Sonntag, 31. Mai 2015

[MiniRezension] Traumhochzeit in Cinnamon Falls von Manuela Inusa



Autorin: Manuela Inusa
Taschenbuch: 100 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (21. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1511802995
ISBN-13: 978-1511802994
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,6 x 20,3 cm

Inhalt laut Amazon: Traumhochzeit in Cinnamon Falls. Chloe und Keanu können es kaum erwarten, den Bund der Ehe einzugehen. Die hochschwangere Julie ist mindestens ebenso aufgeregt und freut sich gemeinsam mit Michael auf das Baby. Lorraine erinnert sich an vergangene Tage und an Geheimnisse, die niemals ans Licht kommen dürfen. Während ganz Cinnamon Falls sich auf die Feierlichkeiten vorbereitet, bekommt Julie plötzlich Wehen. Wird die Hochzeit nun noch wie geplant stattfinden können?

Meine Meinung: In Cinnamon Falls stehen die Zeichen ganz auf Hochzeit. Chloe und Keanu heiraten endlich. Schwester Julie ist hochschwanger und erwartet jeden Moment ihr erstes Baby und Mutter Lorraine blickt auf vergangene Geheimnisse aus ihrem Leben zurück. Dies ist der Beginn des 4. Teils der Cinnamon Falls Reihe.

In diesem Teil erfahren wir ein Stückchen mehr über alte und liebgewonnene Charaktere. Wir erfahren etwas mehr über die Mutter Lorraine und ihre Vergangenheit, da sie immer wieder kurz darauf zurück blickt und über eine alte verbotene Liebe.

Auch mit dem 4. Teil ist der Autorin wieder ein bewegender Roman gelungen. 

Ich war so gefesselt und gepackt vom Roman, das ich diesen auch in einem Rutsch durchlesen musste. Ich musste einfach wissen, wie geht es weiter gehen wird mit meinen Lieblingen und ob Julies Baby zum Hochzeitschrasher wird. Ob es nun die Hochzeit gechrasht hat, lasse ich hier an dieser stelle mal offen, denn ihr solltet dies schnellstens selber raus finden =)

Manuela Inusa trifft auch mit dieser Geschichte und ihrem einfühlsamen schreiben einen mitten ins Herz, so erging es auf jeden Fall mir. 

Fazit: Wer die ersten drei Teil schon mochte, wird diesen 4. Teil auch in sein Leserherz schließen.

Meine Bewertung: 

Samstag, 30. Mai 2015

[Ankündigung] Blogtour Hexenkinder 1 & 2 von Sabine Bürger

Lust auf eine kleine Zeitreise? Ja? Dann haltet euch den 1. Juni fest, denn dann reisen wir mit euch in die Vergangenheit


Klappentext zu den beiden Büchern: 

Hexenkinder: Das Fenster in die Vergangenheit: Als die elfjährige Samantha von der abenteuerlichen Zeitreise ihrer Mutter erfährt, beschließt sie, ebenfalls den Sprung durch die "Geheime Pforte" zu wagen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Zwillingen Antonia und Anica, verschwindet sie in das mittelalterliche Magdeburg. Eine geplante Hexenverbrennung stellt Samantha vor eine schwerwiegende Entscheidung, doch das ist erst der Anfang ihres ungewöhnlichen Ausflugs in die Vergangenheit. Ob es die Begegnung mit Mathilda, der Tochter der Kräuterfrau, den im Wald hausenden Gesetzlosen oder den Bergleuten ist, immer bleibt es für Samantha ein Kampf gegen den Aberglauben, die Grausamkeit und die Ungewissheit der damaligen Zeit. Sie lernt Missgunst und Niedertracht kennen, erfährt aber auch Liebe und Zuneigung. Als sie schwer krank wird, kann nur noch eine Rückkehr ins 21. Jahrhundert sie retten, doch diesen Weg hat sich Samantha verbaut ...

Hexenkinder: Unter Piraten: Mithilfe der Zauberamulette seiner Familie hat der 13-jährige Florian Falco den Sprung in die Vergangenheit geschafft. Und nicht nur das. Seine fünf besten Freunde begleiten ihn. Während Florian Falco und seine heimliche Jugendliebe Anastasia im mittelalterlichen Warnemünde landen, fallen Hans Peter und Bernhard auf der Ostsee in die Gewalt dänischer Piraten. Charlotte und Mohamed Janek begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihnen. Doch wer ist Freund und wer Feind, in einer von Grausamkeit und Aberglauben geprägten Zeit? Konfrontiert mit den verbrecherischen Branntweinbrüdern, dem barbarischen Narbenpete, den mörderischen, von Habgier und Rücksichtslosigkeit geprägten Freibeutern, stützen sie sich auf ihre Freundschaft und Kämpfen gemeinsam um ihr Überleben. Werden die sechs Freunde jemals in ihre eigene Zeit zurückfinden?

Folgende Bloggerkolleginnen sind mit dabei:

02.06. The Bookdealer and more (hier bei mir)
05.06 Mein Leben





Auch wird es etwas tolles zu gewinnen geben:


Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr auf den einzelnen Blogs dann!


Freitag, 29. Mai 2015

(FF) Deutscher Follow Friday




Weitere Infos gibts HIER:

Welche Bücher stapeln sich neben eurem Bett?

Also neben meinem Bett stapeln sich leider keine Bücher, da habe ich keinen Platz. Befindet sich alles in meinen beiden kleinen SuB Regalen. Direkt neben meinem Bett liegt aber in relativ greifbarer Näher mein Kindle. Aber ich freue mich auf all meine Bücher die auf mich warten.

Und wie sie siehts bei euch so aus?


Donnerstag, 28. Mai 2015

[Auslosung] Von der Autorenvorstellung Violet TrueLove und ihrem Gewinnspiel

Guten Abend ihr Lieben,

So es ist nun endlich soweit und ich verkünde die beiden glücklichen Gewinnerinnen. 
Vor ein paar Tagen stellte ich euch ja Autorin Violet Truelove vor und die sympathische Autorin hat auch gleich spontan 2 Exemplare von "Ein Surfer zum verlieben" und "Ein Fotograf zum verlieben" für euch bereit gestellt. 

Lange Rede wenig Sinn *g* hier kommen die beiden Gewinnerinnen:


Falls man es jetzt nicht richtig lesen kann, gewonnen haben:

Elchi vom Blog Elchis World of Books und Kati von Katis Buecherwelt

Herzlichen Glückwunsch!

Eure Adressen sende ich der Autorin zu, die euch die Bücher signiert zusenden wird.

