Donnerstag, 8. September 2016

[Autoreninterview] Pia Roman

 Nach langer langer Zeit gibt es heute für euch ein neues Interview zu lesen und zwar hat sich die liebe Pia Roman zu mir aufs virtuelle Sofa gesetzt.

 Sheena fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?

Eigentlich habe ich schon immer geschrieben. Und das Geschriebene danach wieder vergessen. 2013 fing ich dann an und habe mir ernsthafte Gedanken gemacht. Versuch es einfach. Und ich habe mich nicht getraut. Ich wusste damals nicht, dass es so etwas wie Selfpublishing gibt. DAS habe ich 2014 erfahren und zwar, als ich von einer lieben Autorenkollegin erfahren habe, dass sie gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hat. Neugierig, wie ich bin, habe ich sie natürlich sofort angeschrieben und wurde aufgeklärt. Übrigens war ich gerade in Oberbayern in Kur. Ich hatte meinen Laptop mit. Und begann mit dem Schreiben. Allerdings unter anderem Namen. Ja, mich gibt es zweimal.
Pia Roman entstand durch einen längeren Gedanken. Hauptsächlich veröffentliche ich erotische Liebesromane mit ein bisschen Drama und auch mal Dinge, die sich die Gesellschaft nicht immer wünscht. Jetzt wollte ich aber mal etwas humorvolles und kitschiges mit reinbringen. Unter Pia Roman bekommt ihr es.

Sheena fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis sind die größter Kritiker?

Definitiv meine Schwester. Ich will schon immer mal die Stunden aufschreiben, die wir telefonieren. Wir telefonieren mindestens einmal die Woche, manchmal zweimal und dann kommt das auch auf zwischen zwei – drei Stunden. Was Namen und auch das Cover angeht, ist es mein Mann.

Sheena fragt: Hast du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?

Früher brauchte ich immer Musik dabei. Heute weniger. Wenn ich morgens aufstehe und eine annehmbare Menge Koffein intus habe und die Uhr zehn schlägt, wird das Schreibprogramm geöffnet. Ich schreibe dann bis zum Nachmittag. Wichtig sind mir dabei helles Licht, Duftkerzen und Kaffee.

Sheena fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seid du schreibst?

Eigentlich alles und nichts. Ich lebe immer noch so, wie ich es vorher getan habe. Es gibt nur einen kleinen (und doch großen) Unterschied. Mittlerweile weiß ich, dass Träume erreichbar sind. Man muss sich trauen und sein Leben selbst in die Hand nehmen.

Sheena  fragt: Hast du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?

Mal so – mal so. Meistens ist es jedoch die Idee. Dann kreiere ich Figuren, finde vielleicht sogar schon den Titel und brauche eine Vorstellung für das Cover.
Was die Namen angeht, … nein, da steckt keine besondere Bedeutung hinter. Oft hilft mir mein Mann mit der Namenswahl, aber sie müssen dann schon irgendwie passen. Es kam auch schon mal vor, dass ich mitten in der Geschichte feststellte, dass ich mit einem Namen unglücklich war. Ich musste ihn ändern.

Sheena fragt: Welcher der ganzen Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?

Das ist schwierig. Wenn ich nur eine Option zur Auswahl hätte, wäre es definitiv Sam von meinem anderen Pseudonym. Unter Pia habe ich bisher nur ein Buch veröffentlicht und das nächste wird gerade noch ausgefeilt. Da wir hier aber von Scheiss auf Klischees sprechen, ist es dann wohl Michelle, … auch, wenn sie einen mit ihrem kleinen Tick wohl manchmal leicht in den Wahnsinn treiben kann.  Ihre beste Freundin Lisa … na ja, ich fand es ziemlich unsensibel, dass sie Michelle einfach auf einer Dating Plattform angemeldet hat. Aber immerhin – nein, das verrate ich nicht. Will ja nicht spoilern. ;)

