Samstag, 28. Februar 2015

[MiniRezension] Kaffee ist alle von Jo Berger




Autorin: Jo Berger
  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 608 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 90 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1499599838
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00KEPGKHS

Inhalt laut Amazon: »Ist heute Kindergarten?« 
»Ja«, flüstere ich, »aber erst viel später. Kuschel dich wieder ins Bett, Süße. Es ist noch sehr früh, die Vögelchen schlafen noch und der Papa schläft noch und ...« 
... die Mama schläft eigentlich auch noch. 
»Ich will nicht in den Kindergarten. Immer Kindergarten. Kindergarten ist blöd!«, dröhnt es aus dem lieblichen Spross heraus. 
Einen Augenblick sinniere ich darüber nach, ob ich in das Wehklagen einstimmen soll: Ich will nicht ins Büro. Immer Büro. Büro ist blöd. 


Meine Meinung: Auch mit diesen humorvollen Kurzgeschichten zaubert die Autorin ihren Lesern ein Lächeln ins Gesicht. Ihr kennt Heinz Becker noch nicht? Dann lernt ihn in dieser Episode kennen, denn Heiner ist der Vater der Erzählerin und ähnelt sehr der liebten TV Figur aus dem Saarland. 
In "Kaffee ist alle" gibt es wieder viele lustige mit Biss und Witz erzählte Alltagsmomente der Heldin, wo beim lesen einfach kein Augen trocken bleiben kann. Momente wie sie jeden Tag viele Leute eben auch erleben oder schon erlebten.
Die Autorin schreibt wie sie das Leben sieht und eben erlebt und das ganze mit einer Portion Humor verpackt. Auch hier wieder eine Leseempfehlung für euch.

Meine Bewertung: 

Freitag, 27. Februar 2015

[Lesedeal] Vampire Island von Katja Piel + Verlosung





Der neue vampirische Roman mit viel Biss von Katja Piel wartet sehnsüchtig in den Startlöchern auf seine Veröffentlichung, am 
3. März 2015 und ihr dürft ganz exklusiv die ersten Blicke auf den Text und das Cover werfen. Das eBook wird dann 3,49 € kosten bei Amazon.

Sieht es nicht wundervoll aus das Cover? Ich finde es absolut mega klasse.



Klappentext: Cassandra macht kurz vor ihrer Hochzeit gemeinsam mit ihrer Schwester Samantha einen letzten Urlaub als Junggesellin. Wo kann man besser seine
Freiheit genießen als auf Ibiza? Ein Vorfall im Meer hat allerdings Folgen für ihr Liebesleben. Sie stellt plötzlich ihre Liebe zu Steve in Frage, da der mysteriöse Mann sie unwiderstehlich anzieht. Er ist alles, was Steve nicht ist: selbstbewusst, sexy und geheimnisvoll.
Zum Start der düsteren Reihe voller Geheimnisse um Ibizas Vampire gerät Cassandra zwischen die Fronten zweier seit Jahrhunderte verfeindeten Vampirclans. Diese leben nach den Regeln der Tagwandler: 1. Verliebe dich nie in einen Vampir aus dem feindlichen Clan 2. Verliebe dich nie in einen Menschen und 3. Töte niemals einen Menschen Diese Regeln werden nach Jahren zum ersten Mal gebrochen. Auf der Insel werden Menschen durch eine neue Droge getötet, deren Hauptzutat das Blut von Vampiren ist.

