Sonntag, 5. April 2015
Samstag, 4. April 2015
[TAG] Social Media Book
Das ganze habe ich auf Youtube gefunden bei der lieben MelodyOfBooks und ich nehme ihn für meinen Blog gerne mit und jeder darf sich getaggt fühlen der Hierzu Lust hat.
Die Fragen:
Twitter: Dein liebstes kurzes Buch
Das wäre dann "La kölsche Vita" von Gaby Köster & Co mit 120 Seiten
Facebook: Ein Buch, bei dem alle gesagt haben, dass du es lesen musst
Die Tribute von Panem (natürlich habe ich es nicht gelesen)
Tumblr: Ein Buch, das du gelesen hast, bevor es gehyprt wurde
Ehrlich gesagt, da habe ich leider keines =(
Myspace: Ein Buch, bei dem du nicht mehr weißt, ob es dir gefällt oder nicht
Ich glaube das war die Mütter Mafia gewesen, das Hörbuch fand ich grausig gelesen von dir Mirja Boes, also musste das Buch noch her und jetzt weiß ich nicht mehr ob es mir gefallen hat oder nicht.
Instagram: Ein Buch, das so hübsch war, dass du es bei Instagram posten musstest
Das war das Buch "So lange am Himmel Sterne stehen" soo ein wunderschönes Cover
Youtube: Ein Buch, wo du dir wünscht, das es verfilmt wird
Oh da sollte unbedingt "Rachespiel" von Arno Strobel verfilmt werden
Goodreads: Ein Buch, das du jedem empfehlen würdest
Hmm ganz spontan "Männertaxi" von der lieben Kossi, denn ich finde, dieses Buch sollte jeder gelesen haben wer herzlich schmunzeln möchte.
Die Fragen:
Twitter: Dein liebstes kurzes Buch
Das wäre dann "La kölsche Vita" von Gaby Köster & Co mit 120 Seiten
Facebook: Ein Buch, bei dem alle gesagt haben, dass du es lesen musst
Die Tribute von Panem (natürlich habe ich es nicht gelesen)
Tumblr: Ein Buch, das du gelesen hast, bevor es gehyprt wurde
Ehrlich gesagt, da habe ich leider keines =(
Myspace: Ein Buch, bei dem du nicht mehr weißt, ob es dir gefällt oder nicht
Ich glaube das war die Mütter Mafia gewesen, das Hörbuch fand ich grausig gelesen von dir Mirja Boes, also musste das Buch noch her und jetzt weiß ich nicht mehr ob es mir gefallen hat oder nicht.
Instagram: Ein Buch, das so hübsch war, dass du es bei Instagram posten musstest
Das war das Buch "So lange am Himmel Sterne stehen" soo ein wunderschönes Cover
Youtube: Ein Buch, wo du dir wünscht, das es verfilmt wird
Oh da sollte unbedingt "Rachespiel" von Arno Strobel verfilmt werden
Goodreads: Ein Buch, das du jedem empfehlen würdest
Hmm ganz spontan "Männertaxi" von der lieben Kossi, denn ich finde, dieses Buch sollte jeder gelesen haben wer herzlich schmunzeln möchte.
Freitag, 3. April 2015
(FF) Deutscher Follow Friday
Weitere Infos gibts HIER:
Die Frage von heute: Mögt ihr es, wenn ein Autor sehr detailliert auf die Umgebung eingeht, oder findet ihr, dass es die Story bremst?
Also wenns zu langatmig ist dann ist es ultra nervig und auch wenns zu kurz ist und ich mir nichts vorstellen kann, dann ists auch nicht so dolle. Ein gesundes Mittelmaß ist da immer am besten.
[Hessisch Gebabbel] Rückblick auf den Monat März
Ich habe im März genau 11 Bücher geschafft mit 3365 Seiten und haben nun schon 37 Bücher in diesem Jahr gelesen.
01. Andrea Bielfeldt mit Remember-Winterzauber
02. Micaela Jary mit Das Haus am Alsterufer
03. Valentina Kramer mit Taghelle Nacht
04. Kari Lessir mit Wunschträume
05. Gaby Köster mit Die Chefin
06. Lilly Labord mit Kein Brautstrauß für Vampire
07. Anne Sonntag mit Eigentlich Liebe
08. Marie Matisek mit Liebe oder Watt?
09. Katja Piel mit Tod auf Ibiza
10. Dominik Seiberth mit Ein totes Leben
11. Ashley Bloom mit Darleen
Top Buch des Monats: Die Chefin
Flop buch des Monats: Das Vermächnis der Wölfe -Die Zähmung (abgebrochen)
Meine Bookdealereien vom Monat März:
Alle gekauft: Kein Ort ohne dich
Joyland
Auch Geister können küssen
Unheimliche Nähe
Panic
Schlusstakt
Hirngespenster
Reziexen: Ein totes Leben
Darlene
ebooks: Vampire Island
Sterne über Texas
Mallorca-Mütter, Männer, Katastrophen
Am 21. März feierte unserer Frankfurter Bücherrunde ihren ersten Geburtstag. Den Bericht dazu findet ihr HIER und am 28. März war ich mit zwei lieben Mädelz bei einer Signierstunde von Autorin Ivonne Keller und den Bericht findet ihr dann HIER.
Ansonsten wünsche ich euch wundervolle Ostertage und startet gut in den Monat April , lasst es euch gut gehen und bleibt mir gewogen
Donnerstag, 2. April 2015
[Autorenvorstellung] Marie Matisek
©Tanja Weber
Bitte stelle
dich doch den Lesern vor:
Ich bin
weiblich, so viel darf ich verraten - Pseudonym hin oder her. Außerdem
verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Und zwei Fellnasen :-) Seit 2010
schreibe ich Romane, mittlerweile ausschließlich und unter drei verschiedenen
Namen. Anfangs habe ich nebenher noch Drehbücher geschrieben. Das habe ich auch
sehr lange Zeit gemacht, bevor ich überhaupt nur daran dachte, Bücher zu
schreiben.
In meiner
ersten Berufstätigkeit war ich am Theater, als Dramaturgin. In beiden
vorherigen Berufen, also Theater und Fernsehen, habe ich viel über Schreiben
gelernt und auch wenn es nie mein Plan oder Traum war, ein Buch zu
veröffentlichen, glaube ich rückblickend, dass die ersten beiden Berufe nur
eine Übung für mein Leben als Schriftstellerin waren.
In meiner
Zeit, die ich nicht mit Schreiben oder meiner Familie verbringe, bin ich am
allerliebsten in der Natur. Ich laufe für mein Leben gern - nicht joggen,
sondern einfach gehen. Das ist auch wichtig für meine Inspiration - die besten
Ideen kommen beim Laufen. Dabei ist es egal, ob ich durch die Dünen, im Wald
oder am Mittelmeer laufe - schön muss es sein.
