Autor: Arno Strobel
- Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 2. Edition (30. August 2023)
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 352 Seiten
- ISBN-10 : 3596708028
- ISBN-13 : 978-3596708024
- Abmessungen : 13.7 x 3.01 x 21.5 cm
Inhalt laut Amazon: Evelyn Jancke ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand. Es gibt kein Lebenszeichen von ihm, die Ermittlungen wurden eingestellt.
Allein ihre Arbeit als forensische Psychologin hält Evelyn aufrecht, vor allem, als die Oldenburger Polizei um ihre Mithilfe bei einer Mordserie bittet. Im norddeutschen Raum tötet ein Unbekannter scheinbar wahllos Menschen auf Campingplätzen. Er kommt immer nachts und verschwindet unerkannt wieder. Bis es einen Zeugen gibt. Und daraufhin ein Phantombild.
Evelyn traut ihren Augen nicht, als sie es sieht. Und fasst einen verzweifelten Entschluss, der sie alles kosten könnte …
Meine Meinung: Die Geschichte beginnt sehr spannend und mitreißend, so das man direkt gefesselt wurde und dran bleiben wollte. Fabian und Isabell sind mit ihrem Wohnwagen in Frankreich unterwegs, als es plötzlich knallt. Ein Reh ist ihnen ins Auto gelaufen, sie haben einen Wildunfall. Wie aus den Nichts hält ein Abschleppwagen und auch, wenn die Kommunikation nicht recht klappen will, so ist ihre Notlage eindeutig. Was dann passiert, das überlasse ich eurer Fantasie oder ihr lest es selber nach.
Die Charakterentwicklung ist jedoch etwas flach und lässt den Leser mit wenig emotionalem Bezug zu den Protagonisten zurück. Evelyn Jancke war mir als forensische Psychologin recht unsympathisch. Sie ist leider nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian mit seiner Frau zusammen zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand.
Die Handlung nimmt einige unerwartete Wendungen, aber leider fehlte es mir an Tiefe und Komplexität, um mich vollständig zu fesseln. Der Autor versucht, psychologische Elemente einzuflechten, doch diese wirken manchmal erzwungen und könnten besser ausgearbeitet sein.
Wenn die Kapitel in Kursivschrift gehalten sind, erfahren wir Leser dann auch einiges aus der Sicht des Täters, ohne daraus aber größere Rückschlüsse ziehen zu können.
Die Sprache ist klar und einfach, was die Geschichte für den Leser dann leicht zugänglich macht. Allerdings fehlte mir persönlich ein gewisser Schreibstil, der die Atmosphäre eines Thrillers verstärkt. Die Spannungsbögen könnten straffer sein, um den Leser stärker an die Geschichte zu binden. Das Ende war auch eher ok, ich hatte da persönlich mehr erwartet. Arno Strobel hat hier leider nicht das volle Potential ausgeschöpft, das man hätte ausschöpfen können.
Fazit: "Der Trip" von Arno Strobel entpuppte sich für mich als solider, aber durchschnittlicher Thriller. Die Geschichte beginnt vielversprechend , konnte aber meine Erwartungen nicht zu 100% erfüllen.





