Leseprobe:
Cassandra hatte nicht gut geschlafen. Immer wieder war ihr, als würde Gordon mit heiserer Stimme ihren Namen flüstern und zärtliche Koseworte murmeln. Doch als sie erwachte, war sie allein. 
Was bin ich für ein Dummkopf, schimpfte sie. Gordon war ein außergewöhnlicher Mann. Vermutlich konnte er tausend Frauen haben … vermutlich hatte er bereits tausend gehabt. 
Sie gähnte und streckte sich, warf einen Blick auf ihre Uhr, die sie auf ihrem Nachttisch deponiert hatte. Ein Geschenk von Steven. Steven! Er war so weit weg, wie ein Mann nur sein konnte. Ihre Gedanken an ihn waren nicht mehr romantischer Natur. Es ging ihr nur noch darum, wie sie aus der Beziehung entfliehen konnte, ohne ihn zu verletzen. Es war kurz nach sieben Uhr morgens. Er würde sich also vermutlich nicht bei ihr melden, in USA war es gerade nach Mitternacht. Mit einem wohligen Seufzer kuschelte sie sich noch einmal unter das Laken und schloss die Augen. In ihrem Kopfkino drehte sich alles nur um Gordon. Sie sah ihn wieder vor sich, wie ihm das Haar in sein gequältes Gesicht gefallen war, nachdem er noch einmal zu ihr gesehen hatte und über die Brüstung gesprungen war. Noch immer konnte sie den Whiskey in Gordons Kuss schmecken. Noch immer seine zärtlichen Berührungen auf ihrer Haut spüren. Beim Gedanken an gestern Abend wurde ihr heiß und sie seufzte. Ihr war es so vorgekommen, als wäre er gern bei ihr geblieben, aber irgendetwas hätte ihn daran gehindert. Welches Geheimnis umgab diesen unglaublich sexy Mann? 
Mit einem Lächeln im Gesicht sprang Cassandra aus dem Bett und ging ins Bad, um sich ausgiebig zu duschen. Sie spürte eine innere Unruhe. Sie musste Gordon wiedersehen. Ob sie ihn tagsüber im Club antreffen würde? 
Auf dem Weg zum Frühstück klopfte sie bei ihrer Schwester Samantha an die Tür. Eigentlich wäre sie viel lieber alleine runter gegangen, aber wie sie ihre Schwester kannte, wäre die dann eingeschnappt. Das war das Problem zwischen ihnen. Cassandra konnte sich nicht gegen sie behaupten, und ihre Schwester glaubte, sie müsse sie beschützen. Das war schon immer so gewesen und das würde sich nie ändern. Es sei denn, es würde genug Entfernung zwischen ihnen liegen. Cassandra seufzte, lehnte sich mit dem Rücken an die Wand im Flur und betrachtete die Bilder, die dort hingen. Jemand hatte die schönsten Strände und Sonnenuntergänge der Insel in Aquarell festgehalten.  
Wie gerne würde sie hierbleiben. Einfach aus ihrem eigenen Trott entfliehen, der spießigen Kleinstadtydille und dem Leben mit Steven. Warum war sie eigentlich nur so ängstlich, so beklemmt, so introvertiert? Warum war sie nicht so wie ihre Schwester? Resolut, bestimmend, die immer bekam, was sie wollte. 
„Guten Morgen, Cassy. Oh, du siehst müde aus. Hattest du Schmerzen am Knöchel? Wollen wir doch zum Arzt? Konntest du schlafen? Nach all der Aufregung.“ Samantha plapperte gnadenlos auf sie ein und sie revidierte ihre Aussage sich selbst gegenüber. Sie wollte doch nicht so sein wie ihre Schwester. Cassandra bemühte sich um ein Lächeln und stieß sich von der Wand ab. „Mir geht es gut, Schwesterherz.“ Prüfend ließ Samantha ihren Blick über sie wandern. Unangenehm. Wie eine Mutter, die bemerkte, dass die Tochter lügt. 
„Komm schon. Lass uns frühstücken. Ich habe einen Bärenhunger“, versuchte Cassandra ihre Schwester von sich abzulenken. Die zog die Tür hinter sich zu und folgte ihr durch den Flur. Sie wich einem Zimmermädchen aus, das ihren Putzwagen auf sie zusteuerte. „Buenos días“, begrüßte Cassandra sie. Die Frau lächelte und erwiderte den Gruß. 