[Lesedeal] "Flirt mit einem Star" von Annemarie Nikolaus

Am Sonntag den 31. Mai erscheint der neue Roman "Flirt mit einem Star" von Autorin Annemarie Nikolaus und hier habt jetzt die exklusive Möglichkeit kurz hineinschnuppern zu dürfen:




Leseprobe „Flirt mit einem Star“

1

Tanja Walters schreckte mit ihrer abgefahrenen Fahrradklingel zwei Elstern auf, die sich auf dem Radweg um einen glitzernden Fetzen Stanniolpapier zankten. Das Papier blieb liegen, als die beiden in die Kastanie vor dem Festplatz am Zehlendorfer Hüttenweg flüchteten.
Tanja stieg ab und schloss das Fahrrad an einer Straßenlaterne an. Dann bückte sie sich nach dem Stanniol und warf es in den nächsten Abfallkorb. Das hatten sie nun davon!
An jedem Karussell spielte eine andere Musik; die Betreiber versuchten anscheinend, einander zu übertönen. Dachten sie, wer am lautesten war, lockte die meisten Leute an? Der verführerische Duft nach Gegrilltem kam ihr entgegen. In einer Gasse, in der Barbecue-Buden mit Mais, Grillrippchen, Steaks und amerikanischem Bier standen, drängten sich die Festbesucher. Sie kam zwar gerade vom Mittagessen, aber sie hätte sich trotzdem wenigstens ein Rippchen gekauft, wenn die Schlangen vor den Essensständen nicht so lang gewesen wären.
Für sie als Square Dancerin war das Deutsch-Amerikanische Volksfest geradezu ein Muss. Und sie liebte es. Das echte Amerika konnte sie sich frühestens leisten, wenn sie mit dem Architektur-Studium fertig war.
Am Riesenrad traf sie den ersten aus dem Tanzclub Lietzensee: Norbert Kaminski stieg mit seinem zwölfjährigen Sohn Oliver aus einer Gondel.
„Tanja, Tanja!“ Oliver hüpfte auf sie zu. „Fährst du Geisterbahn mit mir?“
„Wieso ich?“ Sie grinste Norbert an. „Fürchtet sich dein Vater?“
Oliver zog die Mundwinkel nach unten. „Nein. Deswegen macht es mit Papa keinen Spaß. Er tut nur so.“
„Dann musst du noch mal wiederkommen, wenn deine Mutter dabei ist. Ich grusele mich auch nicht.“
„Das geht nicht.“ Plötzlich sah Oliver aus, als würde er gleich in Tränen ausbrechen.
Norbert zog warnend die Augenbrauen hoch. Da war sie wohl in ein Fettnäpfchen getreten. Und sie hatte gedacht, Norberts Scheidung wäre einvernehmlich gewesen.
Sie legte ihren Arm um Olivers Schultern. „Dann verdonnern wir Chris dazu. Komm, wir gehen ihn suchen.“
Mit den anderen aus ihrer Square Dance-Gruppe waren sie in der „Main Street“ verabredet. Hier hatten sich die Budenbesitzer auf Country Music geeinigt. Sehr vernünftig! Ein wenig leiser war es auch. Tanja sang mit, was sie kannte, während sie nach den Tänzern Ausschau hielten.
Chris Rinehart, der amerikanische Caller der Gruppe, stand neben Tanjas Partner Micky Hassloff an einer Schießbude. Chris war in Zivil gekleidet, während Micky vom Stetson bis zu den hochhackigen Stiefeln wie ein Cowboy aussah. Ein äußerst echt aussehender Cowboy: muskulös und braungebrannt, als würde er tatsächlich das ganze Jahr über Rinderherden hüten. Selbst die sandblonden Haare wirkten wie von zu viel Sonne gebleicht. Dabei saß er Tag und Nacht in der TU vor den dämlichen Computern.
Chris erklärte ihm die Bedienung eines Luftgewehrs und der Schießbudenmann verfolgte das Tun der beiden mit offensichtlichem Unwillen. Aber dann wurde er von einem älteren Mann mit Sombrero und befranstem Trapperhemd abgelenkt und wandte sich von ihnen ab.
Sie ging näher und wies dann auf den Inhaber. „Der hat wohl Angst, dass Micky ihm die Bude abräumt.“
Micky drehte sich um. Das Blau seiner Augen wurde intensiver, als er sie ansah. Dunkel wie ein See, in dem sie versinken könnte. Was für ein alberner Gedanke! Ertrinken würde sie; sie konnte überhaupt nicht schwimmen.
Sie stützte sich mit einem Ellenbogen neben ihm auf den Tresen und hoffte, dass sie cool wirkte.
„Tanja, was soll ich dir schießen?“
„Mir? Tja ... Kein Stofftier jedenfalls. Ich habe schon hundert Stück. Mindestens.“ Sie blickte vom Laufband mit den vorbeirollenden Zahlen zu den ausgestellten Gewinnen hoch und wieder zurück zum Laufband. „Kannst du überhaupt vorher wissen, was du erwischst?“
Chris lachte. „Irgendwas wird er schon treffen.“
„Irgendwas ...“ Es war alles Schnickschnack, was da aufgereiht war. „Können die einen nicht was Nützliches gewinnen lassen?“ Vielleicht sollte sie Micky besser gleich sagen, dass sie an nichts davon interessiert war. Aber er hatte seine Schüsse wohl schon bezahlt. Er sollte auch nicht denken, dass sie nichts von ihm haben mochte.
„Das ist hier das Deutsch-amerikanische Volksfest!“ Micky schwenkte das Luftgewehr. „Hier geht es nicht um Nutzen, sondern um Völkerfrieden. Oder so ähnlich.“
„Völkerfrieden? Micky, du bist aus der Zeit gefallen: Die DDR gibt es nicht mehr.“ Wie immer, wenn ihm keine Entgegnung einfiel, bekam er rote Ohren. Es war so leicht, ihn aufzuziehen.
„Du meinst unsere Lebensart.“ Chris wies mit einer ähnlich großspurigen Geste wie Micky zur Gasse mit den Barbecues.
„Eure Lebensart? Pah!“ Sie grinste frech. „Ihr habt uns einfach unsere Quadrille abgeguckt.“
„Aber du musst zugeben, unser Square Dance ist viel lustiger als eure Quadrille. Deswegen ist die längst aus der Mode gekommen.“ Chris legte Micky eine Hand auf die Schulter. „Je länger du zögerst, desto unsicherer wirst du.“


Mickys Blick ging vom Laufband zu Tanja zurück. „Kann nicht sein! Mehr unsicher geht nicht.“ Insbesondere, wenn sie so dicht neben ihm stand, dass ihr Parfüm ihn benebelte. Als ob nicht ihr Anblick allein reichte, ihm den Atem zu nehmen. Ihre dunkelblonden Haare waren gerade wieder halblang gewachsen und mit jedem Windstoß streichelten sie ihr Gesicht. Dort, auf ihrer Wange, hätte er gerne selber seine Finger. Doch da war wohl nichts zu machen. Seit über drei Jahren tanzten sie nun zusammen, aber Tanja kam nicht einmal dann zu ihm, wenn sie mit ihrem Computer nicht klarkam.
Mit zusammengekniffenem Auge legte er das Gewehr an die Schulter, entschied sich für ein Ziel und schoss. Daneben. Was hatte er sich auch von Chris bequatschen lassen! Er repetierte und schoss ein zweites Mal, ohne erst lange zu zielen. Dieses Mal traf er. Er richtete sich auf und wischte sich die klammen Finger an der Hose ab. „Zufall.“ Wenigstens stand er jetzt nicht wie ein kompletter Idiot da.

(...)


