Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!
Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen
Autorin: Gaea Schoeters
- Herausgeber : btb Verlag
- Erscheinungstermin : 13. August 2025
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 256 Seiten
- ISBN-10 : 3442775248
- ISBN-13 : 978-3442775248
- Originaltitel : Trofee
- Abmessungen : 11.9 x 1.9 x 18.8 cm
Inhalt laut Amazon: Hunter White, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an und damit die Chance, die »Big Five« vollzumachen. Hunter reist nach Afrika, doch dort wird sein Vorhaben jäh von Wilderern durchkreuzt. Er sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den »Big Six« gehört habe. Ersatzweise könne er ihm eine andere Trophäe zum Abschuss anbieten ... Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt.
Meine Meinung: Als ich vor kurzem Trophäe von Gaea Schoeters aufschlug, war ich darauf gefasst, einen Roman über Großwildjagd zu lesen. Was ich daraufhin bekam, war doch weit mehr als gedacht. Ein Text, der mich gleichzeitig faszinierte und auch abstieß.
Hunter White, ein steinreicher amerikanischer Jäger, ist mir von Anfang an nicht sympathisch gewesen – ein Mann, der mit Stolz seine „Big Five“-Trophäen vorzeigen kann und nun das letzte fehlende Stück, ein Nashorn, ins Visier nimmt. Dann plötzlich dieser ominöse Hinweis auf die „Big Six“. Ich ahnte dann schon, dass es nicht mehr um Tiere gehen wird, aber was dann kommt, hat mich nachhaltig verstört. Was dann kommt, ist wirklich so scharf inszeniert, dass ich stellenweise meinen Blick vom Buch lösen musste, um durchzuatmen. PUH!
Afrika wird in diesem Roman nicht als das Afrika beschrieben wie aus Reisebroschüren. Es "riecht" förmlich nach Staub und Blut, sowie nach feuchter Erde und Verwesung. Das ist der Autorin gut gelungen. Die Jagdszenen alleine sind unübertroffen sehr gut geschildert worden.
Der Schreibstil Schoeters gespickt mit kurzen und klaren Sätzen. Die Dialoge sind recht knapp gehalten.
Fazit: Am Ende blieb ich mit einer Mischung aus Beklemmung, Respekt und Nachdenklichkeit zurück. Trophäe ist kein Buch, das man „einfach so“ liest und dann ins Regal stellt und genau deshalb werde ich es nicht vergessen.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden!
ACHTUNG Kommentare werden moderiert und müssen erst freigeschaltet werden!