Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Sobald ich lesen konnte, verschlang
ich Abenteuerbücher und Pferderomane. Irgendwann kam mir die Idee, selbst eine
Geschichte zu schreiben. Einfälle dazu hatte ich genug. Wenn ich abends im Bett
lag und nicht schlafen konnte, habe ich mir Geschichten ausgedacht und sie am
nächsten Tag aufgeschrieben. So nahm
alles seinen Lauf.
Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und
Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Meine Schwägerin
Sigrid.
Bookdealer fragt: Hast Du
irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?
Eine Tasse Tee und
Kekse neben meinen Laptop stellen, um zwischendurch Energie zu tanken.
Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die
Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre
Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Das ist verschieden. Manchmal sehe ich eine Person irgendwo, zu
der mir eine Geschichte einfällt und „verwende“ diese Person dann in meinem
Roman als Protagonist/in. Oft ist es
aber auch so, dass mir zuerst ein Name einfällt und zu diesem Namen suche ich
dann ein Gesicht. Wenn Name und Gesicht nicht zusammenpassen, kann ich mich
nicht in die Geschichte hineinversetzen.
Z.B. bei Liebe aus Versehen schoss mir plötzlich der Name Lauren durch
den Kopf. Kurz darauf sah ich ein Mädchen mit langen roten Locken, grünen Augen
und Sommersprossen. Das war Lauren. Bei
Ein Kick zu viel brauchte ich etwas länger, um Olive ein Gesicht zu geben.
Anfangs hatte sie kurze schwarze Haare und leuchtend blaue Augen. Während des
Schreibens merkte ich aber, dass das „nicht passt“. So bekam Olive längere
blonde Haare. Manchmal orientiere ich mich auch an den Freunden meiner Söhne
oder an meinen Söhnen selbst. Ben, Laurens Ex, z.B. mit seiner tief sitzenden
Hose und der verkehrt herum getragenen Schildkappe … für ihn stand sozusagen
mein jüngerer Sohn Model.
Bookdealer fragt: Welches Buch
hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem
Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Katie Dale – Die andere Tochter.
Bookdealer fragt: Könntest du
dir auch vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?
Teilweise ja. Z.B. mein
neuer (2014 erscheinender) Jugendroman -
Liebe im Sommerregen – wird mit flotten,
zum Inhalt passenden Gedichten von Christina Stöger „aufgepeppt“. Aber einen kompletten Roman mit einem anderen
Autor zu „teilen“, kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und
Schreibstile, ich glaube, da käme nur ein Kuddelmuddel heraus.
Bookdealer fragt: Die Buchcover
zu „Liebe Sex und andere Katastrophen“ und "Ein Chaos namens Liebe"
sind ja sehr schön gestaltet, hast du da Mitspracherecht gehabt oder hast du es
selber gestaltet?
Ja, ich
durfte bei der Covergestaltung mitentscheiden
Bookdealer fragt: War es schwer einen Verlag für deine
Bücher zu finden?
Es ist
allgemein sehr schwierig, einen Verlag zu finden, da der Buchmarkt überschwemmt
wird von neuen Autoren. Da trudeln täglich unzählige Manuskripte bei Verlagen
ein und wollen gelesen werden. Ich hatte
das große Glück, dass meine Manuskripte bei der ersten Anfrage von den Verlagen
angenommen wurden.
Bookdealer fragt: Wie lange
brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist ) ?
Das ist auch völlig
verschieden. Je nachdem wie und wann ich Zeit habe, zu schreiben. Für Liebe Sex
& andere Katastrophen habe ich insgesamt etwa sechs Monate gebraucht. Es
ist ja so, dass die Rohfassung einer Geschichte ziemlich schnell fertig ist. Danach
lasse ich die Manuskripte immer ein oder zwei Monate unangetastet, bearbeite
sie nochmal und lege sie nochmal für ein paar Wochen beiseite. Dann fliege ich
nochmal drüber, bis ich zufrieden bin. Erst dann ist alles fertig. Bei kürzeren
Geschichten geht alles schneller. Bei einem Roman dauert es schon mal etwa ein
Jahr, inklusive Bearbeitungen, bis ich mir selbst das Okay gebe, wie z.B. bei
Ein Chaos namens Liebe.
Bookdealer fragt: Wenn du
privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und
welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Nur ein echtes Buch ist für mich ein
richtiges Buch . Die sehen auch besser aus im Bücherregal als diese flachen
Dinger. Ich lese gerne Jugendromane, Thriller und Krimis. Fantasy, SciFi,
Horror, Vampir- und reine Liebesromane mag ich gar nicht lesen.
Bookdealer fragt: Warst du
schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine
in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Leider hatte ich
bisher noch nicht die Möglichkeit, eine Buchmesse zu besuchen, aber ich habe es
mir für nächstes Jahr ganz fest
vorgenommen
Bookdealer fragt: Wie wichtig
ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr wichtig. Es ist immer toll, mich
mit meinen Lesern zu unterhalten und ihre Fragen zu beantworten.
Bookdealer fragt: Was hältst du
von den Blogtouren die im Moment so beliebt sind? Sprich, wenn Blogger, Autoren
& deren Bücher bekannter machen.
Das finde ich total klasse. Ein riesengroßes
Dankeschön an alle Blogger, die ihre Seiten so liebevoll gestalten und
unbekannten Autoren die Chance geben, ihre Werke zu präsentieren.
Bookdealer fragt: Hast du noch
einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?
Nach Taiwan reisen, um meine Freunde dort wiederzusehen … und um
Zhou Yu Min mal persönlich zu treffen
Vielen herzlichen Dank, liebe Anna, dass du
dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Ich danke dir, es hat mir großen Spaß gemacht, mit dir zu
plaudern.

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