Mittwoch, 27. Mai 2015

[MiniRezension] Bedingt Wetterfest Von einer, die auszog, das Lieben zu lernen von Jo Berger



Autorin: Jo Berger

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1105 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 216 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00XN6R2X6

 

Danke liebe Jo, dass ich das Buch schon vorab lesen durfte als Testleserin, es war wundervoll und danke dass du mir auch dieses Buchkind wieder anvertraut hast!

Inhalt laut Amazon: 

»Erkennst du Mr. Right, wenn er vor dir steht?

Emmas Leben läuft völlig aus dem Ruder. Nach der Trennung von einem peniblen Perfektionisten stürzt sie sich mit Begeisterung ins Singleleben. Aber wann ist ein Mann der Richtige? Sie ist sich bei keinem sicher, aber alleine bleiben will sie auch nicht.
Zu allem Überfluss muss die junge Frau nicht nur ihre Frustpfunde auf den Hüften loswerden,
sondern in erster Linie das Vertrauen die Männerwelt und - vor allen Dingen - in sich selbst wiedererlangen. Doch das starke Geschlecht macht es Emma nicht leicht. Tritt es doch in Form von diversen Schönlingen auf, als steife Vorgesetzte im Büro oder als herzlose Automechaniker.
Wie gut, dass es beste Freundinnen gibt. 


Meine Meinung: Emma ist eine junge Frau von Mitte 20 und gerade frisch von ihrem Exfreund Hagen getrennt. Sie ist nun in eine kleinere Wohnung gezogen um ihr chaotisches Leben neu zu ordnen und um doch noch den Mann ihrer Träume zu finden. Zum glück hat sie ihre beste Freundin Lynn, denn was wäre ein Leben ohne beste Freunde? Richtig, es wäre langweilig. 

Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und humorvoll und lässt einen dass Buch recht schnell durchlesen. Durch das humorige der Autorin sind hier einige Schmunzler auf jeden Fall Garantie.

Das Cover ist klasse und in passenden Frühlingsfarben gehalten und ist ein echter Hingucker und der Titel punkten auch, denn ja das Lieben kann man durchaus lernen.

Emma ist eine sympathische junge Frau auf der Suche nach Mr. Right. Ich hatte sie recht schnell in mein Herz geschlossen und ich denke, mit ihr wäre ich auch gern befreundet.

Die Geschichte verfolgt jetzt keinem bestimmten roten Faden und plätschert an manchen Stellen ohne besonderen Tiefgang vor sich hin.
Die ganzen Männer in der Geschichte (außer ihr Exfreund Hagen) bleiben hier leider etwas farblos. Hätte schon gern mehr über sie erfahren. Auch war der Wechsel zwischen ihnen manchmal so rasant, dass ich nicht immer folgen konnte, wer gerade wer ist.

"Bedingt Wetterfest" ist ein Roman  über eine junge Frau welche auf der Suche nach der großen und wahren Liebe ist, die dabei einige Umwege mit einlegen muss. 

Fazit: Die Autorin Jo Berger hat hier einen netten, leichten und lustigen  Sommerfrauenroman geschrieben, den man gerne mit in den Urlaub nehmen sollte. Lernt Emma kennen und vielleicht findet sie ja auch ein Plätzchen in eurem Leserherz.

Meine Bewertung: 


Dienstag, 26. Mai 2015

[Lesedeal] Von Null auf Liebe in 7 Minuten von Andi Biel



Andi Biel goes Erotik "Von Null auf Liebe in 7 Minuten" ist der Auftakt einer kleinen eShort Reihe von daher merkt euch den 26.Mai vor:


Andrea Bielfeldt schreibt unter dem offenen Pseudonym Andi Biel und wagt mit dieser Reihe das erste Mal  bei gewissen Szenen … den Schwenk zum Kamin wegzulassen und damit ihren Geschichten  einen Hauch Erotik zu verleihen.
Von Null auf Liebe in 7 Minuten ist die erste Short – Story einer Reihe um Freundschaft, Männer, Sex und die Liebe … Jeder Band ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.


Klappentext:


»Ein Herz braucht nicht zu wissen. Ein Herz muss nur fühlen.«

 Jil ist Single, wünscht sich jedoch nichts sehnlicher, als mit einem Mann an ihrer Seite durchs Leben zu gehen. Der Einladung ihrer Freundinnen für ein Speed Dating sieht sie allerdings eher skeptisch entgegen, denn von Null auf Liebe innerhalb von sieben Minuten ist für sie unvorstellbar. Doch ein Blick in Corys kaffeebraune Augen belehrt sie eines Besseren: Liebe geht manchmal schneller als Haarewaschen ...




1              Eins
Eine sanfte Brise weht vom Meer herüber und streichelt zart über meinen erhitzten Körper. Das Wellenrauschen leert meinen Kopf und gedankenlos mit einem kalten Longdrink in der Hand genieße ich den Moment. Ich bohre die nackten Zehen in den Sand, als seine Hände über meinen Rücken gleiten.
»Ich creme dich besser ein, meine Schöne«, flüstert er mir mit rauer Stimme zu. Ein Schauder überzieht meine Haut, als er die Sonnencreme hingebungsvoll auf meinen Schultern verteilt. Seine Finger fahren immer tiefer, berühren den Saum meiner knappen Bikinihose, was meiner Kehle ein wohliges Seufzen entweichen lässt. Als seine Hände über meinen Po, meine Oberschenkel hinunter und wieder hinauf bis zu meinen Schulterblättern wandern, habe ich bereits die wildesten Fantasien.
»Wir sind ganz allein«, höre ich seine Stimme mit dem erotischen Akzent an meinem Ohr. Seine Fingerspitzen streifen wie zufällig meine Brüste. Mir wird immer heißer. Meine Hand zittert, als ich das Glas Beiseitestelle. Ich drehe mich zu ihm herum. Sein nackter Oberkörper glänzt in der Sonne, sein Anblick lässt mein Innerstes beben und ich wünsche mir nichts mehr, als dass er zu mir kommt. Auffordernd lächele ich ihm zu. Er versteht mich ohne Worte.
»Dann lass uns etwas Unanständiges tun«, wispere ich, bevor er sich auf mich legt und meinen Mund leidenschaftlich mit seinen Lippen bedeckt. Ich fühle mich wie im siebten Himmel - bis ...