Bücher
schreiben bedeutet für mich:
Träumen,
lebendig sein, Reichtum. Letzteres nicht im materiellen Sinn, sondern im
übertragenen: je mehr ich schreibe, desto reicher an Geschichten werde ich. Mir
gehen die Ideen nie aus, sie vermehren sich eher. Ich tauche tief in die
Geschichten und Figuren ein, und wenn ich darüber schreibe, wie es ist, am
Strand entlang zu laufen, dann empfinde ich es in dem Moment so, als wäre ich
gerade wirklich an der Nordsee und spürte den körnigen Sand zwischen den Zehen,
röche die salzige Luft und hörte das Geräusch der Wellen, die sich am Strand
brechen.
Lesen bedeutet
für mich:
Eigentlich
fast das Gleiche. Wenn ein Buch gut ist, mich "einfängt", dann
empfinde ich es fast so wie bei meinen eigenen Geschichten. Lesen macht mich
glücklich, erfüllt mich. Allerdings geht es nicht so tief, als wenn ich
schreibe. Das Glück, sich selbst etwas ausgedacht zu haben, ist einfach
einzigartig. Und wenn ich auch noch andere damit erreichen kann - das ist das
Größte!
Welches Buch
wird demnächst erscheinen, erzähle kurz was dazu
Es heißt
"Und ewig singen die Krabben" und erscheint Anfang April. Auch wenn
der Titel sich anhört, als sei es der zweite meines ersten Romans - das täuscht!
Die Geschichte spielt allerdings wieder auf einer fiktiven Insel, dieses Mal
heißt sie Süderum. Dorthin verschlägt es den jungen Heini Hinrichsen, seines
Zeichens Tätowierer und Piercer. Eigentlich will er auf seiner Heimatinsel nur
kurz untertauchen, aber dann muss er das marode Bestattungsunternehmen seines
verstorbenes Vaters übernehmen. Und dass, obwohl er ein Leichen-Trauma hat!
Aber schließlich stellt er fest, dass die Insel, die er als Jugendlicher
verlassen hat, doch einige Annehmlichkeiten bietet...
Es ist wieder
eine skurrile und sehr witzige Geschichte. Allerdings nicht ohne Tiefgang, der
Tod spielt dieses Mal eine gar nicht so kleine Rolle.
Erzähle kurz
was zu deinem aktuellen Schreibprojekt (woran du gerade schreibst)
Ich schreibe
an meinem fünften Marie Matisek Roman. Was dieses Mal ganz neu ist: er wird
nicht an der Nordsee spielen! Aber immerhin: die Heldin ist Friesin. Es
verschlägt sie beruflich nach Südfrankreich. So schön es dort ist, sie vermisst
ihre windgepeitschte Heimat unendlich, bis... ja, klar: bis sie in Frankreich
ihr Herz verliert. Trotzdem ist es, wie immer bei Marie Matisek, keine reine
Liebesgeschichte. Es ist eher ein Schelmenroman, es geht um Parfum, und Betrug
und um nichts weniger als die Existenz!
Homepage oder
Blog / Facebook Seite:
Ich habe weder
einen Blog noch eine Homepage, man findet mich aber einfach bei Facebook unter:
https://www.facebook.com/MarieMatisek?ref=hl
Die Bücher:
Nackt unter
Krabben 2012, HC, TB, eBook, Hörbuch
Mutter bei die
Fische, 2013, HC, TB, eBook, Hörbuch
Alles Liebe
oder Watt, 2014, HC, TB, eBook, Hörbuch
Und ewig
singen die Krabben, 2015, HC, TB, eBook
Hier entstehen
meine Werke:
©Tanja Weber
Mittwoch, 1. April 2015
[Rezension] Rachespiel von Arno Strobel
Autor: Arno Strobel
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596196949
ISBN-13: 978-3596196944
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,2 x 19,2 cm
Inhalt laut Amazon: »Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …
Meine Meinung: Frank Geissler hat eines Tages einen sonderbaren Brief im Kasten. So ganz ohne Absender. Was soll das sein? Er fischt aus dem Umschlag einen Stick raus. Sehr komisch findet er das ganze schon, aber da die Neugier am Ende sieht steckt er den Stick an den Rechner und glaubt nun an einen schlechten scherz als er sieht, was passiert: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert. Frank kann den Mann retten, heißt es. Doch schon kurze Zeit findet er sich mit drei weiteren Spielern selber mitten im Spiel wieder. Jetzt heißt es kämpfe um dein Leben.
Einmal in den Händen, so konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, so gefangen war ich in der spannenden und Nervenaufreibenden Geschichte. Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen.
Der Autor konnte wieder erstklassig mit seinem spannenden, flüssigen Schreibstil und interessanten Figuren sehr gut punkten.
Vier Menschen die früher einmal befreundet waren und die ein dunkles Geheimnis miteinander teilen und schuld am Tod eines anderen sind.
Jetzt sind alle zusammen in einer Bunkeranlage gefangen und kämpfen ums nackte Überleben und sie müssen Aufgaben lösen, die ihnen gestellt werden.
doch wer steckt hinter all diesem Irrsinn? Wer will sich nach all den Jahren an ihnen rächen? Wer hat den schwur gebrochen und verraten? Misstrauisch machen sie sich in den Kampf. Jeder gegen jeden. Nur das eigene Leben und das der geliebten Familie zählt.
In Kursiver Schrift, erfährt der Leser auch, was damals wirklich passierte und warum Jens, Frank, Manuela und Thorsten dieses furchtbare Spiel der Rache nun spielen müssen.
Arno Strobel versteht es, Fährten zu legen und Hinweise zu geben und für Verwirrungen zu sorgen. Am Ende überrascht er uns mit einer unerwarteten und schockierenden Auflösung.
Fazit: Dieses Buch muss man einfach gelesen haben, wenn man auf den berühmten Nervenkitzel steht und ein paar schlaflose Nächte verbringen möchte. Dem Autor ist es sehr gut gelungen die Leser ganz nahe an die menschlichen Abgründe heranzuführen. Fesselnde Spannung pur, von der ersten bis zur letzten Seite. Ganz klar Empfehlung von meiner Seite.
Meine Bewertung:
Montag, 30. März 2015
Montagsfrage
Weitere Infos gibts beim Buchfresserchen
Glaubst du, du hast schonmal einer Buchfigur nachgeeifert?
