Autorin: Colleen Hoover
- Spieldauer : 10 Stunden und 29 Minuten
- Geschrieben von : Katarina Ganslandt -
- Gesprochen von : Marlene Rauch
- Erscheinungstermin : 13. Januar 2026
- Herausgeber : Hörbuch Hamburg
- ASIN : B0G1SX8CBF
- Version : Ungekürzte Ausgabe
- Format : Hörbuch
Inhalt laut Amazon: Der Shitstorm um die Verfilmung ihres Romans stürzte Bestsellerautorin Petra Rose in eine Schreibkrise. Sie hat erlebt, wie es sich anfühlt, wenn sich das Internet gegen einen wendet. Nur mithilfe ihrer Kollegin Nora findet sie allmählich zur Normalität zurück: Sie geht wieder live online und mietet eine abgelegene Hütte am See, um endlich ihren nächsten Thriller zu schreiben.
Dann taucht er plötzlich auf.Nathaniel, ein Detective, berichtet von einem verstörenden Ereignis in unmittelbarer Nähe. Er ist das Ebenbild des Cops in ihrem Roman – und heizt Petras Kreativität unerwartet an. Nie hat sie sich lebendiger gefühlt, als wenn er sie berührt. Doch das Spiel, auf das sie sich einlässt, ist gefährlich und bedroht ihre Existenz …
Meine Meinung: Ich hatte mir von Woman Down deutlich mehr erhofft, vor allem, weil die Ausgangsidee eigentlich spannend klingt. Eine Autorin im Shitstorm, eine Schreibkrise, Isolation am See, das hätte psychologisch dicht und unangenehm gut werden können. Leider bleibt das Hörbuch für mich genau das Gegenteil: vorhersehbar, überladen und emotional erstaunlich flach.
Was mich am meisten gestört hat, waren die Charaktere. Petra als Hauptfigur sollte komplex und verletzlich sein, wirkt aber über weite Strecken widersprüchlich und passiv. Ihre innere Krise wird ständig behauptet, aber selten wirklich spürbar gemacht. Statt Tiefe gibt es Wiederholungen derselben Gedankenschleifen. Und Nathaniel? Die Idee, dass er dem Cop aus Petras Roman gleicht, ist interessant, aber seine Figur bleibt klischeehaft, fast wie eine Fantasieprojektion ohne echtes Eigenleben. Die Dynamik zwischen ihm und Petra soll gefährlich knistern, fühlt sich für mich aber eher konstruiert als bedrohlich an. Nora bleibt leider weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Als Kollegin und emotionale Stütze hätte sie ein starkes Gegengewicht für Petra sein können.
Positiv fand ich allerdings einen kleinen Teil: Die Grundidee rund um Online-Hass, öffentliche Demontage und kreative Selbstzweifel hat mich angesprochen. In einzelnen Momenten blitzt auch auf, was dieser Stoff hätte sein können. Weiter positiv fand ich noch die Atmosphäre in der abgelegenen Hütte am See. Diese Isolation, das Gefühl von Rückzug und gleichzeitiger Bedrohung, funktioniert stellenweise sehr gut.
Als Hörbuch punktet Woman Down zudem mit einer klaren, gut hörbaren Sprache. Ich konnte der Geschichte problemlos folgen, auch in ruhigeren Momenten.
Fazit: Insgesamt bleibt Woman Down für mich solide, aber nicht durchgehend überzeugend, ein Hörbuch, das eher beschäftigt als begeistert.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden!
ACHTUNG Kommentare werden moderiert und müssen erst freigeschaltet werden!