Neues Jahr, neues Interview =)
Ich habe mich virtuell mit der zauberhaften Rosita Hoppe zusammen gesetzt und was dabei raus kam, könnt ihr nun selber lesen:
Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Nachdem mir von etwa 12 Jahren vieles im Kopf herumschwirrte,
was ich nicht los wurde, erzählte ich zufällig meiner damaligen
Physiotherapeutin davon. Sie riet mir, es doch alles mal aufzuschreiben und
erzählte, sie hätte einen Bekannten, der Krimis veröffentliche.
Ich nahm ihren Ratschlag tatsächlich an und beschritt mit
ersten Aufzeichnungen einen neuen Lebensweg, der mein Leben bestimmt.
Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und
Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Mein Mann, der mit meinem Schreiben leider so gar nichts am
Hut hat.
Schreibtechnisch meine Töchter, aber sie lesen erst, wenn das
Buch schon veröffentlicht ist.
Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem
Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Wenn du meine tägliche Arbeit meinst, dann muss ich gestehen,
dass ich zwischendurch meistens Schokolade brauche.
Wenn ich ein Projekt neu beginne, entwickele ich zuerst ein
Arbeitsexposé und die Charaktere, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben
beginne.
Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert,
seit du schreibst?
Ganz viel hat sich geändert – denn Schreiben ist zu meinem
Hauptberuf geworden. Ich durfte in den vergangenen Jahren so viele wunderbare
Kollegen, Verlage, Blogger und Leser kennenlernen –sei es persönlich, sei es
durch Fb. Diese Kontakte bereichern mein Leben, inspirieren mich und ich möchte
das nicht missen.
Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder
die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen
oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Mal so, mal so würde ich sagen. Es kommt vor, dass mir jemand – noch
ohne Namen – im Kopf herumspukt, mir über die Schulter schaut und mir ins Ohr
flüstert, ich solle doch endlich mal seine oder ihre Geschichte aufschreiben.
Dann kommen mir Orte, Begebenheiten in den Sinn, um die ich eine
Geschichte webe.
Bei der Namenswahl kommen mir manchmal spontan die „richtigen“ Namen in
den Kopf, manchmal überlege ich lange, welcher Name passen könnte und ändere
ihn auch manchmal während des Schreibens. Das ist mir bisher aber nur bei
Nebencharakteren passiert, die Namen der Hauptpersonen stehen eigentlich immer
vorher fest und mit jedem einzelnen bin ich glücklich und finde, dass er
wunderbar passt.
Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen
Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr
wegzudenken?
Die Bücher von Susan E. Philips, Carly Phillips, Nicolas
Sparks und Danielle Steel haben mir schon gefallen, bevor ich mit dem Schreiben
begann. Als ich anfing, wünschte ich mir, so schreiben zu können wie sie. Aber
natürlich entwickelt man einen eigenen Stil.
Inzwischen „bevölkern“ viele deutsche AutorenkollegInnen
meine Bücherregale. Kein einziges der wundervollen Bücher ist aus meinen
Regalen wegzudenken.
Bookdealer fragt: Könntest du dir auch vorstellen mit einem
anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Das wäre sicher eine interessante Erfahrung.
Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders
ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
All meine Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, sogar die
bösen mag ich.
Aber einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen wird immer
Viktor aus „Wenn es Liebe wird“ haben. Er ist ein sexy Typ, finde ich. Aber er
hat so schwer an der Schuld, die er sich zuschreibt, zu tragen, dass man ihn
andauernd tröstend in die Arme nehmen will.
Bookdealer fragt: Wie ist es zu der Entstehung von Küsse am Meer gekommen?
Bei Küsse am Meer war es zuerst die Insel Amrum, die für mich
als Handlungsort feststand. Schon seit ich vor Jahren eine Kurzgeschichte
schrieb, die auf Amrum spielt (zu lesen übrigens in Zuckersüße Küsse) stand für
mich fest, eines Tages einen Roman zu schreiben, der auf einer für mich
schönsten Inseln spielt. Ich bin sehr glücklich, dass ich es realisieren
konnte.
Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch
(bis es fertig geschrieben ist) ?
Bei Wenn es Liebe wird hat es zwei Jahre gedauert, bis ich es
endlich in die Welt, sprich an verschiedene Agenturen schickte. Allerdings
schrieb ich zu der Zeit noch nicht so viele Stunden am Tag, wie ich es heute mache.
An Küsse am Meer arbeitete ich ein Jahr.
An Kurzromanen (so um die 100 Seiten), die ich unter
verschiedenen Namen veröffentliche, schreibe ich etwa 2 Monate – mal weniger,
mal etwas mehr.
Bookdealer fragt: Wie ist es denn dazu gekommen, dass du auch
Erotikromane unter anderem Namen schreibst und was reizt dich daran besonders?
