Donnerstag, 16. Februar 2017

[Rezension] Das Paket von Sebastian Fitzek



Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Droemer HC (26. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199203
ISBN-13: 978-3426199206
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 3 x 21,6 cm

Inhalt laut Amazon: Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. 
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. 
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ... 


Meine Meinung: Emma wurde vor einiger Zeit brutal vergewaltigt von einem Psychopathen, den die Presse nur den »Friseur« nennt. Keiner glaubt der jungen Psychiaterin, da sie offenbar als einziges Opfer überlebt hat. Sie fürchtet aber ER könnte ihr weiterhin auflauern. Als sie eines Tages von ihrem Postboten gebeten wird ein Paket anzunehmen für ihren Nachbarn, dessen Namen sie nicht kennt und den sie auch noch nie gesehen hat, machen die Situation nicht gerade besser. Wer ist dieser Nachbar? Ist es eventuell der »Friseur«? Ist ihr der Täter näher als gedacht?

Einmal in den Händen, so konnte ich das Buch kaum mehr weglegen, so gefangen war ich in der Geschichte. Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

Zum Cover: Ich finde es eine sehr tolle Idee, das Buch Titelgerecht als Paket aufzubereiten und in der Sonder-Edition sogar in ein Paket zu verpacken. Macht sich sehr gut im Bücherregal.

Der Prolog beginnt gleich sehr spannend und dramatisch: Die kleine Emma hat Angst vor einem "Geist" der in ihrem Schrank hock und mit ihr spricht. Zu ihren Eltern traut sich sich nach einem Vorfall nicht mehr ins Schlafzimmer, sie wurde vom Vater brutal zurück gewiesen.

Die guten Beschreibungen der Örtlichkeiten und der ganzen Personen, machen diesen Thriller recht lesenswert. Man fühlt sich einfach live dabei im Geschehen. 

Wir lernen Emma als recht paranoide Person kennen. Leider wurde ich mit ihr nicht zu 100% warm. Ihr Ängste und Selbstzweifel wurden aber sehr authentisch beschrieben. 
Die anderen Charaktere bleiben leider eher etwas blass in der Geschichte und bekommen wenig Tiefe. Was aber dem Lesen keinen Abbruch gab.

Auch ich hätte mir wie viele andere Leser gewünscht, das dem "Paket" mehr Raum in der Geschichte eingeräumt wird.

Dem Autor ist es wieder  gut gelungen den Leser eine sehr sehr lange Zeit zappeln zu lassen, wer als Täter "Friseur" in Frage kommen könnte. Hatte man einen Verdacht, wurde man ganz gekonnt auf eine andere Spur gezogen und so tappte man des öfteren im dunkeln. Aber gerade das machen die Thriller von Sebastian Fitzek so spannend und fesselnd. 

Allerdings hatte ich mir vom Ende viel mehr versprochen und fand dieses doch sehr enttäuschend. Es kam irgendwie alles zu plötzlich, vielleicht hätte man dem Buch noch 100-200 seiten mehr geben können.

Fazit: Fitzek spielt hier wieder gekonnt mit den Nerven seiner Leser und zeigt diesen die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche.

Meine Bewertung: 


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