Ja früher als Kind auf jeden Fall, ich wollte immer Anna von Schlotterstein sein (die kleine Schwester vom Vampir Rüdiger). Haben uns Umhänge nähen lassen und haben unser Unwesen getrieben. Hat immer sehr viel Spass gemacht.
wie ist das denn bei euch so?
Sonntag, 29. März 2015
Signierstunde mit Ivonne Keller im Hugendubel Frankfurt
Als ich auf der Facebookseite von der sympatischen Autorin Ivonne Keller von der Signierstunde am 28.3 im Frankfurter Hessen Center hörte war schnell klar, da bin ich dabei. Mit 2 Mädels (Ira & Dani) von der Frankfurter Bücherrunde traf ich mich dann um kurz vor 11.00 Uhr im Hugendubel wo das ganze dann statt finden sollte.
Autorin Ivonne Keller stand schon an ihrem Signiertisch und freute sich über unseren Besuch.
Sie erfüllte uns Foto und Signierwünsche und quasselte mit uns eine lange Zeit, was echt sehr toll war.
Außerdem erzählte sie uns kurz noch was zu ihrem neuen Roman "Lügentanz" der jetzt demnächst erscheinen wird und sie meinte auch, dass sie am 13. Mai im Hugendubel (Frankfurt Innenstadt) dann eine Lesung zu ihrem neuen Roman geben wird. Und natürlich werden wir uns diese Lesung nicht entgehen lassen, soviel steht fest.
Um kurz vor 12 Uhr verabschiedeten wir uns von Ivonne und stürmten dann die Sushibar. *yummi*
Danke liebe Ivonne für die schönen Momente gestern, es hat mich gefreut, dich einmal persönlich getroffen zu haben.
Autorin Ivonne Keller stand schon an ihrem Signiertisch und freute sich über unseren Besuch.
Sie erfüllte uns Foto und Signierwünsche und quasselte mit uns eine lange Zeit, was echt sehr toll war.
Außerdem erzählte sie uns kurz noch was zu ihrem neuen Roman "Lügentanz" der jetzt demnächst erscheinen wird und sie meinte auch, dass sie am 13. Mai im Hugendubel (Frankfurt Innenstadt) dann eine Lesung zu ihrem neuen Roman geben wird. Und natürlich werden wir uns diese Lesung nicht entgehen lassen, soviel steht fest.
Um kurz vor 12 Uhr verabschiedeten wir uns von Ivonne und stürmten dann die Sushibar. *yummi*
Danke liebe Ivonne für die schönen Momente gestern, es hat mich gefreut, dich einmal persönlich getroffen zu haben.
Samstag, 28. März 2015
[Lesedeal] Gefährliche Sehnsucht- Nachtahn 3 von Sandra Florean
Am 3. April erscheint der nun schon 3. Teil der Nachtahn Reihe von der lieben Sandra Florean und ihr bekommt jetzt die Möglichkeit einen Blick auf das Cover zu werfen und ihr dürft in den Text schnuppern:
»Signora Fitzgerald!«
Ein Mann um die vierzig kam mit lockeren Schritten, die erkennen ließen, dass er regelmäßig
joggte, den Gang auf uns zugelaufen. Seine Turnschuhe machten fast kein Geräusch auf dem karamellfarbenen Linoleumboden. »Tut mir leid, dass ich Ihnen hinterherrufe«, sagte er und hielt Louisa eine Hand hin. Eine Brise seines würzigen Aftershaves hüllte uns augenblicklich ein. »Franco Lutoni. Ich bin der Vater von Chiara, unsere Kinder …«
»Ich weiß«, unterbrach Louisa ihn. »Sagen Sie doch Louisa zu mir. Meinen Mann Dorian kennen Sie noch?«
Er nickte, und Louisa gab ihm die Hand. Kurz nur. Franco schien nichts zu bemerken. Meine Hand schüttelte er kräftig. Franco Lutoni war ein athletisch gebauter braun gebrannter Mann mit vollen dunklen Haaren, die an der Schläfe erste graue Schatten aufwiesen. Er blinzelte ein paar Mal mit seinen aufgeweckten, kleinen Augen. Es lag nicht an dem Zwielicht in dem Schulflur, sondern an Louisa, die ihn leicht mit ihrer Vampirmagie blendete.
Wie sich herausstellte, hatte sie doch etwas von Richards Blut in sich behalten. Nicht viel, aber das Blut war stark und verlieh ihr neue Kräfte. Mit Jaydens Hilfe hatte Louisa es geschafft, ihre Tarnfähigkeit zu trainieren, die ihr half, uns hier ein neues Leben aufzubauen. Nichts hatte ihr mehr am Herzen gelegen, als Zoe ein normales Leben zu ermöglichen. Sie hatte unermüdlich daran gearbeitet und es tatsächlich geschafft.
Nachdem wir Louisa, Zoe und Eric aus den Fängen meines verdorbenen Bruders befreit hatten, waren wir ein paar Jahre herumgereist. Unsere Tochter hatte von Anfang an heimlich mein Blut zu trinken bekommen. Es hatte sie nicht nur außergewöhnlich widerstandsfähig gemacht, was Kinderkrankheiten betraf, sondern ihr sogar ein wenig übernatürliche Fähigkeiten verliehen. Leider war sie auch unnatürlich schnell größer geworden, sodass wir nie lange an einem Ort bleiben konnten, ehe es jemandem auffiel. Nachdem ich das Blut abgesetzt hatte, verlangsamte sich ihre Entwicklung, und wir hatten uns eine längerfristige Bleibe gesucht.
Sie lag auf Sizilien, ein gutes Stück von der Großstadt Palermo entfernt auf dem Land, wo wir keine direkten Nachbarn hatten. Es war Louisas Wunsch, in ein wärmeres Klima überzusiedeln, und wer war ich, es ihr zu verwehren?
Nun hatten wir unseren ersten Elternabend in Zoes Schule hinter uns. Wie zur Einschulung hatten sich einige Köpfe nach uns umgedreht. Was sie sahen, war ein junges, glückliches Paar, das vielleicht ein bisschen mehr Geld für Garderobe ausgab als andere Eltern. Ich zumindest. Louisa hatte darauf bestanden, dass Zoe auf eine öffentliche Schule ging. Nicht auf eine dieser Privatschulen, wo nur verwöhnte reiche Gören hinkamen, wie sie es formulierte. Es wunderte mich, dass sie noch immer ein Problem damit hatte, dass wir wohlhabend waren.
Ich konnte mich gut daran erinnern, wie ich um sie hatte kämpfen müssen, damit sie überhaupt mit mir ausging. So sehr hatte sie mein Reichtum abgeschreckt.
