Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!
Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen

Autorin: Antonia Wesseling
- Herausgeber : Knaur TB
- Erscheinungstermin : 2. Juni 2025
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 432 Seiten
- ISBN-10 : 3426560240
- ISBN-13 : 978-3426560242
Inhalt laut Amazon: Lola freut sich sehr, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch nicht mehr wiederzuerkennen. Sie wird unzuverlässig und verstrickt sich in Lügen. Die Lage spitzt sich zu, als Vivian nach einem Streit mit Lola wie vom Erdboden verschwindet. Für Lola ist klar: Hier stimmt etwas nicht!
Das fürchtet auch Elias, Vivians Halbbruder. Weil die Polizei in der Sache nichts unternehmen kann, beschließen Lola und er, Vivian auf eigene Faust zu helfen. Während sich die beiden bei ihrer Suche immer näherkommen, ahnen sie nicht, welche Grenzen Vivian für die vermeintliche Liebe längst überschritten hat …
Meine Meinung: Selten hat mich ein Roman so intensiv gepackt wie „Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich“. Antonia Wesseling schreibt hier mit einer emotionalen Wucht, die absolut unter die Haut geht – ehrlich, erschütternd und dabei zutiefst menschlich.
Die Spannung steigert sich subtil, aber gnadenlos – bis man als Leser selbst kaum noch Luft holen kann. Was als angebliche Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich dann nach kurzer Zeit zu einem packenden Psychodrama, das tief unter die Oberfläche geht.
Autorin Antonia Wesseling gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, den „Loverboy“-Mechanismus – also emotionale Manipulation, psychische Abhängigkeit und Kontrolle – nicht nur literarisch eindrucksvoll, sondern auch erschreckend realistisch zu schildern. Dass Zivilcourage, Freundschaft und Liebe im besten Sinne etwas bewegen können, fand ich hier sehr gut rübergebracht.
Besonders berührt hat mich dann auch noch die freundschaftliche Beziehung zwischen Lola und Elias: ihre Sorge um Vivie, ihr Mut, ihre wachsende Nähe – sie bieten zusammen Hoffnung inmitten der Dunkelheit. Die Charaktere wirken zum Teil so lebendig, so nah, dass man als Leser fast das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen. Lola ist loyal aber auch klug und mit einer inneren Stärke, die sich nicht aufdrängt, sondern leise, aber kraftvoll wirkt. Ihre Sorge um Vivian ist zutiefst berührend, und wie sie sich in dieses gefährliche Geflecht wagt, ohne zu zögern, zeigt echten Mut. Vivian ist eine Person die sich nach Nähe und Bedeutung sehnt und dabei an jemanden gerät, der es gekonnt für sich ausnutzt. Vivian steht für so viele junge Menschen, die aus Liebe in toxische Beziehungen geraten. Elias wiederum bringt seine ganz eigene Energie in die Geschichte mit ein.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und kraftvoll. Sie findet Worte für Dinge, über die viel zu selten gesprochen wird – und das mit einer literarischen Sensibilität, die beeindruckt.
Fazit: Ein absolut wichtiges, starkes und bewegendes Buch, das lange nachhallt.
Meine Bewertung: 