***Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, welches mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, diese enthält aber meine eigene und freie Meinung!
Dieser Beitrag ist nach § 6 TMG als Werbung zu kennzeichnen
Autorin: Ursula Poznanski
- Herausgeber : Knaur HC
- Erscheinungstermin : 2. Februar 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 400 Seiten
- ISBN-10 : 3426568128
- ISBN-13 : 978-3426568125
Inhalt laut Amazon: Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …
Meine Meinung: Ich habe „Das Signal“ atemlos gelesen – und dieses Buch hat mich restlos gepackt. Dieses Buch hat mich nicht einfach unterhalten, es hat mich eingesperrt. Gemeinsam mit Viola. In diesem Haus. In dieser Unsicherheit. In diesem ständigen Zweifeln an allem und jedem.
Die Idee, dass ein winziger GPS-Tracker Antworten liefern soll und stattdessen immer neue Abgründe öffnet, ist echt klasse. Jede neue Ortung fühlt sich an wie ein Schritt näher an die Wahrheit … und gleichzeitig wie ein Schritt tiefer in den Wahnsinn. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich die Daten mit Viola „analysiert“ habe – nur um Sekunden später alles wieder infrage zu stellen.
Viola ist keine klassische Heldin, sondern erschreckend echt: verletzlich, klug, misstrauisch – und zunehmend isoliert. Ihr Handicap ist kein bloßes Merkmal, sondern prägt jede Szene, jede Entscheidung. Ich habe ihr jede Angst und jede Wut geglaubt. Adam wiederum ist fürsorglich und liebevoll – und gerade deshalb so beunruhigend. Selbst Nebenfiguren tragen zu dieser permanenten Spannung bei, weil jede Begegnung einen schalen Nachgeschmack hinterlässt.
Und dann diese digitalen Twists. Ursula Poznanski versteht es wie kaum jemand, moderne Technik nicht als Gimmick, sondern als Herzstück einzusetzen.
Ich habe bis zuletzt gezittert, ob ich es hier mit Paranoia oder mit echter Gefahr zu tun habe. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, zwischen den Zeilen lauert etwas, das sich erst viel später vollständig zeigt. Toll fand ich, wie die Autorin Violas Innenleben einfängt: Zweifel, Misstrauen und Angst schleichen sich langsam ein, ganz leise – und übernehmen irgendwann die Kontrolle. Dieser Stil zwingt mich als Leserin, aufmerksam zu bleiben, mitzudenken und mich selbst zu hinterfragen.
Fazit: Dieser Thriller funktioniert nicht nur während des Lesens, sondern lange darüber hinaus. Ich habe das Buch nicht verschlungen, ich habe es durchlitten – im besten Sinne. Ich empfehle das Buch allen, die Thriller mögen und nicht direkt von Action überrollt werden möchten.
