Der Nachteil an dieser staatlichen Schule war, dass alle anderen eben nicht so vermögend waren und wir dadurch zwangsläufig auffielen. Etwas, worüber Louisa, obwohl sie immer versuchte, genau das zu vermeiden, nicht nachgedacht hatte. Die anderen Eltern waren gewöhnliche Leute. Das hatte ich überprüft. Wenn wir schon ein Leben unter ihnen führen wollten, wollte ich zumindest wissen, auf wen wir uns einließen. Da gab es Köche und Hausfrauen, Bauarbeiter und Fremdenführer, Imbissbesitzer und freischaffende Journalistinnen, Krankenschwestern und Carabinieri.
Nach Louisas erneutem Absturz nach unserer Rückkehr von Richards Burg und unserer Versöhnung waren wir sofort ins Sommerhaus gefahren. Und das war die richtige Entscheidung. Louisa kam zur Ruhe, entspannte sich. Vor allem öffnete sie sich endlich. Sie sprach sich mit Eric aus, dem ich beinahe das Herz herausgerissen hätte, als er mir eines Tages eine ohnmächtige Louisa nach Hause gebracht hatte. Es war Jaydens Vampirschnaps, der sie umgehauen hatte, als die drei wie so oft zusammen tanzen waren. Nun war sie ein Vampir und schaffte es dennoch, sich ins Koma zu trinken! Hatte ich nicht geahnt, dass Louisa auf ihre unberechenbare Weise auf die schrecklichen Erlebnisse reagieren würde?
Nachdem ich sie nicht gerade mitfühlend zur Rede gestellt hatte, ließ sie es endlich heraus. Wir alle halfen ihr, mit dem Erlebten klarzukommen. Es war ausgerechnet Jayden, der ihr Kraft gab. Ihm hatten wir es überhaupt erst zu verdanken, dass ich Louisa verwandeln musste. Doch das war Schnee von gestern. Er hatte sich als vertrauenswürdiges Mitglied unseres kleinen Familienbundes erwiesen. Ich hatte Louisa in diesen schwierigen Wochen oft mit ihm zusammensitzen sehen, durch ihr Schweigen verbunden.
Als ich Louisa kennenlernte, hatte sie eine schlimme Zeit hinter sich, nachdem sie von einem allzu aufdringlichen Verehrer überfallen worden war. Es war ihr, gottlob, nicht allzu viel passiert, aber die Erinnerung daran hatte sie gequält. Sie hatte sich in den Alkohol geflüchtet. Dass ich sie in diese düstere, gewalttätige Welt der Vampire gezogen hatte, machte es nicht besser. Ich hatte einige ihrer Abstürze miterleben dürfen. Etwas, worauf ich gern verzichtet hätte.
Seit ein paar Wochen hatten wir nun unser neues Domizil bezogen und alles verlief ruhig. Es war eine wundervolle Villa im alten römischen Stil, die Platz für uns alle bot. Jayden, Eric, die Klette, und mein guter Freund Michael waren noch immer bei uns und würden es auch bleiben. Ich hatte die Villa aufwendig umbauen, Spezialglas und natürlich die obligatorischen Sicherheitsmaßnahmen installieren lassen. Es waren mehrere Wohneinheiten eingerichtet mit verriegelbaren Zwischentüren, damit sich jeder zurückziehen konnte. Außerdem hatte ich das Kellerverlies mit Betthöhlen ausgestattet. Dennoch hielten wir uns meistens alle im geräumigen Wohn- und Esszimmer im Erdgeschoss auf. Wir hatten einen Pool draußen und einen Jacuzzi drinnen. Das Haus lag in einer Bucht mit kleinem Strand direkt am Mittelmeer. Es war traumhaft.
Zoe unterrichteten wir auf unseren Reisen gemeinsam. Jeder von uns hatte mehrere Jahrzehnte, oder wie ich Jahrhunderte, hinter sich, in denen sich zwangsläufig einiges Wissen angehäuft hatte. Sie war ein kluges Kind und genoss jede Unterrichtsstunde. Das kam mit Sicherheit nicht von Eric, ihrem leiblicher Vater. Mein Spross Mary hatte ihn und meine Louisa vor langer Zeit in die Finger bekommen und sie gezwungen, miteinander zu schlafen. Eine Aktion, mit der sie mich hatte quälen wollen. Es war ihr gelungen, sie hatte sich jedoch nicht lange an meiner Qual ergötzen können.
Heraus kam Zoe Eternity, die ich mehr liebte, als ich ein eigenes Kind hätte lieben können. Sie war mein Sonnenschein, der mich immer wieder aufs Neue tief berührte. Da Louisa nicht unschuldig daran war, dass ihr leiblicher Vater nun ebenfalls ein Vampir war, und weil sich Eric während ihrer Gefangenschaft bei Richard aufopferungsvoll um die beiden gekümmert hatte, durfte er bleiben. Eine Entscheidung, die ich bereits manches Mal bereut hatte.
Eric hatte sich im Gegensatz zu Louisa und Zoe schwergetan, Italienisch zu lernen. Vokabeln pauken war einfach nichts für ihn. Er war eher von der tatkräftigen Sorte. Zum ersten Mal tat er mir ein bisschen leid. Jayden war teilweise in Italien aufgewachsen, als er noch sterblich war, und Michael und ich sprachen sowieso mehrere Sprachen. Wenn man alle Zeit der Welt hatte, fing man sogar an, freiwillig Vokabeln zu lernen. Das würde Eric auch noch begreifen. Im Moment verständigte er sich mit Händen und Füßen, was scheinbar funktionierte. Wie wir alle fühlte er sich hier wohl. Was bei ihm mit Sicherheit auch an den schönen italienischen Frauen lag.
Nachdem Jayden begonnen hatte, mit Zoe ihre Fähigkeiten zu trainieren, hatte ich aufgehört, ihr mein Blut zu geben. Sie war sechseinhalb Jahre alt. Aussehen und denken tat sie wie eine Elfjährige. Sie war schon fast so groß wie Louisa, hatte jedoch breitere Schultern. Genau wie Louisa schwamm sie gern. Das Schwimmen hatte sie fast von selbst gelernt. Außerdem schlug sie mittlerweile sogar Michael im Schach und hatte angefangen, Klavier zu spielen. Wofür ich mehr als dankbar war. Ihr erstes Instrument war eine Geige gewesen. Mir stellten sich die Nackenhaare auf bei der Erinnerung an ihre vielen vergeblichen Versuche, dem fürchterlichen Instrument harmonische Klänge zu entlocken.