»Oh, Mist!«
Eine schrille Melodie riss Jil unsanft aus ihren Tagträumen. Sie fiel aus der karibischen Wärme direkt zurück in das norddeutsche Schmuddelwetter und ihr Fuß landete prompt in der nächsten Pfütze. Schimpfend wie ein Rohrspatz versuchte sie, die Nässe aus ihren Sneakers zu schütteln, während sie gleichzeitig ihre Tasche nach dem Telefon durchwühlte. Der Regen erschwerte ihr die Suche, aber das schien den Anrufer nicht im Geringsten zu interessieren. Munter ertönte die Titelmelodie von Pippi Langstrumpf aus ihrem Beutel und brachte ihr amüsierte Blicke der durch das Nass hetzenden Passanten ein. Jil lachte auf.
Der Schlipsträger, der sich eben noch energisch an ihr vorbeidrängeln wollte, stoppte und schenkte ihr tatsächlich ein Lächeln. Er blieb stehen und hielt ihr seinen Regenschirm über das Haupt.
»Vielleicht geht es so schneller«, sagte er mit einem warmen Lachen in der Stimme, als sie verwundert zu ihm aufsah. Jil fröstelte plötzlich, weil ein großer Schwarm Ameisen über ihre Haut zu krabbeln schien.
»Oh, danke«, stammelte sie. »Das ist ja nett. Moment, ich hab es auch gleich.« Endlich ertastete sie das singende Etwas und zog es mit klammen Fingern aus ihrer Tasche heraus. »Da ist es schon. Vielen Dank.« Er sagte nichts, lächelte sie nur unentwegt an. »Das Laster der Frauen«, krächzte sie, nur, um irgendetwas zu sagen und zeigte auf ihre geräumige Handtasche. »Einfach viel zu unübersichtlich. Also ... Danke nochmal.« Die Melodie verstummte.
»Sehr gerne«, antwortete er. »Es freut mich, wenn ich helfen konnte.« Fragend blickte er auf sie hinunter. Seine dunklen Augen schienen in ihr Innerstes einzudringen. Verlegen wandte sie den Blick ab.
 »Ja. Ja, das konnten Sie.« Sie hob ihr Handy und hielt es vor sein Gesicht. »Hier. Ich habe es gefunden, sehen Sie?« Er legte den Kopf schief und zog leicht die Augenbrauen zusammen. So, als begutachtete er das Telefon mit äußerstem Interesse.
»Ja, das sehe ich.« Er schmunzelte und Jil erkannte ein kleines Grübchen, das sich in seine rechte Wange bohrte. Sie liebte Grübchen. »War das eben wirklich Pippi Langstumpf?«, fragte er und ein amüsiertes Funkeln trat in seine Augen.
»Ähm ... ja«, antwortete sie verlegen. »Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Das Vorbild meiner Kindheit«, plapperte sie drauf los. »Kurz gesagt: Sei Pippi, und nicht Annika.«
»Wie bitte?« Seine Stirn zog sich zusammen. Verständnislos sah er sie an. Jil kicherte verschämt.
»Warum willst du die schüchterne Annika sein, wenn du die starke und verrückte Pippi Langstrumpf sein kannst?«, redete sie sich um Kopf und Kragen. »Kennen Sie den Spruch nicht?« Er verneinte stumm.
 »Ist das ihr Motto?«
»Manchmal«, erwiderte sie und neigte den Kopf etwas zur Seite.
»Das gefällt mir«, sagte er. Sein rechter Mundwinkel zog sich nach oben. »Ja dann, Pippi ...« Er sah ihr direkt in die Augen und Jil war, als würde die Zeit stillstehen.
Die Passanten, die um sie herum mit hochgezogenen Schultern durch die Straße eilten, waren plötzlich fort, niemand außer ihr und diesem Mann verweilte noch in ihrem Universum. Sie versank in seinem Blick, in seinen wunderschönen kaffeebraunen Augen, glitt tiefer durch das Tor seiner Seele und drohte, das Gefühl für Raum und Zeit zu verlieren. In ihr breitete sich eine Wärme aus, die sie durch den dunklen Tunnel trug, in dem sie feststeckte. Dann blinzelte sie und befand sich plötzlich im freien Fall. Doch bevor sie aufschlagen konnte, unterbrach seine Stimme ihren Sturz.
 »Kann ich ... vielleicht noch etwas für Sie tun?« Jil zuckte zusammen.
»Bitte?«
»Ob ich noch etwas für Sie tun kann, fragte ich.«
»Nein ... leider nicht.« Ihr Gegenüber zog die Augenbrauen nach oben. »Oh, nein. Entschuldigung. Ich ... also ...« Sie stammelte und suchte nach den richtigen Worten, doch in ihrem Gehirn fand sich nur eine gähnende Leere. Er lachte leise. Es war ein warmes, gänsehautverursachendes Lachen und Jils Bauch zog sich zusammen. Vermutlich lacht er mich aus, dachte sie und schämte sich plötzlich für ihr Gestammel. Und für die Flut von Gefühlen, die sie aus dem Nichts überrollt hatte. (…)


Montag, 25. Mai 2015

Montagsfrage




Weitere Infos gibts beim Buchfresserchen


Liest du Bücher einzeln nacheinander oder auch mehrere parallel?


Also ich lese Bücher einzeln nacheinander. Hatte mal paraell versucht, aber da blieben immer nach ein paar seiten die anderen Bücher auf der Strecke. Gut also Comics oder Mangas kann ich schon paraell neben einem Buch lesen, das macht mir nix und da kommt auch nichts zu kurz, aber mehrere bücher? Nein die ist ausgeschlossen.

Wie sieht das ganze denn bei euch so aus?

Sonntag, 24. Mai 2015

[Lesedeal] Klausmüller – Ein Esel auf Verbrecherjagd von Pebby Art


Die Kinderbuchautorin Pebby Art schickt den kuscheligen Stoffesel Klausmüller auf Verbrecherjagd, das ganze Abenteuer ist ab dem 28.5 erhältlich, aber nun dürft ihr in die ersten Seiten abtauchen und Klausmüller näher kennen lernen.





