Nach langer langer Zeit gibt es heute für euch ein neues Interview zu lesen und zwar hat sich die liebe Pia Roman zu mir aufs virtuelle Sofa gesetzt.
Sheena fragt: Wie bist du denn zum Schreiben
gekommen?
Eigentlich habe ich schon immer geschrieben. Und das
Geschriebene danach wieder vergessen. 2013 fing ich dann an und habe mir
ernsthafte Gedanken gemacht. Versuch es einfach. Und ich habe mich nicht getraut.
Ich wusste damals nicht, dass es so etwas wie Selfpublishing gibt. DAS habe ich
2014 erfahren und zwar, als ich von einer lieben Autorenkollegin erfahren habe,
dass sie gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hat. Neugierig, wie ich bin,
habe ich sie natürlich sofort angeschrieben und wurde aufgeklärt. Übrigens war
ich gerade in Oberbayern in Kur. Ich hatte meinen Laptop mit. Und begann mit
dem Schreiben. Allerdings unter anderem Namen. Ja, mich gibt es zweimal.
Pia Roman entstand durch einen längeren Gedanken.
Hauptsächlich veröffentliche ich erotische Liebesromane mit ein bisschen Drama
und auch mal Dinge, die sich die Gesellschaft nicht immer wünscht. Jetzt wollte
ich aber mal etwas humorvolles und kitschiges mit reinbringen. Unter Pia Roman
bekommt ihr es.
Sheena fragt: Wer in
deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis sind die größter Kritiker?
Definitiv meine Schwester. Ich will schon immer mal die
Stunden aufschreiben, die wir telefonieren. Wir telefonieren mindestens einmal
die Woche, manchmal zweimal und dann kommt das auch auf zwischen zwei – drei
Stunden. Was Namen und auch das Cover angeht, ist es mein Mann.
Sheena fragt: Hast du
irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Früher brauchte ich immer Musik dabei. Heute weniger. Wenn
ich morgens aufstehe und eine annehmbare Menge Koffein intus habe und die Uhr
zehn schlägt, wird das Schreibprogramm geöffnet. Ich schreibe dann bis zum
Nachmittag. Wichtig sind mir dabei helles Licht, Duftkerzen und Kaffee.
Sheena fragt: Was hat
sich in deinem Leben verändert, seid du schreibst?
Eigentlich alles und nichts. Ich lebe immer noch so, wie ich
es vorher getan habe. Es gibt nur einen kleinen (und doch großen) Unterschied.
Mittlerweile weiß ich, dass Träume erreichbar sind. Man muss sich trauen und
sein Leben selbst in die Hand nehmen.
Sheena fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf?
Und bekommen die Charaktere
"einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Mal so – mal so. Meistens ist es jedoch die Idee. Dann kreiere ich
Figuren, finde vielleicht sogar schon den Titel und brauche eine Vorstellung
für das Cover.
Was die Namen angeht, … nein, da steckt keine besondere Bedeutung
hinter. Oft hilft mir mein Mann mit der Namenswahl, aber sie müssen dann schon
irgendwie passen. Es kam auch schon mal vor, dass ich mitten in der Geschichte
feststellte, dass ich mit einem Namen unglücklich war. Ich musste ihn ändern.
Sheena fragt: Welcher
der ganzen Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du
überhaupt nicht?
Das ist schwierig. Wenn ich nur eine Option zur Auswahl
hätte, wäre es definitiv Sam von meinem anderen Pseudonym. Unter Pia habe ich
bisher nur ein Buch veröffentlicht und das nächste wird gerade noch ausgefeilt.
Da wir hier aber von Scheiss auf
Klischees sprechen, ist es dann wohl Michelle, … auch, wenn sie einen mit
ihrem kleinen Tick wohl manchmal leicht in den Wahnsinn treiben kann. Ihre beste Freundin Lisa … na ja, ich fand es
ziemlich unsensibel, dass sie Michelle einfach auf einer Dating Plattform
angemeldet hat. Aber immerhin – nein, das verrate ich nicht. Will ja nicht
spoilern. ;)
Sheena fragt: Welches
Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem
Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Einige. Als erstes ist es eins von Susanna Ernst. Ich habe damals Deine
Seele in mir gelesen und Rotz und Wasser geheult. Danach habe ich lange
nachgedacht und seitdem bin ich überzeugt, dass unsere Seelen weiterleben
werden. Durch dieses Buch habe ich übrigens mein erstes Pseudonym gefunden.
