Mittwoch, 4. Dezember 2024

[KurzMeinung*] Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

 

Diese Rezension  basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag  zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!

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Autor: Kai Meyer

  • Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC; 1. Edition (4. November 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 528 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426293595
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426293591
  • Abmessungen ‏ : ‎ 15.1 x 4.35 x 21.9 cm

Inhalt laut Amazon: Baltikum, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Tiefer Schnee und endlose Wälder schneiden ein Herrenhaus von der Welt ab. Hierher reist die junge Lektorin Paula Engel aus Leipzig, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand einzusehen. Paula und ihr Verlobter Jonathan begegnen einem faszinierenden Exzentriker, der ein dunkles Mysterium wahrt.

Leipzig, 1933. Im legendären Graphischen Viertel rettet der von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey einem Mädchen das Leben. Bei ihrem Abschied flüstert sie »Sie weinen alle im Keller ohne Treppe«. In der nächsten Nacht liegt sie ermordet neben einem toten Polizisten. Auf der Spur des Mörders kämpft Cornelius sich zurück in seinen alten Beruf und stößt auf ein Netz aus Okkultisten und Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern. In welcher Verbindung standen sie zu Paula und Jonathan, die vor zwanzig Jahren spurlos im Baltikum verschwanden?

Meine Meinung: Ich habe den Roman Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer mit sehr gemischten Gefühlen gelesen und beendet. Auf der einen Seite bietet der Roman eine faszinierende Mischung aus historischem Kriminalroman und auch einer recht düsterer bibliophiler Schauergeschichte, aber wiederum andererseits hatte ich dann stellenweise das Gefühl, dass das Potenzial dieser Kombination nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Der Autor K. Meyer versteht es sehr gut, die sozialen und kulturellen Spannungen der Zeit in seine Geschichte gekonnt zu verweben.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre, die der Autor K. Meyer hier schafft. Schon nach den ersten Seiten war ich fasziniert von dem mystischen und auch leicht düsteren Setting.

Die Krimihandlung selbst ist spannend, aber nicht unbedingt überraschend. Es gibt einige Wendungen, die mich überrascht haben. Ich habe es sehr gemocht in die Vergangenheit, der Jahre 1913 und 1933 zurückzureisen und hiermit dann auch alles über den grafischen Bezirk zu erfahren. Das hat mir gut gefallen.

Leider hatte ich etwas Probleme mit dem Tempo der Geschichte. Während der Anfang noch ganz vielversprechend war, zog sich der Mittelteil für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Manche Szenen fühlten sich daher etwas überflüssig an, und die Spannung, die mich anfangs so gefesselt hatte, flachte zeitweise ab.

Wir erleben hier als Leser zwei Handlungsstränge . Der erste Strang aus dem Jahr 1913, in dem eine junge Lektorin  Paula Engel  aus dem recht eisigen Livland versucht, einen damaligen bekannten Autor davon zu überzeugen, sein neues Buch bei ihr zu veröffentlichen. Dann befinden wir uns im Jahr 1933 mit  Cornelius Frey, einem ehemaligen Kriminalbeamten. Er wurde zurück in den Dienst berufen und soll neue Mordfälle aufklären.

Die Figur des Kommissars Cornelius Frey konnte mich jedoch nicht völlig überzeugen. Er ist ohne Zweifel ein vielschichtiger Charakter: ein Mann, der zwischen Pflichtbewusstsein und persönlicher Obsession schwankt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten, eine tiefere emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen.

Fazit: Das Haus der Bücher und Schatten“ hat viele starke Momente, vor allem in Bezug auf Atmosphäre und Ideenreichtum. Für mich war es von daher ein solides Leseerlebnis, das jedoch für mich durch die Längen im Mittelteil und die Distanz zu den Charakteren ein wenig Potenzial verschenkt hat.

Meine Bewertung: 

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