Eine seltsame Begegnung





Stoffesel Klausmüller hüpfte über den weichen Waldboden. Er wühlte sich durch Laubhaufen, die der letzte Herbst zurückgelassen hatte. Hin und wieder schielte er zu Klara und Joey, die auf den Pferden Domino und Artistin saßen. Domino und Artistin ignorierte er.
Es war noch kein Jahr her, da war der kleine Stoffesel durch eine Ritterrüstung gerutscht. Das hatte ihn auf unerklärliche Weise zum Leben erweckt. Seitdem sprang er durch die Gegend, liebte Lampenschirme, wenn er auf ihnen schaukelte und Kekse, wenn sie in sein Maul geschoben wurden. Pferde lehnte er ab. Doch leider liebte Klara sie. Und da Klausmüller seine Klara liebte – vielleicht sogar noch mehr als Kekse – musste er sich damit abfinden, dass auch Pferde bei ihren Ausflügen dabei waren.
Und darum eierten jetzt zwei Pferdehinterteile vor Klausmüller her. Besonders das Hinterteil von Domino sah sehr träge aus. Klaras Fersen stupsten immer mal wieder gegen die Seiten des Pferdes, damit das Hin- und Herschwanken des Pferdepos nicht ganz zum Erliegen kam. Domino war nicht immer so lahm gewesen, doch mittlerweile war er ein ziemlich alter Opa, der das Rennen den Jungen überließ und den nichts aus der Ruhe brachte. Sein ehemals schwarzes Maul war weiß gesprenkelt, sein Rücken hing durch und die Unterlippe schwabbelte wabbelig entspannt herum.
Klausmüller hingegen jagte imaginäre Schurken durch Laubhaufen, schlich sich zwischen Bäumen entlang und schlug jeden Hasen in die Flucht. Der Boden war weich und roch gerade jetzt in der Frühlingssonne so herrlich nach Frische, nach Leben, nach Energie. Und die setzte Klausmüller gerade in Riesenhüpfer um. Zwischendurch schickte er sein allerliebstes Esellächeln zu Klara hoch.
Die zwölfjährige Klara schielte zu Joey und war so froh, wieder hier zu sein, hier ihre Osterferien verbringen zu dürfen, auf dem Hof ihrer Großtante Agnes. Dabei hatte sie sich letzten Sommer erst noch geweigert, in den Ferien zu Tante Agnes zu fahren. Doch das war vor ihrem Urlaub gewesen. Dann hatte sie ja gemerkt, dass Tante Agnes Pferde besaß. Und wäre sie nicht hierhergekommen, wäre Klausmüller nie durch diese Ritterrüstung gerutscht und er wäre weiterhin ein normales Kuscheltier. Das konnte Klara sich nun überhaupt nicht mehr vorstellen, obwohl Klausmüller oft genug so tun musste, als sei er ein Stofftier, nichts weiter als ein Stofftier, denn Klara hatte beschlossen, dass niemand außer ihr und Joey Klausmüllers Geheimnis kennenlernen sollte.
Joey …, ja, den hatten sie auch hier kennengelernt, letzten Sommer, auf dem Hof von Tante Agnes. Joey war dreizehn und er kümmerte sich um die Pferde auf Tante Agnes’ Hof. Er war zunächst nicht so gesprächig gewesen, letztes Jahr, als Klara ihn zum ersten Mal traf, denn er traute nicht jedem und wartete erst einmal ab. Doch da Klara wie er die Pferde liebte und zudem seine Reitkünste bewunderte, hatte er ihr bald ein Lächeln und einen strahlenden Blick aus seinen einzigartig grünen Augen geschenkt. Und es hatte nicht lange gedauert, bis Joey gemerkt hatte, dass Klaras Stoffesel alles andere als ein normales Stofftier war.
Doch sonst wusste niemand von Klausmüllers Fähigkeiten. Und im Wald konnte Klausmüller sich richtig austoben, denn hier war es ziemlich menschenleer. Aber eben leider nur ‚ziemlich‘, denn einer war doch da. Ein Mensch, den weder Klara noch Joey bemerkten. Und auch Klausmüller sah ihn nicht. Und dieser eine Mensch bemerkte auch Klausmüller, Klara und Joey nicht – bis Klausmüller die Beine dieses Menschen mit einem Baum verwechselte und an diesen entlangstrich.
Da war es vorbei mit der Frühlingsidylle im Wald. Ein Spazierstock sauste durch die Frühlingsluft, traf Klausmüller und schleuderte ihn gegen Artistins Schulter. Artistin scheute und Domino spitzte die Ohren.
Im ersten Moment dachte Klara, dass Klausmüller mal wieder seine Sonnenbrille vor die Augen geschoben hätte. Die Brille hatte er letzten Sommer in einem Schuppen gefunden. Und so unwahrscheinlich es auch klang: Diese Brille besaß magische Kräfte. Wenn Klausmüller sie vor die Augen schob, konnte es passieren, dass er unkontrolliert durch die Luft sauste. Doch diesmal hatte er seine Sonnenbrille noch hinter den Ohren sitzen und er flog auch nicht hin und her wie ein Pingpong-Ball, sondern prallte nur einmal gegen Artistin und trudelte dann zu Boden. Dort versank er in einem Blätterhaufen. Aus diesem stöhnte es jetzt und zwei Eselohren kamen zum Vorschein. Dann wabbelte der Haufen hin und her und Klausmüller tauchte wieder auf. 
„Klausmüller!“, rief Klara, „Was machst du da?“
Doch dann schaute sie nach rechts, dahin, wohin auch die Pferde ihre Hälse bogen. Und sie entdeckte ihn, den Menschen. Er war eine Frau. Eine alte Frau. Eine sehr alte Frau.
Sie stand da, neben einem Baum, in der rechten Hand einen Stock, der auf Klara, Joey und die Pferde zielte. Die Beine standen so weit auseinander, dass der graue Rocksaum sich um die kurzen, knorpeligen Beine spannte. Man sah zwar, dass sie schon etliche Lebensjahre auf dem Buckel hatte, doch ihre drohende Haltung und ihr auf die Kinder gerichteter Spazierstock drückten eine gewisse Kampfbereitschaft aus. Klausmüller spürte die Prellung an seiner Schulter und wusste, dass die Oma durchaus bereit war, ihre Kampfbereitschaft in einen Kampfeinsatz umzuwandeln.
Klausmüller, Klara und Joey starrten auf die Kampfomi, die ebenso zurückstarrte. Das weiße Haar hing der Frau etwas wirr ins Gesicht und die Brille saß ziemlich schräg auf einer kleinen Kartoffelnase. Mit gerunzelter Stirn fixierte ihr Blick Klara und Joey. Klara bewegte sich als Erste wieder.
„Guten Tag“, sagte sie und nickte der alten Frau zu.
Daraufhin senkte diese ihren Stock, trat einen Schritt vor und sagte: „Oh wie schön, Kinder mit Pferden! Das sieht man auch selten.“
„Alte Frauen, die so tun, als ob sie alte Bäume wären und dann zuschlagen, sieht man noch seltener.“ Das war Klausmüller. Er pustete gerade ein letztes Laubblatt von seinem Fell.