Zoe hatte sich gut in die Klassengemeinschaft eingefunden, wie uns ihre Klassenlehrerin versicherte, und war ein beliebtes Kind. Keiner ahnte, dass sie mit Vampiren zusammenlebte. Für Zoe war es normal. Sie verriet sich nie. Nicht einmal aus Versehen. Ihre Fähigkeiten nutzte sie ebenfalls nie. Was das anging, war sie ein bisschen wie Louisa. Sie verdrängte es und wollte einfach Kind sein.
»Louisa«, sagte Franco Lutoni. »Meine Chiara und Ihre Tochter haben sich offenbar angefreundet.«
»Oh, wie schön«, erwiderte Louisa gerührt, obwohl sie das natürlich wusste. Zoe redete seit Tagen von nichts anderem. »Kommen Sie, Ihre Frau und Chiara uns doch mal besuchen, damit die beiden zusammen spielen und wir uns ein bisschen kennenlernen können.«
»Ich bin allein mit Chiara«, sagte Franco. »Ihre Mutter und ich haben uns getrennt.«
Er sah Louisa offen an, schien noch etwas sagen zu wollen, überlegte es sich aber anders und schwieg stirnrunzelnd. Louisa war nervös. Das war sie immer, wenn wir mit Sterblichen zu tun hatten. Wenn sie nervös war, verstärkten sich ihre Kräfte. Ich war mir nicht sicher, was Franco Lutoni sah, doch die Sterblichen reagierten immer ähnlich auf Louisa. Sie starrten sie umso mehr an und wirkten verwirrt. Nicht, weil sie ahnten, dass Louisa ein Vampir war, sondern weil meine hübsche Frau sie unwillentlich mit ihrem Blendwerk betörte.
»Dann kommen Sie und Chiara eben allein zu uns«, schlug ich vor. »Morgen Nachmittag um vier, wie wäre das?«
Franco nickte lächelnd. »Sehr gern. Da wird Chiara sich freuen.«
Wir gaben uns erneut die Hände. Louisa strahlte. Wir hatten eine erste Verabredung für Zoe!
»Und bringen Sie Badesachen mit. Zoe ist verrückt nach Wasser«, rief ich Franco hinterher.
Er drehte sich um und hob die Hand. »Wie Chiara. Bis morgen!«
Auf dem Rückweg lächelte mich Louisa glücklich an. Sie war fürchterlich aufgeregt und ängstlich gewesen, als wir aufgebrochen waren. Dabei hatten wir es auf unseren Reisen oft probiert, waren jedes Mal länger am gleichen Ort geblieben. Keiner hatte je etwas bemerkt. Es war nur ein bisschen Blendwerk nötig. Entweder von Louisa, mir oder Jayden. Eric war zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, der konnte es nicht besonders gut. Michael brauchte es nicht. Er fiel unter den Sterblichen am wenigsten auf. Eigentlich war es Louisa, die am meisten auffiel. Ihre Augen waren zu hell, um natürlich auszusehen. Deshalb trug sie häufig eine Sonnenbrille. Ihre Haut war nun genauso bleich wie meine. Nur strahlender. Sie war glücklich, und das strahlte sie im wahrsten Sinne des Wortes aus.
Wenn man genauer hinsah, ganz genau, sah man den Durst. Sie hatte den Blutdrang so gut unter Kontrolle wie ich, aber sie war trotzdem immer durstig. Egal, wie viel sie trank. Das bestätigte, was ich immer angenommen hatte. Gegen Instinkte kam man nicht an. Nicht als Mensch und erst recht nicht als Vampir. Louisa trank überwiegend von mir oder Jayden zusätzlich zu den Blutkonserven, die ich uns aus einem meiner Blutspendezentren liefern ließ. Ab und zu ging sie mit Jayden aus so wie vor ihrem fürchterlichen Absturz und trank frisches Blut. Aber nicht, um satt zu werden, sondern um sich daran zu berauschen. Ich würde sie öfter auf die Jagd mitnehmen müssen, damit sie sich mal wieder satt trinken konnte und dieser hungrige Blick nachließ. Wie bei vielen Dingen tat sich Louisa sehr schwer damit, Menschen zu beißen und ihr Blut zu trinken. Ich hatte es nie verstanden, aber sie verabscheute die Nähe, den Geruch und den Akt an sich. Bei Jayden und mir war es sonderbarerweise nicht so.
»Das hat doch gut geklappt.« Sie nahm meine Hand.
»Ich hab nichts anderes erwartet.« Ich zwinkerte ihr zu. »Alle erblicken nur eine bezaubernde Frau, wenn sie dich ansehen.«
Sie lächelte und rutschte näher an mich heran, um sich an meine Schulter zu lehnen. »Und du meinst, dass sich keiner drüber wundert, dass mein Bruder und sein Freund bei uns wohnen?«
Damit niemand sich über Zoes Ähnlichkeit zu Eric Gedanken machte, hatten wir bei der Einschulung behauptet, er wäre Louisas Bruder. Sie hatten beide dunkle Haare, genauer würde wohl keiner hinsehen. Jayden hatte ich kurzerhand als Erics Liebhaber vorgestellt, was einige enttäuschte Blicke in der Damenwelt ausgelöst hatte. Eric hatte auf dem Rückweg geschimpft wie ein Rohrspatz, weil ich ihm damit die Chancen vermasselt hatte. Jayden hatte leise vor sich hin gegrinst. Was genau ihn und Eric, die sich eine Wohneinheit teilten, taten, wenn sie allein waren, wollte ich überhaupt nicht wissen. Michael war, was er war. Ein guter Freund der Familie, der eine vorübergehende Bleibe bei uns gefunden hatte. Wir waren in Italien, in dem Land, in dem Familie großgeschrieben wurde – warum sollte sich da jemand drüber wundern?
Wir fingen an, uns in die Welt der Sterblichen einzuleben. Louisa war glücklicherweise nicht so weit gegangen, sich in den Elternbeirat wählen zu lassen. Diese Verabredung war ein Anfang. Nicht der Leichteste, denn Franco Lutoni war der Polizist auf meiner Liste. Aber ich war nicht der Typ, der vor großen Herausforderungen zurückschreckte. Was konnte schon schiefgehen?
Ein Mann um die vierzig kam mit lockeren Schritten, die erkennen ließen, dass er regelmäßig
joggte, den Gang auf uns zugelaufen. Seine Turnschuhe machten fast kein Geräusch auf dem karamellfarbenen Linoleumboden. »Tut mir leid, dass ich Ihnen hinterherrufe«, sagte er und hielt Louisa eine Hand hin. Eine Brise seines würzigen Aftershaves hüllte uns augenblicklich ein. »Franco Lutoni. Ich bin der Vater von Chiara, unsere Kinder …«
»Ich weiß«, unterbrach Louisa ihn. »Sagen Sie doch Louisa zu mir. Meinen Mann Dorian kennen Sie noch?«
Er nickte, und Louisa gab ihm die Hand. Kurz nur. Franco schien nichts zu bemerken. Meine Hand schüttelte er kräftig. Franco Lutoni war ein athletisch gebauter braun gebrannter Mann mit vollen dunklen Haaren, die an der Schläfe erste graue Schatten aufwiesen. Er blinzelte ein paar Mal mit seinen aufgeweckten, kleinen Augen. Es lag nicht an dem Zwielicht in dem Schulflur, sondern an Louisa, die ihn leicht mit ihrer Vampirmagie blendete.
