Die sympathische Autorin meldet sich exklusiv mit einem neuen Roman zurück, der offiziell am 18.Mai erscheinen soll. Ihr habt nun jetzt die Möglichkeit einen Blick auf das Cover zu erhaschen und ein paar Seiten lesen zu dürfen. Lehnt euch entspannt zurück:
Ähnlichkeiten
mit lebenden Personen und Orten sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
»Erkennst du Mr. Right, wenn er vor dir steht?«
Emmas Leben läuft völlig aus dem Ruder. Nach der Trennung
von einem peniblen Perfektionisten stürzt sie sich mit Begeisterung ins
Singleleben. Aber wann ist ein Mann der Richtige? Sie ist sich bei keinem
sicher, aber alleine bleiben will sie auch nicht.
Zu allem Überfluss muss die junge Frau nicht nur ihre
Frustpfunde auf den Hüften loswerden,
sondern in erster Linie das Vertrauen die Männerwelt und -
vor allen Dingen - in sich selbst wiedererlangen. Doch das starke Geschlecht
macht es Emma nicht leicht. Tritt es doch in Form von diversen Schönlingen auf,
als steife Vorgesetzte im Büro oder als herzlose Automechaniker.
Wie
gut, dass es beste Freundinnen gibt.
Schlamassel begins
So, dann war ich also nun Single. Irgendwie toll. Oder doch
nicht?
Hätte mir vor ein paar Wochen jemand erzählt, dass ich mich
schon bald als Einspänner in einer Ein-Raum-Wohnung wiederfinden würde, hätte
ich gesagt, er soll schaukeln gehen. Ich war ziemlich gut im Selbst in die
Tasche lügen, das musste ich mir lassen.
Tja, also vor ziemlich genau sechs Wochen hatte das
Schicksal am Rad gedreht und den Zeiger auf folgende Karte gerichtet: Sie
benötigen in absehbarer Zeit ziemlich dringend eine beste Freundin.
Zum Glück hatte ich zu diesem Zeitpunkt Lynn an meiner
Seite. Und das ausgerechnet am Great Barrier Reef. Toller Ort,
Schicksal. Schön weit weg, damit sich der Schlamassel auch richtig lohnt. Wie
gesagt, vor sechs Wochen fing es an.
Und das kam so:
Lynn hatte sich in Ermangelung eines männlichen Gegenstücks
kurzerhand entschlossen, mich und meinen Freund Hagen auf unserer Urlaubsreise
nach Australien zu begleiten. Wenn schon Single, dann wenigstens in Australien,
hatte sie gesagt. Und das war gut so, aber das wusste ich da noch nicht.
Wenig später glänzten unsere blassen Körper ölig unter der
Sonne Australiens und vor uns lag das Meer sowie herrliche zwei Wochen
Regeneration für unsere alltagsgebeutelten Synapsen.
Was ich in drei Jahren Beziehung mit diesem
perfektionistischen Selbstdarsteller erfolgreich unter meinen Hirnrindenteppich
gekehrt hatte, war, dass ich eigentlich todunglücklich mit ihm war. Nur wollte
das nicht in meinen Kopf rein. Schließlich war er faszinierende einunddreißig
Jahre alt, somit um Lichtjahre
erfahrener als ich, und stand mit beiden Beinen überaus erfolgreich im
Berufsleben. Ich zählte am Beginn unserer Leidenszeit naive einundzwanzig Lenze
und er hatte mich mit weltmännischem Charme und selbstsicherem Gehabe
eingefangen wie eine dümmlich summende Schmeißfliege, die bereit war, sich auf
jedes Leberwurstbrot zu stürzen, das mit einem Paprikastreifen garniert war.
Nach drei Monaten mit unbeholfenem
»Wird-schon-besser-werden-Sex« wagte ich den Schritt in eine gemeinsame
Zukunft. Mit Kaffee und Köfferchen zog ich bei ihm ein. Das kann schnell gehen,
wenn man fast nichts hat. Hagen erschien mir zu dieser Zeit das vollendete
Abbild eines Mannes. Einer, der in seinen vier Wänden freiwillig und peinlichst
genau Ordnung hielt. Jedes Ding in seiner loftähnlichen und lichtdurchfluteten
Wohnung hatte seinen fest zugewiesenen Platz und die Staubkörnchen hielten sich
aus reinem Respekt fern. Was für ein Mann! Er hatte mich mitsamt meinem nicht
vorhandenen Schutzreflex im Handumdrehen erobert. War er doch nicht nur
gutaussehend, sondern darüber hinaus beruflich erfolgreich, gewandt und mit
eloquentem Humor gesegnet. Zumindest hielt ich sein selbstgefälliges Getue und
sein Lachen über die eigenen Witze damals für eloquenten Humor.
In seiner Dreizimmerwohnung mit Parkettboden, Wohnküche und
einer Terrasse mit Waldblick fühlte ich mich sofort zu Hause und wurde ein Fan
spartanischer, aber erlesen möblierter Einrichtung. Ein weißes Designersofa aus
feinstem Leder stand neben einem antiken Louis-Phillipe-Schrank, hier und da
reckte ein Bonsai-Bäumchen seine sorgfältig beschnittenen Zweige anmutig
Richtung Sonne. Die Wände imponierten in ungeschmücktem Weiß und auf dem
Parkettboden sorgte ein wertvoller Gabeh in zartem Apfelgrün für anheimelnde
Atmosphäre. Wenn das nicht ein Volltreffer gewesen war! Ich hatte mich verliebt
bis über beide Ohren und den Rand meiner rosaroten Brille hinaus. Einen so
großartigen, gebildeten und erfolgreichen Mann konnte ich nicht verdient haben,
oder?
Hagen, der Großherzige, verstand es mit nachtwandlerischer
Sicherheit, meine Zweifel zu jeder Gelegenheit zu unterstützen und zu schüren.
Unter seinem kritischen Blick erblühten sie zu einer handfesten Profilneurose.
Damals verfiel ich regelmäßig in rosarote Träumereien: Wenn
wir eines Tages heiraten würden, dann wäre ich Frau Emma Berlund! Nicht mehr gewöhnlich
und schmucklos Emma Weber. Allein der Gedanke lockte wie Erdbeeren mit
Dosenmilch und Zucker nach drei Stunden Ziehenlassen im Kühlschrank. Emma
Berlund mit Waldblickterrasse. Toll!
Leonardos Zeichen 1.
Neuanfang
Leonardos Zeichen 2. Olivenküsschen
Leonardos Zeichen 3. Herzenszeichen
Das liegt am Wetter
Kaffee ist alle
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Das klingt doch wohl sehr vielversprechend oder? Ich hoffe ich konnte euch damit etwas anfixen? Das Cover ist auch absolut klasse und in wunderbaren leuchtenden Frühlingsfarben gehalten. Also merkt euch den 18.5