Bookdealer fragt: Wie
bist du denn zum Schreiben gekommen?
Schreiben ist seit über zehn Jahren Teil meines Brotjobs –
allerdings beinhaltet das nur Fach- und Werbetexte. Meine innere Feder für
fiktive Geschichten habe ich vor ca. 4-5 Jahren im Rahmen eines
Schreibwettbewerbs auf Goodreads entdeckt.
Bookdealer fragt: Wer
in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Meine Familie und meine Freunde stehen voll und ganz hinter
mir und meiner Schreiberei – auch wenn zu Anfang jeder noch sehr kritisch war,
ob das was werden könnte …
Die einzigen, die der ganzen Sache noch immer eher skeptisch gegenüber stehen, sind mein Bruder und meine Schwägerin, aber nur, weil sie mit dem Thema an sich wenig anfangen können. Ansonsten bin ich sehr glücklich sagen zu können, dass ich in meinem direkten Umfeld nur Unterstützer habe.
Die einzigen, die der ganzen Sache noch immer eher skeptisch gegenüber stehen, sind mein Bruder und meine Schwägerin, aber nur, weil sie mit dem Thema an sich wenig anfangen können. Ansonsten bin ich sehr glücklich sagen zu können, dass ich in meinem direkten Umfeld nur Unterstützer habe.
Bookdealer fragt:
Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Also zunächst Mal brauche ich meine Musik, um in Stimmung zu
kommen. Und dann lese ich erst etwa 30 Minuten lang die letzten Seiten, damit
ich wieder voll und ganz in der Geschichte drin bin. Dann noch was leckeres zu
trinken und zu naschen – und los geht´s!
Bookdealer fragt: Wie
ist die Idee zu „Ghost/Soulbound“ entstanden und warum sind es Geister geworden
und nicht zb: jetzt Vampire oder so?
Ganz einfach: ich liebe
liebe liebe Geistergeschichten J Und ich finde, es gibt noch nicht genug davon.
Außerdem denke ich, dass in dem Thema sehr viel Potenzial steckt, das im
Gegensatz zu Vampiren, Werwölfen, Engeln und Dämonen noch nicht völlig
ausgelutscht ist. Einer Romanze zwischen einer Lebenden und einem Geist wohnt
automatisch etwas Tragisches inne und man fragt sich: wie soll das jemals
funktionieren?
Bookdealer fragt:
Glaubst du persönlich jetzt an Geister?
Übersinnliches –
inklusive Geister – interessiert mich schon seit meiner Jugend. Ich habe eine
mystische Ader (mein Aszendent ist Skorpion), gleichzeitig bin ich aber ein
sehr rational denkender Mensch (Sternzeichen Jungfrau…). Das führt dazu, dass
in mir ständig zwei Seelen darüber streiten, ob es so etwas wie Geister wirklich
gibt. Meistens gewinnt der Skorpion über die Jungfrau, und deshalb ja, ich
glaube, dass es Magie und Geister gibt. Aber bitte holt jetzt nicht die Herren
mit den weißen Turnschuhen. Ich habe selbst auch schon ein paar übersinnliche
Erlebnisse gehabt. Zwar ohne Geister, aber trotzdem recht beeindruckend. Und
viele Leute haben mir ihre eigenen Geschichten erzählt. Da kann man eigentlich
gar nicht anders, als zu glauben.
Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?
Und bekommen die Charaktere
"einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Ganz eindeutig sind die Charaktere zuerst
da, zumindest die wichtigen. Sie stellen sich mir vor (naja… sie drängen sich
mir auf!), komplett mit Aussehen, Hintergrundgeschichte, Eigenschaften und
Namen. Den Plot entwickle ich am Anfang in groben Zügen, so wie einen
Wegweiser, damit ich weiß, in welche Richtung die Reise geht und was das Ziel
ist. Der Rest entwickelt sich unterwegs.
Bookdealer fragt:
Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus
Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich liebe alle Bücher von Neil Gaiman. Seine Geschichten sind
herrlich skuril, voller Herz und wunderbar britisch. Wenn ich groß bin, will
ich schreiben wie Neil Gaiman! Ganz besonders liebe ich Neverwhere und
Sternwanderer. Seit ich Neverwhere gelesen habe, sehe ich London mit ganz
anderen Augen.