Wie sich herausstellte, hatte sie doch etwas von Richards Blut in sich behalten. Nicht viel, aber das Blut war stark und verlieh ihr neue Kräfte. Mit Jaydens Hilfe hatte Louisa es geschafft, ihre Tarnfähigkeit zu trainieren, die ihr half, uns hier ein neues Leben aufzubauen. Nichts hatte ihr mehr am Herzen gelegen, als Zoe ein normales Leben zu ermöglichen. Sie hatte unermüdlich daran gearbeitet und es tatsächlich geschafft.
Nachdem wir Louisa, Zoe und Eric aus den Fängen meines verdorbenen Bruders befreit hatten, waren wir ein paar Jahre herumgereist. Unsere Tochter hatte von Anfang an heimlich mein Blut zu trinken bekommen. Es hatte sie nicht nur außergewöhnlich widerstandsfähig gemacht, was Kinderkrankheiten betraf, sondern ihr sogar ein wenig übernatürliche Fähigkeiten verliehen. Leider war sie auch unnatürlich schnell größer geworden, sodass wir nie lange an einem Ort bleiben konnten, ehe es jemandem auffiel. Nachdem ich das Blut abgesetzt hatte, verlangsamte sich ihre Entwicklung, und wir hatten uns eine längerfristige Bleibe gesucht.
Sie lag auf Sizilien, ein gutes Stück von der Großstadt Palermo entfernt auf dem Land, wo wir keine direkten Nachbarn hatten. Es war Louisas Wunsch, in ein wärmeres Klima überzusiedeln, und wer war ich, es ihr zu verwehren?
Nun hatten wir unseren ersten Elternabend in Zoes Schule hinter uns. Wie zur Einschulung hatten sich einige Köpfe nach uns umgedreht. Was sie sahen, war ein junges, glückliches Paar, das vielleicht ein bisschen mehr Geld für Garderobe ausgab als andere Eltern. Ich zumindest. Louisa hatte darauf bestanden, dass Zoe auf eine öffentliche Schule ging. Nicht auf eine dieser Privatschulen, wo nur verwöhnte reiche Gören hinkamen, wie sie es formulierte. Es wunderte mich, dass sie noch immer ein Problem damit hatte, dass wir wohlhabend waren.
Ich konnte mich gut daran erinnern, wie ich um sie hatte kämpfen müssen, damit sie überhaupt mit mir ausging. So sehr hatte sie mein Reichtum abgeschreckt.
Der Nachteil an dieser staatlichen Schule war, dass alle anderen eben nicht so vermögend waren und wir dadurch zwangsläufig auffielen. Etwas, worüber Louisa, obwohl sie immer versuchte, genau das zu vermeiden, nicht nachgedacht hatte. Die anderen Eltern waren gewöhnliche Leute. Das hatte ich überprüft. Wenn wir schon ein Leben unter ihnen führen wollten, wollte ich zumindest wissen, auf wen wir uns einließen. Da gab es Köche und Hausfrauen, Bauarbeiter und Fremdenführer, Imbissbesitzer und freischaffende Journalistinnen, Krankenschwestern und Carabinieri.
Nach Louisas erneutem Absturz nach unserer Rückkehr von Richards Burg und unserer Versöhnung waren wir sofort ins Sommerhaus gefahren. Und das war die richtige Entscheidung. Louisa kam zur Ruhe, entspannte sich. Vor allem öffnete sie sich endlich. Sie sprach sich mit Eric aus, dem ich beinahe das Herz herausgerissen hätte, als er mir eines Tages eine ohnmächtige Louisa nach Hause gebracht hatte. Es war Jaydens Vampirschnaps, der sie umgehauen hatte, als die drei wie so oft zusammen tanzen waren. Nun war sie ein Vampir und schaffte es dennoch, sich ins Koma zu trinken! Hatte ich nicht geahnt, dass Louisa auf ihre unberechenbare Weise auf die schrecklichen Erlebnisse reagieren würde?
Nachdem ich sie nicht gerade mitfühlend zur Rede gestellt hatte, ließ sie es endlich heraus. Wir alle halfen ihr, mit dem Erlebten klarzukommen. Es war ausgerechnet Jayden, der ihr Kraft gab. Ihm hatten wir es überhaupt erst zu verdanken, dass ich Louisa verwandeln musste. Doch das war Schnee von gestern. Er hatte sich als vertrauenswürdiges Mitglied unseres kleinen Familienbundes erwiesen. Ich hatte Louisa in diesen schwierigen Wochen oft mit ihm zusammensitzen sehen, durch ihr Schweigen verbunden.
Als ich Louisa kennenlernte, hatte sie eine schlimme Zeit hinter sich, nachdem sie von einem allzu aufdringlichen Verehrer überfallen worden war. Es war ihr, gottlob, nicht allzu viel passiert, aber die Erinnerung daran hatte sie gequält. Sie hatte sich in den Alkohol geflüchtet. Dass ich sie in diese düstere, gewalttätige Welt der Vampire gezogen hatte, machte es nicht besser. Ich hatte einige ihrer Abstürze miterleben dürfen. Etwas, worauf ich gern verzichtet hätte.
Seit ein paar Wochen hatten wir nun unser neues Domizil bezogen und alles verlief ruhig. Es war eine wundervolle Villa im alten römischen Stil, die Platz für uns alle bot. Jayden, Eric, die Klette, und mein guter Freund Michael waren noch immer bei uns und würden es auch bleiben. Ich hatte die Villa aufwendig umbauen, Spezialglas und natürlich die obligatorischen Sicherheitsmaßnahmen installieren lassen. Es waren mehrere Wohneinheiten eingerichtet mit verriegelbaren Zwischentüren, damit sich jeder zurückziehen konnte. Außerdem hatte ich das Kellerverlies mit Betthöhlen ausgestattet. Dennoch hielten wir uns meistens alle im geräumigen Wohn- und Esszimmer im Erdgeschoss auf. Wir hatten einen Pool draußen und einen Jacuzzi drinnen. Das Haus lag in einer Bucht mit kleinem Strand direkt am Mittelmeer. Es war traumhaft.