Klara blieb die Spucke weg. Hatte Klausmüller sie noch alle? Er konnte doch nicht einfach fremde Leute anquatschen! Wo blieb da seine Ganz-normales-Stofftier-Tarnung? Klara warf Klausmüller einen strengen Blick zu, doch Klausmüller schaute nicht zu ihr. Er behielt die alte Frau im Blick, die jetzt auf ihn zukam. Klausmüller zog sich zurück – zwei Schritte. Klara wartete auf den Aufschrei der alten Dame – oder würde sie gleich wieder ihren Stock einsetzen, um das sprechende Stofftier aus ihrem Umkreis zu katapultieren?
Die Frau beugte sich mit ihrem eh schon ziemlich runden und schiefen Rücken noch tiefer runter, reckte ihr Kinn weit nach vorne zu Klausmüller und schob mit der stockfreien Hand ihre schief sitzende Brille zurecht. Klausmüller stand still. Nur sein Oberkörper schob sich nach hinten, seine Lippen zogen sich über die Zähne ins Maulinnere. Auweia.
„Es muss Ihr Fell gewesen sein, das mich erschreckt hat.“ Sie richtete sich etappenweise und mit ihren Händen auf den Stock gestützt wieder auf, so weit, wie ihre schiefen Knochen das zuließen. „Sie sind an meinen Beinen herumgestrichen, als ich gerade ein wenig geschlafen habe.“
„Sie schlafen im Stehen?“ Joey zog die Augenbrauen zusammen. „Im Wald?“
Er hatte schon viele Märchen gehört, von seinem Vater zum Beispiel, wenn der mal wieder in die Werkhalle entschwand, in der ihr Kirmeskarussell stand – ein Kinderkarussell mit bunten Autos und vielen Knöpfen zum Hupen, Tuten und Sirenenabspielen. Joeys Vater bastelte dann angeblich an neuen Autos herum, um das Karussell attraktiver zu machen, doch Joey wusste, dass sein Vater das eigentlich schon längst aufgegeben hatte und sich dorthin nur noch zurückzog, um eine Flasche Alkohol aus der Werkzeugkiste zu holen und dann stundenlang dort rumzusitzen und nichts zu tun, außer die Flasche hin und wieder anzuheben. Dabei hatte Joey als kleiner Junge immer darauf gewartet, dass sein Papa eines Tages mit dem Superkarussell auftreten würde. Doch das Karussell blieb immer gleich, sein Vater hingegen stolperte abends durch die Wohnung, roch unangenehm und sprach so undeutlich, dass Joey seine Worte kaum verstand. Eines Tages hatte Joey ihn beobachtet. Stundenlang. Danach wusste er, dass er längst nicht alles glauben sollte, was man ihm so sagte.
Und genauso wenig glaubte er dieser alten Frau die Geschichte vom Mittagsschlaf im Wald.
„Ja“, untermauerte die alte Dame ihre Aussage nun, „für gewöhnlich natürlich nicht. Doch wenn man schon so lange wie ich unterwegs ist, dann kann es schon mal vorkommen, dass man sich ein wenig ausruhen möchte.“
„Wohin sind Sie denn unterwegs?“, fragte Klara.
„Na, nach Hause, mein Kind.“
Sie beugte abermals ihren Rücken tief hinab. Ihre beiden Hände stützen sich auf ihren Spazierstock, sodass sie aussah wie eine Hängebrücke, nur dass ihr Rücken nicht wirklich durchhing, sondern sich buckelig nach oben wölbte. Dann löste sie die rechte Hand von ihrem Stock und hielt sie Klausmüller entgegen.
„Greismann“, sagte sie, „Elfriede Greismann, sehr erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Leider stinken Sie ein wenig.“
„Klausmüller, einfach Klausmüller“, sagte Klausmüller und legte seinen Huf in die runzelige und etwas starre alte Hand. „Ich stinke kein Stück und Sie sind etwas schief gebaut.“ Er ließ seinen Blick über Frau Greismanns Äußeres gleiten.
„Klausmüller“, sagte Klara. Doch Frau Greismann schien Klausmüllers Äußerung zu ihrer Schieflage nicht zu stören.
„Na, dann ist ja alles klar“, sagte sie und richtete sich wieder auf. Dazu stemmte sie sich mit der linken Hand auf ihren Stock und hielt ihre rechte Hand an ihre Hüfte. Zentimeter für Zentimeter schraubte sie sich in ihre aufrechte Ausgangsposition zurück. „Ihr habt einen stinkenden Esel und ich habe mich verlaufen. Wisst ihr zufällig, wie ich zu meiner Wohnung zurückkomme?“ Sie blickte jetzt Klara fest in die Augen. Ihre Brille hatte wieder eine Schieflage eingenommen, als wolle sie die Schrägstellung des Rückens nachahmen.
„Wo wohnen Sie denn?“, fragte Klara und dachte darüber nach, ob es wohl noch mehr sprechende Stofftiere gibt, da die alte Frau Klausmüller einfach so hinnahm, als wäre er nicht ungewöhnlich.
„In der Birkenallee 72“, sagte Frau Greismann und kratzte sich an der Stirn, „oder 71.“
„Wissen Sie was? Wir begleiten Sie“, sagte Klara, stieg von Domino herunter und nahm Dominos Zügel in die Hand. Schon stapfte sie neben Frau Greismann durch das alte Laub. Joey und Klausmüller schauten sich kurz an und marschierten dann hinterher.
Frau Greismann plauderte davon, dass sie eigentlich nur kurz aus dem Haus gegangen sei, weil ja vorher diese zwei Männer bei ihr gewesen wären. Die hätten bei ihr geklingelt und gefragt, ob sie ihr Badezimmer benutzen dürften. Der eine musste sich die Hände waschen, weil er Diabetes hatte und es Zeit war, sich in den Finger zu piksen, um die Blutwerte zu messen. Und davor mussten die Hände gewaschen werden. Frau Greismann hatte die beiden Männer hereingelassen. Sehr nette Männer übrigens. Und als sie wieder weggingen, hatte der mit dem Diabetes sein Messgerät vergessen. Und da hatte Frau Greismann sich Sorgen gemacht. Das Messgerät, das musste der doch haben, oder? Der arme Mann. Der konnte ja nun nicht mehr sein Blut fragen, ob es noch mit genügend Zucker vorsorgt war. Das ging doch nicht. Sie nahm das schwarze Gerät in ihre Hände und drehte es ein paar Mal unschlüssig hin und her. Und dann ging sie raus, den beiden Männern hinterher. Doch die waren zu schnell, die waren so rasch in eine Nebenstraße gehuscht und dann in einem Auto entschwunden, dass Frau Greismann nur noch mit ihrem Stock hinterherwinken konnte. Und selbst das hatten die Männer wohl nicht bemerkt. Und so stand Frau Greismann schließlich alleine da. Sie drehte sich um und ging nach Hause. Das war zumindest der Plan. Doch mit einem Mal kam ihr alles so unbekannt vor. Da musste sie sich wohl verlaufen haben.
„Und wo ist das Messgerät jetzt?“, fragte Joey.
Frau Greismann packte sich vor die Brust und drehte sich zu Joey um. „Nanu“, sagte sie, „das habe ich mir um den Hals gehängt. Das war in so ’ner Tasche. Komisch. Das muss ich wohl verloren haben.“
Frau Greismann zuckte mit den Schultern und stapfte weiter. Joey warf erst Klara und dann Klausmüller einen vielsagenden Blick zu. Wenigstens Klausmüller schien mit ihm übereinzustimmen. Die Alte hatte doch einen Tick.

