Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Christian hat bereits früher einige
Bücher veröffentlicht und als ausgesprochene Thrillerfans haben wir im Urlaub die
Thriller unserer Lieblingsautoren verschlungen. Wir haben uns auch immer im
Urlaub Geschichten erzählt und diese bis zum Ende ausgefeilt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis wir
selbst begonnen haben, eine Story zu entwickeln. Daraus ist dann unser erster Tony
Braun-Thriller entstanden. Das wir hauptberuflich schreiben, war eigentlich nie
geplant, sondern hat sich so ergeben.
Wer in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis sind die größter
Kritiker?
Die Mutter von Barbara
ist eine passionierte Thrillerleserin und daher manchmal auch sehr kritisch.
Haben Sie irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder
schreiben Sie einfach
drauf los?
Vor jedem neuen Buch
stimmen wir uns Ping-Pong spielend ein und reden dabei über verschiedene
Buchideen. Schließlich bleiben wir bei einer Idee hängen und ein Wort ergibt
das andere. Das ist dann verbales Ping-Pong.
Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seit Sie schreiben?
Unser Leben hat sich
völlig verändert, denn wir haben unsere Werbeagentur verkauft und leben jetzt
ausschließlich vom Schreiben.
Haben Sie zuerst die Geschichte oder die
Charaktere im Kopf? Und bekommen
die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung
hinter?
Welcher der Charaktere ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen
und welchen mögen Sie überhaupt nicht?
Tony Braun mögen wir
natürlich sehr gerne. Auch Kemal vom Anatolu Grill ist uns mit seinen
philosophischen Sprüchen ans Herz gewachsen. Bei den Rattenkindern ist uns
Bernhard Frey, der Mann der ermordeten Amelie total auf die Nerven gegangen und
natürlich auch sein Schwiegervater, der Banker.
Beschreiben Sie uns doch einmal das Gefühl, welches Sie
hatten, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde. (Als Indie-Autor & dann
noch als Verlagsautor)
Als Indie-Autor war es
ein tolles Erlebnis, als unser erster Thriller „Töten ist ganz einfach“ in die
Top Hundert bei Amazon gelangte. Als Verlagsautor zählt natürlich das gedruckte
Buch endlich in den Händen zu halten zu einem der schönsten Gefühle.
Vom Indie-Autor zum Verlagsautor. Erzählen Sie den Lesern,
die Sie noch nicht kennen, Ihre Erfolgsgeschichte.
Die Tony Braun-Serie und auch unsere anderen Thriller waren sehr
erfolgreich und schafften es immer auf Platz eins der Amazon-Bestsellerliste im
Kindle Shop. So wurden schließlich Buchverlage auf uns aufmerksam. Bastei Lübbe
hat uns den Vorschlag gemacht, einen neuen Tony Braun-Thriller in ihrem Verlag
zu publizieren. Uns hat das positive und innovative Auftreten des Verlags und
des dahinter stehenden Teams überzeugt und deshalb haben wir zugesagt.
Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Ihnen
hinterlassen und ist aus Ihrem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Die Bücher von Thomas
Bernhard haben auf Christian einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Barbara ist
von dem Roman „Der Englische Patient“ begeistert und beide lieben wir den
„Leopard“ von Jo Nesbø.
Wer hatte die Idee zu der Geschichte „Rattenkinder“? Erzählen
Sie uns ein wenig darüber.
Wir haben beide die
Idee gehabt und jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Christian hat das
Roma-Ghetto, das es wirklich gegeben hat, und die Geschichte von Tara eingebracht.
Von Barbara stammen die Ideen zu Viktor Maly und die Rattenschädel. Aus diesen
Elementen haben wir dann die „Rattenkinder“ entwickelt.
Wenn Sie privat Bücher lesen, lesen Sie dann richtige Bücher
(Print) oder lieber ebooks und welche Genre lesen Sie am liebsten und welches
Genre mögen Sie überhaupt nicht?
Das ist ganz
unterschiedlich. Wir lesen sowohl eBooks als auch gedruckte Bücher. Am liebsten
lesen wir natürlich Thriller. Chicklit-Romane und Komödien sind für uns ein absolutes
No-Go.
Was gehört für Sie zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Seit wir schreiben,
gibt es für uns leider fast keine gemütlichen Leseabende mehr. Das schaffen wir
nur noch im Urlaub. Dazu gehört natürlich Ruhe und die haben wir nur, wenn wir
mal nicht an unsere Thriller denken.
Welche Buchverfilmung haben Sie zuletzt gesehen oder schauen
Sie sich so was nicht an? (Zeitgründe etc.)
Die letzte
Buchverfilmung, die wir in Palma gesehen haben, war „Gone Girl“. In Wien haben
wir jetzt gerade „Carol“ von Patricia Highsmith gesehen – ganz großes Kino.
Wie wichtig ist Ihnen der persönliche Kontakt zu Ihren Lesern?
Der Kontakt zu unseren
Lesern und Fans ist das Allerwichtigste. Denn sie sind es ja, die uns zu dem
gemacht haben, was wir jetzt sind. Dafür sind wir ihnen immer dankbar.
Haben Sie einen besonderen Herzenswunsch, den Sie sich noch
erfüllen möchten?
Einen kleinen Wunsch
haben wir natürlich. Tony Braun sollte ins Fernsehen kommen, er hätte als
unkonventioneller Bulle das richtige Charisma für eine TV-Serie. Ansonsten
wünschen wir uns nur Glück und Gesundheit.
Vielen herzlichen Dank an B.C. Schiller,
dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Auch wir sagen vielen Dank für die interessanten Fragen und
wünschen Ihnen ein tolles Jahr 2016.
