Zoe unterrichteten wir auf unseren Reisen gemeinsam. Jeder von uns hatte mehrere Jahrzehnte, oder wie ich Jahrhunderte, hinter sich, in denen sich zwangsläufig einiges Wissen angehäuft hatte. Sie war ein kluges Kind und genoss jede Unterrichtsstunde. Das kam mit Sicherheit nicht von Eric, ihrem leiblicher Vater. Mein Spross Mary hatte ihn und meine Louisa vor langer Zeit in die Finger bekommen und sie gezwungen, miteinander zu schlafen. Eine Aktion, mit der sie mich hatte quälen wollen. Es war ihr gelungen, sie hatte sich jedoch nicht lange an meiner Qual ergötzen können.
Heraus kam Zoe Eternity, die ich mehr liebte, als ich ein eigenes Kind hätte lieben können. Sie war mein Sonnenschein, der mich immer wieder aufs Neue tief berührte. Da Louisa nicht unschuldig daran war, dass ihr leiblicher Vater nun ebenfalls ein Vampir war, und weil sich Eric während ihrer Gefangenschaft bei Richard aufopferungsvoll um die beiden gekümmert hatte, durfte er bleiben. Eine Entscheidung, die ich bereits manches Mal bereut hatte.
Eric hatte sich im Gegensatz zu Louisa und Zoe schwergetan, Italienisch zu lernen. Vokabeln pauken war einfach nichts für ihn. Er war eher von der tatkräftigen Sorte. Zum ersten Mal tat er mir ein bisschen leid. Jayden war teilweise in Italien aufgewachsen, als er noch sterblich war, und Michael und ich sprachen sowieso mehrere Sprachen. Wenn man alle Zeit der Welt hatte, fing man sogar an, freiwillig Vokabeln zu lernen. Das würde Eric auch noch begreifen. Im Moment verständigte er sich mit Händen und Füßen, was scheinbar funktionierte. Wie wir alle fühlte er sich hier wohl. Was bei ihm mit Sicherheit auch an den schönen italienischen Frauen lag.
Nachdem Jayden begonnen hatte, mit Zoe ihre Fähigkeiten zu trainieren, hatte ich aufgehört, ihr mein Blut zu geben. Sie war sechseinhalb Jahre alt. Aussehen und denken tat sie wie eine Elfjährige. Sie war schon fast so groß wie Louisa, hatte jedoch breitere Schultern. Genau wie Louisa schwamm sie gern. Das Schwimmen hatte sie fast von selbst gelernt. Außerdem schlug sie mittlerweile sogar Michael im Schach und hatte angefangen, Klavier zu spielen. Wofür ich mehr als dankbar war. Ihr erstes Instrument war eine Geige gewesen. Mir stellten sich die Nackenhaare auf bei der Erinnerung an ihre vielen vergeblichen Versuche, dem fürchterlichen Instrument harmonische Klänge zu entlocken.
Zoe hatte sich gut in die Klassengemeinschaft eingefunden, wie uns ihre Klassenlehrerin versicherte, und war ein beliebtes Kind. Keiner ahnte, dass sie mit Vampiren zusammenlebte. Für Zoe war es normal. Sie verriet sich nie. Nicht einmal aus Versehen. Ihre Fähigkeiten nutzte sie ebenfalls nie. Was das anging, war sie ein bisschen wie Louisa. Sie verdrängte es und wollte einfach Kind sein.
»Louisa«, sagte Franco Lutoni. »Meine Chiara und Ihre Tochter haben sich offenbar angefreundet.«
»Oh, wie schön«, erwiderte Louisa gerührt, obwohl sie das natürlich wusste. Zoe redete seit Tagen von nichts anderem. »Kommen Sie, Ihre Frau und Chiara uns doch mal besuchen, damit die beiden zusammen spielen und wir uns ein bisschen kennenlernen können.«
»Ich bin allein mit Chiara«, sagte Franco. »Ihre Mutter und ich haben uns getrennt.«
Er sah Louisa offen an, schien noch etwas sagen zu wollen, überlegte es sich aber anders und schwieg stirnrunzelnd. Louisa war nervös. Das war sie immer, wenn wir mit Sterblichen zu tun hatten. Wenn sie nervös war, verstärkten sich ihre Kräfte. Ich war mir nicht sicher, was Franco Lutoni sah, doch die Sterblichen reagierten immer ähnlich auf Louisa. Sie starrten sie umso mehr an und wirkten verwirrt. Nicht, weil sie ahnten, dass Louisa ein Vampir war, sondern weil meine hübsche Frau sie unwillentlich mit ihrem Blendwerk betörte.
»Dann kommen Sie und Chiara eben allein zu uns«, schlug ich vor. »Morgen Nachmittag um vier, wie wäre das?«
Franco nickte lächelnd. »Sehr gern. Da wird Chiara sich freuen.«
Wir gaben uns erneut die Hände. Louisa strahlte. Wir hatten eine erste Verabredung für Zoe!
»Und bringen Sie Badesachen mit. Zoe ist verrückt nach Wasser«, rief ich Franco hinterher.
Er drehte sich um und hob die Hand. »Wie Chiara. Bis morgen!«
Auf dem Rückweg lächelte mich Louisa glücklich an. Sie war fürchterlich aufgeregt und ängstlich gewesen, als wir aufgebrochen waren. Dabei hatten wir es auf unseren Reisen oft probiert, waren jedes Mal länger am gleichen Ort geblieben. Keiner hatte je etwas bemerkt. Es war nur ein bisschen Blendwerk nötig. Entweder von Louisa, mir oder Jayden. Eric war zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, der konnte es nicht besonders gut. Michael brauchte es nicht. Er fiel unter den Sterblichen am wenigsten auf. Eigentlich war es Louisa, die am meisten auffiel. Ihre Augen waren zu hell, um natürlich auszusehen. Deshalb trug sie häufig eine Sonnenbrille. Ihre Haut war nun genauso bleich wie meine. Nur strahlender. Sie war glücklich, und das strahlte sie im wahrsten Sinne des Wortes aus.
