Guten morgen,
Lang lang ist es her, das ich eine Kolumne für euch dabei hatte, die letzte wurde im Dezember 2023 veröffentlich. Schande auf mein Haupt. Manchmal steckt hier einfach der Wurm fest.
Für diese heutige Kolumne war ich auch länger beschäftigt, als geplant, ich habe mich mit ein paar Büchermenschen darüber ausgetauscht.
Das heutige Thema über das ich mit euch sprechen möchte: "Wie beeinflussen E-Books, Hörbücher und digitale Medien die Art und Weise, wie wir lesen und Bücher erleben?"
Ich erinnere mich noch sehr genau an die gute "alte Zeit" zurück, als das Rascheln von Buchseiten und der Duft frisch gedruckter Bücher für mich untrennbar mit dem Leseerlebnis verbunden waren. Die Stunden, die ich in Buchhandlungen verbracht habe, auf der Suche nach neuen Schätzen, die ich mit nach Hause nehmen und in meinem Regal aufreihen konnte. Doch dann kam "plötzlich" die digitale Revolution, und mit ihr eine ganz neue Art, Bücher zu erleben.
E-Books waren für mich auch irgendwann dann der erste Schritt in eine neue Welt. Anfangs doch sehr skeptisch, hielt ich irgendwann mein erstes E-Book-Lesegerät in den Händen. Die Vorteile lagen auf der Hand: eine ganze Bibliothek auf einem kleinen, leichten Gerät, das ich überall hin mitnehmen konnte. Doch genau hier begann mein Problem. Diese Leichtigkeit nahm dem Lesen das "gewisse Etwas". Ein echtes Buch hat einfach ein bestimmtes Gewicht sowie eine gewisse Präsenz. Ich vermisse hier ganz klar das Gefühl, bei ebooks durch die Seiten zu blättern und daran zu schnuppern, die Fortschritte beim Lesen sichtbar zu sehen und die Buchrücken nach dem lesen im Regal bewundern zu können. Ein E-Book hat für mich von daher leider so gar keine eigene Geschichte, keine Spuren von vorherigen Lesern, keine vergilbten Seiten, die die Zeit überdauert haben.
Dann kamen die Hörbücher dazu. Eine Offenbarung für jemanden wie mich, der gerne in der Natur unterwegs ist. Doch auch hier stellte sich für mich ganz schnell eine große Ernüchterung ein. Das passive Hören erfordert dann doch eine ganz andere Art der Konzentration als das aktive Lesen. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie meine Gedanken manchmal abschweifen und ich somit ganze Passagen verpasse. Hörbücher machen das Lesen zu einer Art Hintergrundrauschen, das nur nebenbei lief, während ich dann auch anderen Tätigkeiten nachging.
Digitale Medien haben, um wieder auf den Punkt zu kommen, wie ich finde, ganz zweifellos die Art und Weise verändert, wie wir lesen und auch Bücher erleben. Die Zugänglichkeit von Büchern hat sich zwar enorm verbessert, wie ich persönlich finde. Ein Klick hier und da, und schon ist das gewünschte Buch auf dem Gerät. Dies hat nicht nur das gesamte Kaufverhalten verändert, sondern auch die Art und Weise, wie wir lesen, oder? Doch ich habe auch etwas gelernt, dass hier die Form des Lesens ihre ganz eigenen Vorzüge und Herausforderungen mit sich bringt? Die physische Präsenz eines Buches, das ich persönlich in meinen Händen halte, bleibt für mich ganz persönlich ganz einfach unschlagbar, wenn ich wirklich in eine Geschichte eintauchen möchte. Das Hören eines Buches hingegen ermöglicht es mir dann, Geschichten in Momenten zu genießen, in denen ich sonst nicht zum Lesen gekommen wäre.
Fazit dieser Kolumne: Bücher sind für mich mehr als nur Geschichten. Sie sind ganze Erlebnisse, sowie Erinnerungen und auch Begleiter durch ganz verschiedene Lebensphasen. Und das ist etwas, das kein Bildschirm oder Kopfhörer jemals ersetzen kann, aber am Ende sollte jeder für sich selbst entscheiden, was er lieber mag, das gedruckt, das digital oder sogar das akustisch – das Wichtigste bleibt weiterhin bestehen, nämlich, dass die Geschichten weiterleben und uns berühren, egal in welcher Form wir sie erleben.

Hallo Sheena,
AntwortenLöschenja auf jeden Fall beeinflußen diese Art von Büchern bzw Medien wie wir lesen. Denke ich, denn noch nie ist man so schnell an Büchern gekommen wie E-Books.
Man kann halt immer und überall lesen ohne zu warten.
Mehr gibt es später darüber in meine Kolumne :-)
Liebe Grüße
Anja
ja da sagst du auf jeden Fall was
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