Bookdealer fragt: Könntest du dir auch vorstellen mit einem
anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Das stelle ich mir
schwierig vor. Man hat ja doch seinen eigenen Stil und seine eigene
Arbeitsgeschwindigkeit. Außerdem setzt das eine Menge Planung, strategisches
Vorgehen, und Koordination voraus – das alles schreckt meine Muse eher ab!
Bookdealer fragt:
Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen
magst du überhaupt nicht?
Also bitte! Eine Mutter frägt man doch auch nicht, welches
Kind sie am liebsten mag ;)
Mir liegen alle meine Charaktere am Herzen, egal ob gut oder böse. Aber manche Charas machen besonders viel Spaß zu schreiben. Für mich sind das Danny und Wood mit ihren sarkastischen Sprüchen.
Mir liegen alle meine Charaktere am Herzen, egal ob gut oder böse. Aber manche Charas machen besonders viel Spaß zu schreiben. Für mich sind das Danny und Wood mit ihren sarkastischen Sprüchen.
Bookdealer fragt: Wie
lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist und du
es in den Händen halten kannst ) ?
*Vergräbt das Gesicht in den Händen* Viel zu lange! An die
zwei Jahre! Das liegt vor allem daran, dass Schreiben für mich der schönste
Nebenjob der Welt ist … aber eben nur ein NEBENjob. Ich komme eigentlich nur am
Wochenende und im Urlaub so richtig zum Schreiben. Unter der Woche bin ich
abends in der Regel viel zu platt, um noch kreativ zu sein.
Bookdealer fragt:
Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks
und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt
nicht?
Seit einigen Jahren bin ich zweigleisig unterwegs und lese
sowohl ebooks als auch Print. Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile. Mein
Genres sind Romantic Fantasy/Paranormal Romance/Urban Fantasy, ab und zu auch
Krimi und Thriller. Was ich nicht besonders mag sind harte Psychothriller.
Bookdealer: Was
gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Musik, Naschwerk und meine beiden Miezen.
Bookdealer fragt:
Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht
an?
Das war Der Medicus. Der Film hat mir bis auf einige
Ungereimtheiten recht gut gefallen, allerdings habe ich das Buch nicht gelesen.
Bookdealer fragt:
Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du
gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Ich war schon auf beiden Messen und empfand sie als extrem
anstrengend. Allerdings war es toll, so viele Kollegen und Blogger endlich mal
persönlich zu treffen. Dafür hat sich der Stress mehr als gelohnt. In Leipzig
werde ich dieses Jahr nicht sein, aber Frankfurt steht nach wie vor auf dem
Plan.
Bookdealer fragt: Wie
wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
ENORM wichtig. Was gibt es besseres als direktes Feedback.
Das ist die Motivation, die mich voran treibt. Positives Feedback beflügelt
mich und kritisches Feedback macht mich besser.
Bookdealer fragt:
Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so
dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Doch, doch, wenn es sich einrichten lässt, gehe ich auf
Lesungen. Es ist schön, Kollegen zu treffen und kann viel lernen. Die letzte
große Lesung war von Stephen King im Münchner Circus Krone. DEN habe ich dann
allerdings nicht persönlich getroffen. Es gibt so viele Autoren, mit denen ich
gerne mal ein Bierchen trinken würde: Neil Gaiman, Kai Meyer, Stephen Fry, J.
K. Rowling, Anne Rice … und viele, viele mehr.
Bookdealer fragt:
Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?
Es gibt noch so viel zu tun, zu sehen und zu erleben. Da gibt
es nicht den einen großen Herzenswunsch, sondern viele kleine Träume und
Meilensteine und ich bin zuversichtlich, dass ich noch so einige auf dieser
Liste verwirklichen kann .
Vielen
herzlichen Dank liebe C.M Singer, das du dir die Zeit genommen hast, mir das
„kleine“ Interview zu geben.


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