Wenn man genauer hinsah, ganz genau, sah man den Durst. Sie hatte den Blutdrang so gut unter Kontrolle wie ich, aber sie war trotzdem immer durstig. Egal, wie viel sie trank. Das bestätigte, was ich immer angenommen hatte. Gegen Instinkte kam man nicht an. Nicht als Mensch und erst recht nicht als Vampir. Louisa trank überwiegend von mir oder Jayden zusätzlich zu den Blutkonserven, die ich uns aus einem meiner Blutspendezentren liefern ließ. Ab und zu ging sie mit Jayden aus so wie vor ihrem fürchterlichen Absturz und trank frisches Blut. Aber nicht, um satt zu werden, sondern um sich daran zu berauschen. Ich würde sie öfter auf die Jagd mitnehmen müssen, damit sie sich mal wieder satt trinken konnte und dieser hungrige Blick nachließ. Wie bei vielen Dingen tat sich Louisa sehr schwer damit, Menschen zu beißen und ihr Blut zu trinken. Ich hatte es nie verstanden, aber sie verabscheute die Nähe, den Geruch und den Akt an sich. Bei Jayden und mir war es sonderbarerweise nicht so.
»Das hat doch gut geklappt.« Sie nahm meine Hand.
»Ich hab nichts anderes erwartet.« Ich zwinkerte ihr zu. »Alle erblicken nur eine bezaubernde Frau, wenn sie dich ansehen.«
Sie lächelte und rutschte näher an mich heran, um sich an meine Schulter zu lehnen. »Und du meinst, dass sich keiner drüber wundert, dass mein Bruder und sein Freund bei uns wohnen?«
Damit niemand sich über Zoes Ähnlichkeit zu Eric Gedanken machte, hatten wir bei der Einschulung behauptet, er wäre Louisas Bruder. Sie hatten beide dunkle Haare, genauer würde wohl keiner hinsehen. Jayden hatte ich kurzerhand als Erics Liebhaber vorgestellt, was einige enttäuschte Blicke in der Damenwelt ausgelöst hatte. Eric hatte auf dem Rückweg geschimpft wie ein Rohrspatz, weil ich ihm damit die Chancen vermasselt hatte. Jayden hatte leise vor sich hin gegrinst. Was genau ihn und Eric, die sich eine Wohneinheit teilten, taten, wenn sie allein waren, wollte ich überhaupt nicht wissen. Michael war, was er war. Ein guter Freund der Familie, der eine vorübergehende Bleibe bei uns gefunden hatte. Wir waren in Italien, in dem Land, in dem Familie großgeschrieben wurde – warum sollte sich da jemand drüber wundern?
Wir fingen an, uns in die Welt der Sterblichen einzuleben. Louisa war glücklicherweise nicht so weit gegangen, sich in den Elternbeirat wählen zu lassen. Diese Verabredung war ein Anfang. Nicht der Leichteste, denn Franco Lutoni war der Polizist auf meiner Liste. Aber ich war nicht der Typ, der vor großen Herausforderungen zurückschreckte. Was konnte schon schiefgehen?
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Und? Konnte ich euch nun anfixen? Ich hoffe es doch mal sehr und auch das Cover ist wieder grandios geworden.
Freitag, 27. März 2015
(FF) Deutscher Follow Friday
Weitere Infos gibts HIER:
Die heutige Frage: Passiert es euch oft, dass ihr schon erahnen könnt, was in Büchern als nächstes passiert, wer der Antagonist ist?
Gerade bei Krimi und Thrillern ist es mir unglaublich wichtig das die Spannung mich bis zur letzten Seite hin fesselt und ich auch gerne auf falsche spuren geführt werde, denn nichts ist langweiliger als wenn man nach 60 Seiten weiß, wer der Mörder ist, oder?
Zum Glück kommt es ja eher selten vor, dass alles gleich so arg durchschaubar ist, oder wie seht ihr das ganze denn so?
Freitags Füller
Weitere Infos gibts bei Barbara
1. Heute ist Freitag .
2. Kirsch Blüten .
4. Ich mache mir einen Green Smoothie wenn ich einen Snack möchte.
5. Gib mir ein Buch und ich werde es lesen.
6. Über Comedian Witze könnte ich herzhaft lachen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen DVD Abend , morgen habe ich ein kleines Treffen mit Ira & Dani bei einer Signierstunde geplant und Sonntag möchte ich lesen & bloggen !
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen DVD Abend , morgen habe ich ein kleines Treffen mit Ira & Dani bei einer Signierstunde geplant und Sonntag möchte ich lesen & bloggen !
Donnerstag, 26. März 2015
[MiniRezension] Forever Lizzy von Birgit Loistl
Autorin: Birgit Loistl
- Format: Kindle Edition
- Dateigröße: 461 KB
- Seitenzahl der Print-Ausgabe: 160 Seiten
- Verlag: neobooks Self-Publishing (20. Februar 2015)
- Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
- Sprache: Deutsch
- ASIN: B00SZEOGOY
Mein Dank geht an die Autorin, die mir ein Exemplar zur Verfügung stellte.
Inhalt laut Amazon: Sam liebt Lizzy und Lizzy liebt Sam.
Für Elizabeth, die reiche Tochter von Silky Oaks, und Sam, dem Bad Boy der Stadt, ist es die große Liebe. Doch jeden Tag müssen die beiden um ihre Liebe kämpfen.
Als sie es schließlich nicht mehr ertragen können, beschließen sie nach New York abzuhauen und dort ein neues, gemeinsames Leben zu beginnen.
Doch dann bricht in einer einzigen Nacht Lizzys Leben komplett zusammen und sie geht alleine nach New York und lässt Sam zurück.
Aber Lizzy kann Sam nicht vergessen.
Fünf Jahre später erhält Lizzy eine Einladung und ihre Welt gerät ein weiteres Mal ins Wanken. Sam heiratet...und Lizzy beschließt ein letztes Mal nach Silky Oaks zurückzukehren.
Meine Meinung: Lizzy lernt mit gerade mal 18 Jahren sam kennen. Sie kommt aus reiche Hause und er ist der bad Boy aus dem Heim.
sie verlieben sich in einander und nichts ist mehr so, wie es einmal vorher war.
Lizzy, ihr bester Freund Charly und sam wollen weg aus Silky Oaks um in New York durchzustarten. Doch eine Situation verhindert das und so geht Lizzy am Ende mit Charly alleine weg.
5 Jahre später erhält Lizzy eine Einladung zur Hochzeit von Sam. Doch wer hat die Einladung verschickt? Wird es Lizzy gelingen mit dem ganzen nun abzuschließen?
Dies ist der Auftakt einer kleinen Trilogie und der ist der Autorin gut gelungen. Die Geschichte lässt sich schnell weg lesen, da der Schreibstil sehr flüssig und leicht ist.
Die Charaktere sind authentisch und mit vielen Gefühlen ausgestattet rund um das Thema die erste Liebe, Freundschaft, Verrat und Misstrauen.
Eine sehr schöne Liebesgeschichte mit allen denkbaren Höhen und Tiefen. Einige Szenen waren einfach aus mitfiebern ausgelegt.
Wunderbare Unterhaltung für ein Wochenende.
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