden, um den Frieden wiederherzustellen und Shelley House zu retten. Eine scheinbar unmögliche Allianz, denn ebenso wie Dorothy hält auch Kat ihre Mitmenschen gern auf Abstand. Aber vielleicht lohnt es sich ja doch, die eigenen Vorbehalte über Bord zu werfen?Meine Meinung: Ich muss hier echt zugeben: Als ich „Ms. Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson in die Hand nahm, erwartete ich eine nette, leichte Geschichte über schrullige Nachbarn – charmant, aber vorhersehbar. Was ich allerdings dann bekam, war weit mehr: ein warmherziger, klug erzählter Roman über Einsamkeit, Zusammenhalt und den Mut, sich zu öffnen – verpackt in einen wunderbaren Mix aus Humor, Gesellschaftskritik und einer kleinen Prise Krimi dabei.
Im Zentrum der Geschichte steht Dorothy Darling – 77 Jahre alt, misstrauisch, mit scharfem Blick und einem Herz, das sie gut hinter ihren zahlreichen Beschwerdebriefen versteckt. Ich habe sie vom ersten Moment an sehr gemocht. Ihre Kontrollgänge durch Shelley House, ihre Listen mit Regelverstößen – das alles hat mich gleichzeitig zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht. Denn hinter ihrer ruppigen Art verbirgt sich eine zutiefst berührende Geschichte von Verlust, Angst und Schutzmechanismen.
Und dann tritt Kat in ihr Leben – 25 Jahre alt, rebellisch, mit pinken Haaren, einer großen Klappe und einem kaputten Auto. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, aber genau das macht ihre Entwicklung so spannend. Ihre anfängliche Ablehnung, die langsame Annäherung, das wachsende Vertrauen – das hat mich am Ende absolut gepackt.
Autorin Freya Sampson versteht es sehr gut, Charaktere mit Tiefe und Widersprüchen zu zeichnen, ohne sie je ins Klischee abdriften zu lassen, wie ich finde.
Was mich dann am meisten berührt hat, war die feine Art, mit der die Autorin große Themen anspricht: Einsamkeit im Alter, das Gefühl des Nicht-Dazugehörens, soziale Ungleichheit – und die Hoffnung, dass ausgerechnet unerwartete Begegnungen neue Wege eröffnen können.
Fazit: Ms. Darling und ihre Nachbarn“ hat mich zum Lachen gebracht, mich aber auch gerührt und mich mit einem richtig guten Gefühl zurückgelassen. Ein rundum gelungenes Buch, das zeigt: Man ist nie zu alt (oder zu jung), um über sich hinauszuwachsen – oder echte Freundschaft zu finden.
Absolute Leseempfehlung!


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