Amy. So hieß die Protagonistin.
Außerdem gibt es da noch eine Buchreihe. Evermore. Der erste Teil konnte mich nicht so ganz überzeugen, aber
da ich wieder einmal zu voreilig war und mir direkt die komplette Reihe gekauft
habe, wollte diese natürlich gelesen werden. Nach der Zeit war ich unheimlich
von dem Antagonisten begeistert und dann starb er. Wie konnte das passieren?
Ich war sowas von sauer und hab das sogar meinen Mann spüren lassen. Danach hat
mir die Reihe nicht mehr so viel Spaß gemacht. Tja, und nun könnt ihr mal
raten, wie ich auf den Namen Pia Roman gekommen bin. J (Pia
heißt übrigens meine Tochter)
Sheena fragt: Wie ist
die Idee zu „Scheiß auf Klischees“ entstanden?
Ich hatte eine längere Zwangspause, da ich gesundheitlich
nicht ganz so fit war. Drei Monate habe ich nichts geschrieben. Glaubt mir, das
war furchtbar. Und danach kam ich nicht mehr richtig rein. Drei Versuche habe
ich gebraucht. Immer wieder ärgerte ich mich. Zu viel Klischee. Geht gar nicht.
Wieder landete ein angefangenes Manuskript in den Papierkorb. Ich dachte nach.
Genau. Scheiss auf Klischees. Dann machst du genau das. Eine Frau, die sich nicht verlieben kann, weil
sie alles, was einem Klischee nahekommt, misstraut. Vor allem, wenn es ein
gutaussehender Mann ist.
Und es fühlte sich auf einmal richtig an.
Sheena fragt: Wenn du privat
Bücher liest, liest du dann richtige Bücher (Print) oder lieber Ebooks und
welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Mal so, mal so. Anfangs habe ich lieber ein Print gelesen.
Ich habe lange gebraucht, um mich mit einem E-Reader anzufreunden. Mittlerweile
lese ich sogar lieber ein E-Book, vor allem dann, wenn das Buch mehrere hundert
Seiten hat.
Ich lese so ziemlich gemischt. Es darf gerne ein Liebesroman
sein. Ich liebe Bad Boy Geschichten. Und
ich lese total gerne Fantasy und auch mal Dystopien. Meistens wechselt sich das
ab. Wenn mir mal danach ist, lese ich auch gerne Thriller und hin und wieder
Horror. Von Dan Wells gefiel mir die Serienkiller Reihe sehr gut.
Gar nicht? Humor, Historisches und Gay. Ich habe alles davon
versucht, aber festgestellt, dass diese absolut nicht in mein Beuteschema
passen.
Sheena fragt: Was gehört
für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Schwaches Licht und was zum Naschen. Und eine Decke. Das ist
alles, was ich brauche. Ich habe eine riesige Couch, da ist es eigentlich immer
gemütlich. Außer, wenn sich meine Katze breitmacht.
Sheena fragt: Welche
Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
(Zeitgründe ect.)
Na klar gucke ich mir das an. Zuletzt habe ich City of Bones – Chroniken der Unterwelt
gesehen. Dreimal nacheinander. Ich LIEBE diesen Film. Das Buch habe ich hier,
aber noch nicht gelesen. Ich habe da wirklich Schiss vor. Es könnte immerhin
sein, dass ich den Film anschließend nicht mehr vergöttere.
Sheena fragt: Wie
wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Sehr wichtig! Ich finde es sehr schade, dass Facebook so sehr
an die Reichweite rumschraubt. Deswegen bin ich immer froh, wenn ich manche
Leser privat auf Facebook habe und wir so im Kontakt sein können.
Sheena fragt: Hast du noch
einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest?
Einige, aber die bleiben mein Geheimnis. ;)
Vielen herzlichen Dank an Pia Roma, dass
du dir die Zeit genommen haben, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Ich danke dir!