Autorin: Taylor Jenkins Reid
- Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 12. Edition (31. März 2022)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 464 Seiten
- ISBN-10 : 3548066739
- ISBN-13 : 978-3548066738
- Originaltitel : The Seven Husbands of Evelyn Hugo
- Abmessungen : 12 x 2.95 x 18.7 cm
Inhalt laut Amazon: Die einstige Hollywood-Filmikone Evelyn Hugo ist endlich bereit auszupacken und die Wahrheit über ihr schillerndes Leben und ihre skandalösen sieben Ehen zu erzählen. Sie fragt die Lokaljournalistin Monique Grant als Ghostwriterin an. Monique ist darüber mehr als erstaunt, schließlich hat sie seit Jahren keinen großen Artikel mehr geschrieben. Könnte das ihre Chance sein?
In ihrem luxuriösen Apartment über den Dächern Manhattans beginnt Evelyn Monique ihre Geschichte zu erzählen: vom Aufstieg in der Männerwelt Hollywoods, den goldenen Jahren der Filmbranche und einer geheimen großen Liebe, deren Scheitern der Preis für ihren Erfolg war. Als sich die Geschichte dem Ende nähert, begreift Monique schließlich, auf welch schmerzhafte Weise ihr Leben mit dem des Hollywoodstars verbunden ist ...
Meine Meinung: Ich hatte große Erwartungen an den Roman "Die sieben Männer der Evelyn Hugo", vor allem nach all den positiven Bewertungen, die ich gelesen habe. Doch leider konnte der Roman meine Erwartungen nur teilweise erfüllt.
Protagonistin Evelyn Hugo ist zweifellos eine sehr faszinierende Hauptfigur. Ihre Karriere in Hollywood, ihre ganz persönlichen Kämpfe um Anerkennung und Liebe und die Geheimnisse, die sie enthüllt, sind definitiv interessant und sorgten dann auch dafür, dass ich an einigen Stellen weiterlesen wollte. Der Autorin gelingt es, eine glamouröse, aber zugleich auch raue Realität dieser Ära einzufangen.
Dennoch gab es für mich auch große Schwächen, die den Lesegenuss für mich dann deutlich beeinträchtigt haben. Zunächst einmal waren es die Männer in Evelyns Leben, die ja im Titel und in der Handlung eine recht zentrale Rolle spielten, sie waren nicht so tiefgründig oder spannend, wie ich es mir aber erhofft hatte. Jeder Ehemann wird zwar kurz in einem Kapitel beschrieben, aber keiner von ihnen hat wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Sie fühlten sich für mich daher oft nur wie bloße Randfiguren an, die keine wirkliche emotionale Tiefe hatten. Das machte es schwer, die Bedeutung jeder Beziehung wirklich nachzuvollziehen.
Evelyns Aufstieg in der Hollywood-Welt und ihre Beziehungen waren zum größten Teil dann doch recht vorhersehbar und boten mir auch wenig Überraschung. Auch das Ende ließ mich etwas unzufrieden zurück – es wirkte auf mich irgendwie so erzwungen dramatisch, aber emotional nicht so berührend, wie es vermutlich gedacht war.
Der parallele Handlungsstrang mit Monique, der Journalistin, die Evelyn interviewt, wirkte für mich ebenfalls zu konstruiert. Ihr persönliches kleines Drama schien oft nur dazu da zu sein, um eine zusätzliche Ebene der Tragik zu schaffen und hatte daher aber wenig emotionalen Mehrwert für mich.
Die Dialoge in der Geschichte sind zum Teil auch lebendig, die Beschreibungen atmosphärisch, und man hatte als Leser stets das Gefühl, in die goldene Ära Hollywoods mit eintauchen zu können. Das Buch liest sich flüssig und einige Szenen waren durchaus spannend. Doch der erzählerische Stil allein konnte für mich die Schwächen in der Charakterentwicklung und Handlung nicht ausgleichen.
Fazit: "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" hat mich leider nicht so begeistern können, wie erhofft. Es ist ein gut geschriebenes Buch mit einer interessanten Hauptfigur, aber es fehlt mir einfach an emotionaler Tiefe und überraschenden Wendungen.


















