Die Autorin hat auch einen kleinen Youtube Kanal, wer mag kann gerne mal vorbei schauen. Ich verlinke euch mal ihr erstes Video, wo sie sich vorstellt: KLICKEN
Bookdealer
fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon schreiben, kaum
dass ich einen Stift halten konnte. Andere Kinder malten, ich kritzelte alles
mit einer Art Geheimschrift voll, und war verwundert, dass andere sie nicht
lesen konnten. In der Schule war Deutsch mein Lieblingsfach. Ich führte
jahrelang Tagebuch, liebte das Briefeschreiben und schrieb auch kleine
Geschichten. Es gab aber auch Jahre, in denen ich kaum schrieb. Hatte einfach
keine Muse. Und leider muss ich gestehen, dass mir der Deutschunterricht die
Lust am Schreiben auch ziemlich genommen hatte. Zum Glück nicht dauerhaft.
Bookdealer
fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis
ist dein größter Kritiker?
Mein
größter Kritiker bin ich wohl selbst. Ich bin nie zufrieden. Oft ist es nur das
Gefühl, dass was nicht ganz rund ist. Dann bitte ich meine Lektorin Shirley und
meine Freundin Ingrid (liebe Grüße nach Bayern!) um ihre ehrliche Meinung und
gnadenlose Kritik. Beide bringen vieles auf den Punkt und inspirieren mich,
lassen mich die Dinge wieder klar sehen. Sie sorgen dafür, dass die Geschichte
rund wird, auch wenn ich manchmal denke, sie könnten ruhig noch kritischer
sein. Meine Familie bekommt meine Bücher erst zu lesen, wenn sie fertig sind
und ich einigermaßen zufrieden bin. Sie sollen ja gespannt auf die Geschichte
sein.
Bookdealer
fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem
Schreiben?
Nicht wirklich. Ich arbeite viel
und habe deshalb nur wenig Zeit zum Schreiben. Die muss ich möglichst effektiv
nutzen. Da ist kein Platz für Rituale. Aber wenn ich die Zeit habe, hilft es
mir erst mal ein wenig zu lesen, um in diese ‚Geschichtenstimmung‘ zu kommen.
Bookdealer
fragt: Hast
Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach
so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Grundsätzlich ist da erst eine
zündende Idee für eine Geschichte, die mich dazu treibt, den Stift in die Hand
zu nehmen. Ich habe dann auch ziemlich bald meine Protagonisten vor Augen. Bei
„Katzenalarm“ allerdings waren es meine 4 Miezen, die mich inspiriert haben.
Ich hatte unzählige kleine Szenen aus unserem Alltag über die Jahre hinweg
notiert und gesammelt. Aber es war keine Idee für eine fesselnde Geschichte
vorhanden. Erst als ich diese kleine Idee hat, die alles ins Rollen brachte (4
Katzen suchen einen Mann für ihre Menschin), musste ich mich in
Sekundenschnelle an den Laptop setzen und beginnen daran zu schreiben. Ich habe
übrigens keine einzige meiner gesammelten Notizen darin verwendet.
Leider lege ich viel zu wenig
Wert auf gute Namen. Daran werde ich noch arbeiten. In der Regel heißen meine
Protagonisten so, wie es mir gerade in den Sinn kommt. Meist fällt mir später
(während der 2475648 Überarbeitungen) nichts Besseres ein und so heißen sie am
Ende immer noch so wie in den Entwürfen.
Bookdealer
fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck
bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Das ist ziemlich einfach: Vom
Winde verweht von Margaret Mitchell ist so ziemlich das einzige Buch, von dem
ich mich niemals freiwillig trennen werde und das ich schon mehrfach gelesen
habe. Es hat mir aus verschiedenen Gründen durch eine schwere Zeit geholfen.
Ich liebe es und finde es unbeschreiblich eindrucksvoll in vielerlei Hinsicht.
Bookdealer
fragt: Könntest du dir auch vorstellen mit einem
anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?
Ja. Es sollte aber jemand sein,
der schreibtechnisch ähnlich tickt wie ich und der ein dickes Fell hat. Ich bin
nicht zimperlich mit Kritik und kann es auch nicht brauchen, wenn jemand nur Lob
hudelt.
Bookdealer
fragt: Wird es noch einen Fortsetzungsroman zu
„Katzenalarm“ geben? Oder noch mal so in der Art ein Buch mit den 4 Fellnasen?
Ich habe Ideen für zwei
Fortsetzungen, bezweifle aber, dass ich zwei weitere Musketier-Bücher schreiben
werde. Es ist schwierig Bücher, die so stark auf die kätzischen
Verhaltensweisen wie Katzenalarm ausgelegt sind, in mehreren Fortsetzungen
originell zu halten, ohne sich permanent zu wiederholen. Vielleicht packe ich
die Ideen zusammen in eine Fortsetzung und gut. Aber zunächst werde ich den
Folgeband zu den Seelenträgern fertigstellen. Der soll dieses Jahr noch
erscheinen und ist ein wenig aufwendiger, als mein Miezenwerk.
Bookdealer
fragt: Warst du sehr aufgeregt als du
das erste Video von dir auf Youtube online gestellt hast? Und wer hat dich
inspiriert selber Videos zu drehen?
Jaaaaaaaa, ich war enorm
aufgeregt. Ich glaube, das hat man auch gemerkt J Ich wusste bis dahin nichts von Videos bei YouTube zu Büchern. Damals
bin ich über eine Googlesuche auf ein Rezi-Video von Gwen (TheBookLook)
gestoßen und war total baff, dass es tatsächlich Leute gab, die Videos zu
Büchern drehen. Ich war total begeistert davon und habe bestimmt zwei Wochen
nur noch Book-Tuber-Videos geschaut. Am tollsten fand ich die Videos von
CocuriRuby und BuchlingJanine. Inzwischen sind natürlich sehr viel mehr Book-Tuber
auf meine Lieblingsliste gewandert. Ich fand die Idee so toll und hatte so viel
Spaß beim Zuschauen, dass ich selbst das Drehen von Buchvideos probieren
wollte. Und es macht riesig Spaß!
Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es
geschrieben ist & du es dann frisch gedruckt in den Händen halten kannst)
Für Katzenalarm sind vom ersten Satz bis zur Veröffentlichung genau
vier Monate vergangen. Der erste Band der „Seelenträger-Chroniken“ ist etwa
auch in einem Zeitraum von vier Monaten entstanden. Dann läuft wieder Monate
lang gar nichts bei mir. Die zündende Idee ist immer der ausschlaggebende
Faktor. Schlägt sie bei mir ein, muss ich jede freie Minute schreiben. Außerdem
habe ich das Glück, dass meine Lektorin und meine Testleser schnell arbeiten.
Andersfalls wäre es natürlich nicht möglich, in so kurzer Zeit - neben einer
Ganztagsstelle - ein komplettes Buch fertigzustellen.
Bookdealer
fragt: Wenn du privat Bücher
liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest
du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Zugegeben lese ich mehr Ebooks
als gedruckte Bücher. Vorwiegend aus platztechnischen Gründen, aber inzwischen
auch, weil ich die Praktikabilität eines Ebook-Readers lieben gelernt habe.
Ich liebe Thriller und Krimis.
Das sind wohl noch immer die von mir meist gelesenen Genres. Phasenweise lese
ich sehr gern Urban-Fantasy, Jugend-Fantasy, Endzeit, Dystopien und zur Zeit
sogar ein wenig Horror (meist mit Zombies).
Womit man mich jagen kann, ist
High-Fantasy. Dafür kann ich mich einfach nicht begeistern.
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