Sonntag, 17. Januar 2016

[Autoreninterview] B.C.Schiller

Heute habe ich für euch einen ganz besonderen Leckerbissen in Form eines Interviews für euch. Das Autorenpaar B.C.Schiller hat sich mutig meinen Fragen gestellt:


Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
 Christian hat bereits früher einige Bücher veröffentlicht und als ausgesprochene Thrillerfans haben wir im Urlaub die Thriller unserer Lieblingsautoren verschlungen. Wir haben uns auch immer im Urlaub Geschichten erzählt und diese bis zum Ende ausgefeilt.  Da war es nur eine Frage der Zeit, bis wir selbst begonnen haben, eine Story zu entwickeln. Daraus ist dann unser erster Tony Braun-Thriller entstanden. Das wir hauptberuflich schreiben, war eigentlich nie geplant, sondern hat sich so ergeben.

Wer in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis sind die größter Kritiker?
 Die Mutter von Barbara ist eine passionierte Thrillerleserin und daher manchmal auch sehr kritisch.

Haben Sie irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreiben Sie einfach
drauf los?
 Vor jedem neuen Buch stimmen wir uns Ping-Pong spielend ein und reden dabei über verschiedene Buchideen. Schließlich bleiben wir bei einer Idee hängen und ein Wort ergibt das andere. Das ist dann verbales Ping-Pong.

Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seit Sie schreiben?
 Unser Leben hat sich völlig verändert, denn wir haben unsere Werbeagentur verkauft und leben jetzt ausschließlich vom Schreiben.

Haben Sie zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
 Natürlich haben wir zunächst eine Grundstory im Kopf, dann kommen neue interessante Charaktere dazu. Personen wie Tony Braun sind ja fixer Bestandteil der Thriller, die entwickeln sich von Buch zu Buch weiter und erleben immer neue Schicksalsschläge.

Welcher der Charaktere ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen und welchen mögen Sie überhaupt nicht?
 Tony Braun mögen wir natürlich sehr gerne. Auch Kemal vom Anatolu Grill ist uns mit seinen philosophischen Sprüchen ans Herz gewachsen. Bei den Rattenkindern ist uns Bernhard Frey, der Mann der ermordeten Amelie total auf die Nerven gegangen und natürlich auch sein Schwiegervater, der Banker.

Beschreiben Sie uns doch einmal das Gefühl, welches Sie hatten, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde. (Als Indie-Autor & dann noch als Verlagsautor)
 Als Indie-Autor war es ein tolles Erlebnis, als unser erster Thriller „Töten ist ganz einfach“ in die Top Hundert bei Amazon gelangte. Als Verlagsautor zählt natürlich das gedruckte Buch endlich in den Händen zu halten zu einem der schönsten Gefühle.

Vom Indie-Autor zum Verlagsautor. Erzählen Sie den Lesern, die Sie noch nicht kennen, Ihre Erfolgsgeschichte.
 Die Tony Braun-Serie und auch unsere anderen Thriller waren sehr erfolgreich und schafften es immer auf Platz eins der Amazon-Bestsellerliste im Kindle Shop. So wurden schließlich Buchverlage auf uns aufmerksam. Bastei Lübbe hat uns den Vorschlag gemacht, einen neuen Tony Braun-Thriller in ihrem Verlag zu publizieren. Uns hat das positive und innovative Auftreten des Verlags und des dahinter stehenden Teams überzeugt und deshalb haben wir zugesagt.

Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Ihnen hinterlassen und ist aus Ihrem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
 Die Bücher von Thomas Bernhard haben auf Christian einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Barbara ist von dem Roman „Der Englische Patient“ begeistert und beide lieben wir den „Leopard“ von Jo Nesbø.

Wer hatte die Idee zu der Geschichte „Rattenkinder“? Erzählen Sie uns ein wenig darüber.
 Wir haben beide die Idee gehabt und jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Christian hat das Roma-Ghetto, das es wirklich gegeben hat, und die Geschichte von Tara eingebracht. Von Barbara stammen die Ideen zu Viktor Maly und die Rattenschädel. Aus diesen Elementen haben wir dann die „Rattenkinder“ entwickelt.

Wenn Sie privat Bücher lesen, lesen Sie dann richtige Bücher (Print) oder lieber ebooks und welche Genre lesen Sie am liebsten und welches Genre mögen Sie überhaupt nicht?
 Das ist ganz unterschiedlich. Wir lesen sowohl eBooks als auch gedruckte Bücher. Am liebsten lesen wir natürlich Thriller. Chicklit-Romane und Komödien sind für uns ein absolutes No-Go.

Was gehört für Sie zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
 Seit wir schreiben, gibt es für uns leider fast keine gemütlichen Leseabende mehr. Das schaffen wir nur noch im Urlaub. Dazu gehört natürlich Ruhe und die haben wir nur, wenn wir mal nicht an unsere Thriller denken.

Welche Buchverfilmung haben Sie zuletzt gesehen oder schauen Sie sich so was nicht an? (Zeitgründe etc.)
 Die letzte Buchverfilmung, die wir in Palma gesehen haben, war „Gone Girl“. In Wien haben wir jetzt gerade „Carol“ von Patricia Highsmith gesehen – ganz großes Kino.

Wie wichtig ist Ihnen der persönliche Kontakt zu Ihren Lesern?
Der Kontakt zu unseren Lesern und Fans ist das Allerwichtigste. Denn sie sind es ja, die uns zu dem gemacht haben, was wir jetzt sind. Dafür sind wir ihnen immer dankbar.

Haben Sie einen besonderen Herzenswunsch, den Sie sich noch erfüllen möchten?
 Einen kleinen Wunsch haben wir natürlich. Tony Braun sollte ins Fernsehen kommen, er hätte als unkonventioneller Bulle das richtige Charisma für eine TV-Serie. Ansonsten wünschen wir uns nur Glück und Gesundheit.


Vielen herzlichen Dank an B.C. Schiller, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Auch wir sagen vielen Dank für die interessanten Fragen und wünschen Ihnen ein tolles Jahr 2016.


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