Ausgeraubt

Eine halbe Stunde später hatten sie die Birkenallee erreicht. Zielstrebig stapfte Frau Greismann auf die Nummer 72 zu. Immerhin hatte die alte Frau ihren Haustürschlüssel dabei. Den hatte sie an einem langen Band um ihren Hals hängen.
„Morgens kommt immer einer vorbei und hilft mir ein wenig. Der besteht darauf, dass ich meinen Haustürschlüssel ständig bei mir trage.“ Frau Greismann bückte sich zu dem Schlüsselloch hinunter und versuchte, den Schlüssel hineinzuschieben. Das Band, an dem der Schlüssel hing, behielt sie dabei um den Hals gebunden. „Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber er sagt immer: ‚Frau Greismann, irgendwann werden Sie froh sein, den Schlüssel dabeizuhaben.‘“ Frau Greismann schüttelte den Kopf. „Jetzt hat der tatsächlich recht behalten.“ Frau Greismann versuchte immer noch, das Schlüsselloch zu treffen.
Klara wollte Frau Greismann gerade ihre Hilfe anbieten, als der Schlüssel doch seinen Weg fand und Frau Greismann die Tür zu ihrem kleinen Häuschen öffnen konnte. Da sie es dann jedoch nicht sofort schaffte, den Schlüssel wieder herauszuziehen, schlurfte sie in tief gebeugter Haltung mit dem Kopf auf Schlüssellochhöhe in ihren Flur hinein und folgte dem Weg der Tür, wie ein angeleinter Hund seinem Herrchen folgt. Klausmüller drängelte sich zwischen ihren Beinen durch und huschte in den Hausflur. 