Ich habe die Liebesszenen in all meinen Romanen schon immer
gern etwas ausführlicher geschrieben. Vor einigen Jahren verfasste ich einige
erotische Kurzgeschichten, die zum Teil auch veröffentlicht wurden. Allerdings
stand das Genre Erotik nicht im Vordergrund. Inzwischen, seit ich beim Klarant
Verlag untergekommen bin und sie mich fragten, ob ich mir vorstellen könne,
erotische Kurzromane zu verfassen, hat sich das geändert. Ich schreibe seit
Monaten nur noch Erotik und ich muss feststellen, dass die E-books sehr gut
laufen.
Niemals hätte ich gedacht, jemals Verträge zu bekommen, ohne
dass ein Projekt besteht – im Bereich Erotik geschieht es tatsächlich. Ich
bekomme Verträge, ohne dass ich eine Idee für die jeweilige Geschichte habe.
Ein Luxus, der hoffentlich noch lange anhalten wird.
Bookdealer fragt: In welchem Genre könntest du dir noch
vorstellen, Bücher zu schreiben?
Liebesromane, Frauenromane und Erotische Romane sind genau
mein Genre. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, in einem weiteren Genre zu
arbeiten.
Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann
richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und
welches Genre magst du überhaupt nicht?
Ich lese sowohl E-books wie auch Prints. Es gibt Bücher, die
muss ich einfach im Bücherregal stehen haben. Sei es, weil ich die Autoren
kenne und schätze, oder auch, weil mich ein Roman ganz besonders anspricht.
E-books sind eine gute und günstige Alternative, die außerdem nicht viel Platz
brauchen.
Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen
Leseabend dazu?
Ein gutes Buch, eine kuschelige Decke, vielleicht ein Tee und
im Winter gern ein loderndes Kaminfeuer. Ich Sommer lese ich sehr gern draußen
im Garten.
Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt
gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Da muss ich überlegen – ich glaube, das war „Ziemlich beste
Freunde“.
Wenn ich ein Buch kenne, frage ich mich jedes Mal, ob mich
der Film dazu nicht vielleicht enttäuschen würde. Im umgekehrten Fall, wenn ich
zuerst den Film sehe, der mir gefällt, dann möchte ich meistens auch das Buch
dazu lesen.
Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse
(Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest
du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Im vergangenen Oktober war ich zum ersten Mal in Frankfurt.
Drei Tage voller Wahnsinnseindrücke, die ich nicht missen möchte. In Leipzig
war ich noch nicht, noch steht leider nicht fest, ob ich es in diesem Jahr
schaffe. Es hängen einige private Dinge, die noch in der Schwebe sind, davon
ab. Aber ich hoffe sehr, dass es noch klappt.
Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt
zu deinen Lesern?
Der persönliche Kontakt ist mir sehr wichtig, sei es durch
Leserunden, Kommentare in Büchergruppen.
Bookdealer fragt: Gibt es irgendwas, dass dich am
Buchgeschäft stört?
Ja, leider. Mich stört die Geiz ist geil-Mentalität. Zum
Beispiel bei E-books, die sowieso schon viel günstiger angeboten werden, als
das vergleichbare Taschenbuch – obwohl die Arbeit an dem Buch für den Autor
dieselbe ist. Aber E-books, die nicht „fast“ verschenkt werden, werden oft
nicht beachtet. Außerdem kann ein kleinerer Verlag Printbücher nicht so
preiswert drucken lassen, wie die ganz großen und leider liegen diese Bücher
ganz selten in den Buchhandlungen.
Ein ganz großes Problem sind außerdem die Piratenseiten, wo
tausende Bücher kostenlos illegal heruntergeladen werden können. Da kommt mir die Galle hoch und ich bin, wie
viele meiner Kolleginnen sehr traurig, dass es etliche Leute gibt, die unsere
Arbeit dermaßen mit Füßen treten.
Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen,
oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du
unbedingt mal treffen möchtest?
Ja, unbedingt. Leider sind hier im Umkreis nicht so viele
Lesungen, manchmal passt auch der Termin nicht, obwohl ein toller Autor/Autorin
in der Nähe lesen.
Ich freue mich immer ganz besonders auf die DeLiA-Tage, die
in diesem Jahr übrigens am letzten Wochenende in Sulzbach/Saarland stattfinden
werden. Da kommen Liebesromanautorinnen zusammen, es finden jede Menge Lesungen
statt. Immer wieder ein Highlight
Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch
den du dir noch erfüllen möchtest ?
Ich möchte noch lange gesund bleiben, tolle Ideen haben, die
sich mit wunderbaren Verlagen verwirklichen lassen.
Mein Herzenswunsch ist es natürlich auch, dass viele Leser
meine Bücher lieben werden.
Vielen
herzlichen Dank liebe Rosita, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das
„kleine“ Interview zu geben.
Ich habe mich zu
bedanken, liebe Verena. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, deine Fragen zu
beantworten.

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