Mittwoch, 16. Januar 2019

[Rezension] Muttertag von Nele Neuhaus



Autorin: Nele Neuhaus
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 3. (19. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550081030
ISBN-13: 978-3550081033
Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 5,2 x 22 cm

Inhalt laut Amazon: Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.
Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Meine Meinung: Die erste Leiche, ein alter Mann. Theo Reifenrath wird tot in seinem riesigen Haus aufgefunden. Starb er eines natürlichen Todes oder wurde er kaltblütig ermordet? Das kann man nicht eindeutig sagen. Nur durch einen weiteren Zufall werden später dann menschliche Knochen im Garten gefunden. Der erste Gänsehautmoment war geschaffen. Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Können Pia & Oliver schnell den Täter stellen, bevor es noch weitere Opfer geben wird?

Einmal in den Händen, so konnte ich den Krimi nicht mehr weglegen, so gefangen war ich von dieser wirklich sehr spannenden Geschichte rund um das Ermittler Duo P. Sander und O. Bodenstein. Lange Zeit mussten die treuen Fans der Taunus-Krimi-Queen auf eine Fortsetzung warten und jetzt endlich, das lange Warten ist vorbei!
Hat es die Autorin geschafft wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen? Dass lest ihr später in meinem Fazit.
Die sehr guten Beschreibungen der Örtlichkeiten in und um den Taunus herum und der ganzen auftauchenden Personen, machen diesen "Muttertags" Krimi wirklich sehr lesenswert. Man fühlt sich irgendwie immer live dabei im Geschehen. 

Nach einem kurzen und recht guten Prolog steigt der Leser eigentlich sofort und schnell in die aktuelle Handlung ein. Ein weiterer Handlungsstrang spielt hier sogar in der Schweiz, genauer gesagt in Zürich, der andere, der aktuelle, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hofheim. Nämlich in Mammolshain. Wie die einzelnen Handlungen zusammen hängen, wird ebenfalls schnell klar und der rote Faden dieser Geschichte sind Kinder die in sehr jungen Jahren von ihren Müttern, aus welchen Gründen auch immer weggeben wurden. Zur Adoption zum Beispiel. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Kapitel, die aus Sicht des Serienmörders beschrieben werden, der gerade sehr gut und genau seine nächste Tat vorbereitet.
Mehr möchte ich hier an dieser Stelle nicht verraten, sonst würde ich wohl ins spoilern geraten.

Auch in diesem Krimi gewährt Nele Neuhaus wieder recht viele private Einblicke in das Leben ihrer beiden Ermittler, was ich ja persönlich immer sehr mag, denn sie wachsen einem ja über einen recht langen Zeitraum schon ziemlich ans Herz. In diesem Krimi ist Pia Sander Teil einer sehr emotionalen und spannenden Geschichte. Beim letzten mal, war ja Oliver v. Bodenstein an der Reihe.
Die Autorin konnte wieder erstklassig mit ihrem richtig spannenden sowie flüssigen Schreibstil und den recht interessanten Figuren sehr gut punkten. Die Charaktere sind alle menschlich und authentisch gehalten. So wie aus dem wahren Leben gegriffen.


Der Autorin ist es hier wieder sehr gut gelungen, den Leser eine sehr lange Zeit zappeln zu lassen, wer als Täter in Frage kommen könnte. Hatte man einen Verdacht, wurde man ganz gekonnt auf eine andere Spur gebracht und tappte so des öfteren im dunkeln. Aber gerade das machen die Krimis von Nele Neuhaus so einzigartig spannend und fesselnd. Zitternde Spannung mit Nervenkitzel pur.  Alle Irrungen & Wirrungen werden nach und nach von Nele Neuhaus wieder geschickt entknotet und alle kleinen Puzzelteilchen ergeben so langsam aber sicher ein ganzes und alle offenen Fragen bis dahin, werden sehr gut beantwortet. Der große Showdown zur Ergreifung des Täters war schon wirklich Filmreif gewesen und fieberte bis zur letzten Sekunde mit. Ein Kampf um Leben und Tod!

Fazit: Auch mit ihrem 9. Taunuskrimi trifft Nele Neuhaus gekonnt den Nerv ihrer Leser. Dieser Kriminalroman lässt hier mit großer Sicherheit absolut keine Wünsche mehr offen. Der Autorin ist es wiedereinmal perfekt gelungen ihre Leser sehr nah an die tiefen, dunklen & bösen menschlichen Abgründe heranzuführen. Ein Taunuskrimi der seinen Vorgängern in absolut nichts nachsteht und sich somit auch nicht verstecken muss. Fesselnde Spannung pur auf 560 Seiten. Dieser Krimi wird euch nicht mehr los lassen.
Ganz klare Lese & Kaufempfehlung von meiner Seite.

Meine Bewertung: 

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