Boah ey!“, rief Klausmüller. „Hier stinkt’s!“ Er trat den Rückzug an.
„Das sind Sie, mein guter Herr Klausmeier“, sagte Frau Greismann, die sich mittlerweile aus ihrer angeleinten Lage befreit hatte.
„Klausmüller“, korrigierte Klausmüller und betrat mit zusammengezogenen Nüstern abermals den Hausflur.
Seine Augen fixierten die Tür vor ihm, auf die Frau Greismann jetzt zustapfte und hinter deren Scheibe irgendetwas Riesiges auf und ab tanzte.
„Nicht öffnen!“, versuchte Klausmüller Frau Greismann noch zu warnen. Doch diese hatte bereits die Klinke heruntergedrückt und schob die Tür auf.
„In Deckung!“ Klausmüller raste hinter Klaras Beine und schob Klara wie einen Ritterschild vor sich her.
„Hey, wer bist du denn?“, hörte er Klaras Stimme und schon schmiss sich grau-weißes zotteliges Fell gegen Klaras Beine.
Klausmüller schnappte nach Luft, suchte den Ausgang. Er blickte zur Haustür. Die war zu. Welcher Vollidiot hatte die denn geschlossen? Er tänzelte hinter Klaras Beinen im Zickzack herum und versuchte sich auf zwei Beinen auszubalancieren. Mit den Vorderhufen hielt er sich die Nüstern zu.
„Klara! Ich sterbe!“, schrie er. „Was ist das? Das stinkt bestialisch!“ Mit einem zarten Plumps ließ er sich auf den Fußboden fallen.
„Das ist doch nur ein Hund.“ Klara hielt den Hund am Halsband fest.
„Herr Klausmüller“, mischte sich jetzt Frau Greismann ein. „Jetzt stellen Sie sich doch nicht so an. Das ist doch nur Tessa. Mein lieber Bobby.“
„Wie denn jetzt?“, fragte Joey, der gerade zur Tür hereinkam. Er hatte die Pferde im Vorgarten angebunden und das kleine Gartentor verschlossen. „Heißt der Hund Tessa oder Bobby?“
„Hä?“ Frau Greismann runzelte ebenfalls die Stirn, doch da ihre Stirn eh schon runzelig war, fiel das kaum auf. „Nein“, sagte sie, „Tessa ist ihr Name. Sie ist ein Bobby oder Bobbo oder Bobding. Na, wie heißen die denn noch mal?“
„Bobtail“, sagte Joey und klopfte Tessa das Fell. Sofort drehte sie sich zu Joey um. Ihr Schwanz wedelte nun wild über Klausmüller hinweg.
„Egal ob Tessa, Bobpo, Bobtail …“ Klausmüller richtete sich auf und wurde mit dem nächsten Schwanzschlag wieder umgehauen. Er presste erneut die Vorderhufe auf seine Nüstern. „Die stinkt!“ Er hustete. Tessa spitzte die Ohren und Klara hob Klausmüller auf den Arm. Sie drehte sich zu Joey.
„Hier stinkt’s wirklich etwas“, raunte Klara Joey zu. Der nickte, während Frau Greismann den dreien zuwinkte, damit sie ihr ins Wohnzimmer folgten. 
Zögernd gingen sie hinter Frau Greismann her. Tessa legte sich auf den Wohnzimmerboden und platzierte ihre Schnauze auf den Vorderpfoten. Ihre Augen waren trotz des für Bobtails üblichen langen Fells deutlich zu erkennen: zwei schwarze Knöpfe inmitten von kahl geschorenen Stellen. Frau Greismann hatte ihr kürzlich das Sichtfeld mit der Schere freigeschnitten. Das war geschehen, weil Frau Greismann es satt hatte, andauernd das Hinterteil mit dem Vorderteil zu verwechseln. Und nachdem sie einmal Tessa das Halsband um den Po gewickelt hatte, hatte sie zur Schere gegriffen und den Vorhang vor Tessas Augen entfernt. Das sah zwar ziemlich bescheuert aus, aber Tessa hatte endlich freie Sicht und Oma Greismann wusste nun: Das Halsband kommt dahin, wo ihr die zwei dunklen Punkte entgegenleuchteten. Und diese strahlenden, dunklen Knöpfe richteten sich nun auf Klausmüller. Nur auf Klausmüller. Der wiederum war froh, dass er die erhöhte Position auf Klaras Arm innehatte.
Klara entdeckte die Ursache für den Gestank in der Wohnung. Mitten auf dem Wohnzimmerteppich prangte ein riesiger Hundehaufen. Frau Greismann schien den überhaupt nicht wahrzunehmen. Sie schlurfte direkt auf ihn zu. Klaras „Vorsicht!“-Ruf verhallte ohne Reaktion von Frau Greismann. Klara, Joey und Klausmüller verharrten in ihren Bewegungen und starrten auf Frau Greismanns Beine, als könnten sie so den Weg von Frau Greismanns Füßen lenken. Und sie hatten Glück: Frau Greismann stapfte knapp am Haufen vorbei.
Und dann war es Tessa, die eine Kettenreaktion auslöste, bei der Frau Greismann schließlich Klausmüller schnappte und ihn als Putzlappen für ihre Wohnzimmerlampe nutzte.
Denn Tessa sprang an Klara hoch und schleckte dem in Klaras Armbeuge gekuschelten Esel durchs Gesicht. Von der sabbernden Hundezunge überrumpelt, sprang der mit einem Satz von Klaras Arm und landete auf Frau Greismanns Wohnzimmerlampe, mit der er dann versehentlich einen Angriff gegen die arme Frau Greismann flog. Noch bevor diese den Wohnzimmerschrank richtig geöffnet hatte, klebten ihr bereits der Lampenschirm vorm Kopf – und ein Esel im Gesicht.
„Ups.“ Klausmüller glitt an Frau Greismanns Körper dem Boden entgegen. Frau Greismann hingegen schwankte nach dem Zusammenstoß mit Klausmüller zunächst nur mit leichten, kreisenden Bewegungen, dann jedoch sah sie aus, als breitete sie sich gleich auf dem Boden aus.
Klausmüller floh über den Sessel wieder auf die Lampe und schaute den Pendelbewegungen von Frau Greismann zu. Zum Glück ergriff Klara rechtzeitig Frau Greismanns Ellbogen und brachte sie aus ihrer kreiselnden Umlaufbahn wieder in eine stabile Standposition. Klausmüller atmete erleichtert auf, Frau Greismann ebenso. Dann wischte Frau Greismann sich mit ihrer rechten Hand durchs Gesicht. Spinnfäden zierten ihre Falten und hafteten nun auch an ihren Fingern.
„Ich muss den Lampenschirm mal wieder putzen“, meinte Frau Greismann. „Wenn meine Tochter das sieht, will sie mir wieder eine Putzfrau aufschwatzen. Als wenn ich nicht selbst putzen könnte.“
Sie schüttelte den Kopf, als müsste sie das Bild ihrer Putzfrauen-aufdrängenden Tochter loswerden. Dann griff sie nach dem Lampenschirm, packte Klausmüller und wedelte mit ihm durch den Staub und die Spinnfäden. Noch bevor Klausmüller so recht wusste, wie ihm geschah, hatte sie ihn schon wieder auf den Boden gesetzt.
„Ich glaub, ich muss mich ein wenig setzen“, meinte Frau Greismann und ließ sich von Klara zum Wohnzimmersessel führen.
Es dauerte jedoch nicht lange und Frau Greismann hievte sich wieder aus dem Sessel. „Was wollte ich denn noch?“, fragte sie.
„Den Haufen da entfernen.“ Klausmüller zeigte mit seinem Huf Richtung Hundehaufen.
„Nein“, murmelte Frau Greismann, „das war etwas anderes.“ Sie kratze sich am Kinn und sah sehr nachdenklich aus.
„Haben Sie irgendwo eine Küchenrolle?“, fragte Joey, während Klara zu einem Fenster ging und es öffnete.
„Ja, dort, in der Küche auf dem Tisch.“
Frau Greismann begleitete Joey in die Küche. Eine Packung Milch, ein Messer, ein Teller, eine Haarbürste mit drei Millionen grauen Haaren und eine Nagelschere bevölkerten den Tisch. Von der Küchenrolle keine Spur.
„Ich wollte euch etwas kalte Limonade anbieten. Das war’s“, sagte Frau Greismann und öffnete den Kühlschrank.
„Können wir nicht gehen?“, fragte Klausmüller. Seine Nüstern zog er zu zwei schmalen Schlitzen zusammen.
Joey nahm die Milch vom Tisch und reichte sie Frau Greismann. Frau Greismann stellte die Milchbox in das Seitenfach des Kühlschranks. Sie wollte gerade die Tür schließen, als Joey ins Kühlfach griff und die Küchenrolle hervorzog. Er nahm sie mit ins Wohnzimmer, riss einige Blätter ab und entfernte den Hundehaufen. Klausmüller wandte sich ab und gab würgende Geräusche von sich. Klara half Joey. Joey brachte die Küchenrollenblätter nach draußen und Klausmüller strich wie eine Katze um Klaras Beine.
„Ich will hier raus“, röchelte er.
„Ja, gleich“, sagte Klara.
Frau Greismann erschien mit einer Limoflasche im Wohnzimmer.
„Irgendwo habe ich auch noch Kekse“, sagte sie.
Mit einem Satz saß Klausmüller auf dem Sofa.
„Wir bleiben“, sagte er.
Frau Greismann stellte die Limoflasche auf den Tisch vor Klausmüller und stiefelte dann Richtung Schrank.
„Gläser“, murmelte sie, „Gläser brauchen wir.“ Sie öffnete die Schranktür: „Ah!“, rief sie. „Da sind ja auch die Kekse.“
Sie zog eine Kekspackung hervor und Klausmüller spürte, wie die Spucke in seinem Maul zu einem See anschwoll.
Frau Greismann drehte sich zum Sofa, ging zwei Schritte und wurde dann aschfahl im Gesicht. Sie blieb stehen und begann zu zittern. Klara und Klausmüller blickten von Frau Greismann zu Joey, der gerade wieder zur Tür hereinkam. War irgendetwas an Joey, das Frau Greismann so erschauern ließ? Joey stand in der Wohnzimmertür und fragte sich, warum ihn alle anstarrten. Tessa lag wie schon zuvor schwanzwedelnd auf dem Fußboden. Doch Frau Greismann schien sich nicht vor Joey so erschrocken zu haben. Sie wankte nun zum Schrank zurück, riss die Türen auf, die sie gerade geschlossen hatte – und ließ die Kekse zu Boden sauen. Klausmüllers Augen sausten mit. Auch seine Mundwinkel bewegten sich nach unten. Wenn das hier so weiterging, hatten sie gleich nur noch Kekskrümel.
„Oh nein!“, rief Frau Greismann und fuhr sich mit beiden Händen vor den Mund.
„Ist etwas nicht in Ordnung?“ Klara eilte zu Frau Greismann. Bilder tauchten in Klaras Kopf auf. Bilder von ihrer eigenen Oma, als die einmal in ihrem Wohnzimmer zusammengebrochen war. Zum Glück war damals Klaras Mama zur Stelle gewesen, hatte Oma aufgefangen und aufs Sofa gesetzt. Danach hatte sie einen Krankenwagen gerufen und Oma war ins Krankenhaus gekommen. Gott sei Dank war es ihrer Oma später wieder besser gegangen. Doch Klara konnte sich noch genau an ihre eigenen zitternden Knie erinnern, als sie Oma so teilnahmslos im Sofa hatte hängen sehen. Wie gut, dass ihre Mama sich so beruhigend neben Oma gesetzt hatte, mit Oma geredet und ihre Hände gehalten hatte. Gleichzeitig hatte sie mit ruhiger Stimme Klara aufgefordert, ihr das Telefon zu bringen.
Klara versuchte nun, ebenso ruhig zu bleiben wie ihre Mama damals. Sie eilte auf Frau Greismann zu, ohne hektisch zu werden. Frau Greismann indessen öffnete mit zitternden Händen den Deckel einer alten Teekanne und sank dann lautlos in Klaras Arme. Joey kam sofort zu Hilfe. Gemeinsam brachten sie Frau Greismann zu ihrem Sessel.
Klausmüller starrte weiterhin auf die Kekspackung, die jetzt von den anderen unbeachtet den Boden zierte. 
Erst als Frau Greismann: „Es ist alles weg“, murmelte, schaute er kurz zu ihr.
Dann nahm die Plätzchenpackung ihn wieder gefangen.
„Frau Greismann?“ Klara versuchte Frau Greismann in die Augen zu schauen. Die alte Frau wirkte abwesend. „Frau Greismann, hallo“, sagte Klara, „was ist denn alles weg?“ Klara nahm Frau Greismanns Hand und strich über deren Handrücken.
„Mein gutes Geschirr ist weg“, sagte Frau Greismann leise. Ihr Blick aus hellblauen Augen verlor sich auf dem Teppichboden, den sie anstarrte. 
„Vielleicht ist es im Kühlschrank“, meinte Klausmüller und sprang vom Sofa. Irgendjemand musste sich jetzt mal um die vernachlässigte Packung am Boden kümmern.
„Und mein Herz…“ Frau Greismanns Stimme brach ab.
Klausmüllers Kopf sauste hoch. Er hatte gerade die Kekspackung in mühevoller Arbeit zwischen seine Zähne geklemmt. Klara tätschelte leicht mit der rechten Hand Frau Greismanns Wangen. Die linke Hand ließ sie in ihre Jackentasche zu ihrem Handy gleiten. Klausmüller verfiel in Panik.
„Wir brauchen einen Krankenwagen!“, rief er. Die Kekspackung verließ sein Maul und raste zu Boden.
„…medaillon, wollte ich sagen“, hauchte Frau Greismann. Ihr Blick löste sich vom Teppich und wanderte zu Klausmüller.
„Was’n das?“ Klausmüllers Blick wankte zwischen Klara und Joey hin und her.
„Das ist ein Anhänger für eine Halskette“, klärte Klara Klausmüller auf. „Das Herz kann man aufklappen und zum Beispiel ein Foto hineingeben.“
„Ausgeraubt“, murmelte Frau Greismann, „ich bin ausgeraubt worden.“
„Sie meinen“, sagte Klara, „hier waren Einbrecher?“ Klara zog ihre Hand wieder aus der Jackentasche und legte sie zurück auf Frau Greismanns Handrücken.


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