Sheena fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei dir hinterlassen und ist aus deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Einige. Als erstes ist es eins von Susanna Ernst. Ich habe damals Deine Seele in mir gelesen und Rotz und Wasser geheult. Danach habe ich lange nachgedacht und seitdem bin ich überzeugt, dass unsere Seelen weiterleben werden. Durch dieses Buch habe ich übrigens mein erstes Pseudonym gefunden. Amy. So hieß die Protagonistin.
Außerdem gibt es da noch eine Buchreihe. Evermore. Der erste Teil konnte mich nicht so ganz überzeugen, aber da ich wieder einmal zu voreilig war und mir direkt die komplette Reihe gekauft habe, wollte diese natürlich gelesen werden. Nach der Zeit war ich unheimlich von dem Antagonisten begeistert und dann starb er. Wie konnte das passieren? Ich war sowas von sauer und hab das sogar meinen Mann spüren lassen. Danach hat mir die Reihe nicht mehr so viel Spaß gemacht. Tja, und nun könnt ihr mal raten, wie ich auf den Namen Pia Roman gekommen bin. J (Pia heißt übrigens meine Tochter)

Sheena fragt: Wie ist die Idee zu „Scheiß auf Klischees“ entstanden?

Ich hatte eine längere Zwangspause, da ich gesundheitlich nicht ganz so fit war. Drei Monate habe ich nichts geschrieben. Glaubt mir, das war furchtbar. Und danach kam ich nicht mehr richtig rein. Drei Versuche habe ich gebraucht. Immer wieder ärgerte ich mich. Zu viel Klischee. Geht gar nicht. Wieder landete ein angefangenes Manuskript in den Papierkorb. Ich dachte nach. Genau. Scheiss auf Klischees. Dann machst du genau das.  Eine Frau, die sich nicht verlieben kann, weil sie alles, was einem Klischee nahekommt, misstraut. Vor allem, wenn es ein gutaussehender Mann ist.
Und es fühlte sich auf einmal richtig an.

Sheena fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher (Print) oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?

Mal so, mal so. Anfangs habe ich lieber ein Print gelesen. Ich habe lange gebraucht, um mich mit einem E-Reader anzufreunden. Mittlerweile lese ich sogar lieber ein E-Book, vor allem dann, wenn das Buch mehrere hundert Seiten hat.
Ich lese so ziemlich gemischt. Es darf gerne ein Liebesroman sein. Ich liebe Bad Boy Geschichten.  Und ich lese total gerne Fantasy und auch mal Dystopien. Meistens wechselt sich das ab. Wenn mir mal danach ist, lese ich auch gerne Thriller und hin und wieder Horror. Von Dan Wells gefiel mir die Serienkiller Reihe sehr gut.
Gar nicht? Humor, Historisches und Gay. Ich habe alles davon versucht, aber festgestellt, dass diese absolut nicht in mein Beuteschema passen.

Sheena fragt: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?

Schwaches Licht und was zum Naschen. Und eine Decke. Das ist alles, was ich brauche. Ich habe eine riesige Couch, da ist es eigentlich immer gemütlich. Außer, wenn sich meine Katze breitmacht.

Sheena fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an? (Zeitgründe ect.)

Na klar gucke ich mir das an. Zuletzt habe ich City of Bones – Chroniken der Unterwelt gesehen. Dreimal nacheinander. Ich LIEBE diesen Film. Das Buch habe ich hier, aber noch nicht gelesen. Ich habe da wirklich Schiss vor. Es könnte immerhin sein, dass ich den Film anschließend nicht mehr vergöttere.

Sheena fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?

Sehr wichtig! Ich finde es sehr schade, dass Facebook so sehr an die Reichweite rumschraubt. Deswegen bin ich immer froh, wenn ich manche Leser privat auf Facebook habe und wir so im Kontakt sein können.

Sheena fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest?

Einige, aber die bleiben mein Geheimnis. ;)

Vielen herzlichen Dank an Pia Roma, dass du dir die Zeit genommen haben, mir das „kleine“ Interview zu geben.

Ich danke dir!

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