Beim Frühstück erzählte eigentlich nur Samantha. Von der Insel und den Sehenswürdigkeiten, die sie unbedingt besuchen wollte. Cassandra lauschte nur mit einem Ohr, nickte aber hin und wieder. Auch wenn die Insel hauptsächlich für die Partys bekannt waren, die hier stattfanden, so war Ibiza doch voller interessanter Orte und Geschichten. So hieß es zum Beispiel, dass Ibiza eine ehemalige Pirateninsel war. Oder dass über der vorgelagerten kleineren Insel Es Vedra schon mal Ufos gesichtet worden seien. Ihre Schwester wollte heute nach Formentara fahren. Die Tickets hatte sie gestern Abend im Hotel gekauft, günstiger als am Hafen, erzählte sie begeistert. Cassandra verspürte einen Stich im Herzen. Sie wollte doch eigentlich Gordon wiedersehen. 
„Was ist? Du machst ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter.“ Da war er wieder. Dieser prüfende Blick, als würde Samantha ahnen, was in ihr vorging. Cassandra musste unbedingt an ihrem Pokerface arbeiten. Sie legte das Messer zur Seite und nahm einen Schluck des starken Kaffees. 
„Alles ok. Ich bin wohl nur etwas müde. Ich würde mich gerne heute nur an den Strand legen und faulenzen.“
„Das können wir doch auf  Formentera machen. Es soll so richtig toll sein da. Strände wie in der Karibik. Das Wasser so durchsichtig wie in der Badewanne. Und ich lade dich zum Essen in eines der exklusiven Beachclubs ein. Dort ist bereits ein Tisch für uns reserviert. Im Gecko Beach Club.“ Ihre Schwester hatte sich nach vorne gebeugt und den Namen geflüstert, als müsste er ihr etwas sagen. Tat er aber nicht. Cassandra hob nur eine Augenbraue. „Aha. Ist bestimmt teuer.“
„Ach Schätzchen. Ganz Ibiza ist teuer und Formentera sogar noch ein bisschen mehr. Lass uns doch mal genießen. Das ganze Jahr verkneifen wir uns Spaß und schöne Dinge.“ Verblüfft starrte sie ihre Schwester an. War sie über Nacht verrückt geworden? 
„Na schön. Von mir aus. Treffen wir uns in zehn Minuten hier unten?“ Cassandra legte die Serviette auf ihren Teller und schob den Stuhl zurück. 
Samantha bestrich einen Toast mit Honig und nickte. „Ja. Ich habe meine Tasche schon gepackt. Muss sie nur holen.“
„Kann ich ja mitnehmen, wenn du nicht mehr hoch musst“, schlug Cassandra vor. 
„Danke, das wäre lieb.“ Samantha schob ihr die Zimmerkarte zu. 

In weniger als zehn Minuten war sie wieder unten und fand ihre Schwester vor der Lobby. Sie lehnte an einer Palme. Lächelnd ging sie auf sie zu. 
„Können wir?“
„Taxi kommt gleich.“ 
Ja sicher, ihre Schwester überließ nichts dem Zufall. Es hätte ja sein können, dass sie kein Taxi in unmittelbarer Nähe gefunden hätten. Cassandra sah auf die Straße, wo mehrere hintereinander auf Fahrgäste warteten. 
„Wieso nehmen wir nicht einfach eins von denen?“
„Das wäre aber unfair …“ Samantha hielt inne, schob sich die Brille von der Nase und starrte über ihre Schulter hinweg auf etwas, das sie zu verstören schien. 
„Was ist?“
„Guten Morgen, Señoras.“ Cassandra erstarrte. Ihr Mund war plötzlich so trocken, dass sie kaum sprechen konnte. Sie drehte sich um und beobachtete, wie Gordon aus einem schwarzen Sportwagen stieg. Seine Augen waren hinter einer Sonnenbrille versteckt. Das schwarze Haar hing ihm lässig ins Gesicht. Er trug ein perlweißes Ralph Lauren Poloshirt und eine Bermudashorts aus Leinen. An den Füßen, die übrigens äußerst gepflegt waren, einfache Flip Flops. Cassandras Herz raste. Für einen Moment stellte sie sich vor, er würde in Zeitlupe auf sie zukommen. Wie im Film. Aber er war natürlich nicht so langsam. 
Gordon nahm ihre Strandtasche und lud sie ins Auto. 
„Aber wie …?“ Was tat er hier? Ihre Knie zitterten so sehr, dass sie kaum stehen konnte. 
„Steig ein“, flüsterte er in ihr Ohr und winkte Samantha zu. Die winkte zurück. Cassandra drehte sich um und hob entschuldigend die Schultern. Und dann passierte das Merkwürdigste: Ihre Schwester lächelte. „Wie kann das sein“, murmelte sie leise vor sich hin. 
„Magie“, hauchte Gordon in ihr Ohr, so dass ihr Körper sofort mit Gänsehaut reagierte. Sie wollte sich an ihn pressen, ihn küssen, seine warmen Hände spüren, aber sie besann sich rechtzeitig. Doch die Sehnsucht blieb. So als hätte er ihr Gefühlschaos gespürt, lächelte er sanft. „Ich weiß, mi querida. Ich weiß.“ Oh mein Gott. Er war wirklich unglaublich. 

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Und nun könnt ihr was gewinnen und zwar dieses exklusive kleine und feine Fanset, bestehend aus:



3 Magnete, Postkarte, Lesezeichen, Labello, Leseprobe

Was müsst ihr tun um zu gewinnen? Einfach hier kommentieren WARUM ihr dieses eine Fanset gewinnen möchtet. Ihr habt dazu Zeit bis zum 5. März um 23.59



Donnerstag, 26. Februar 2015

[Lesedeal] Penelopes Geheimnis von Kate Sunday



Etwas über ein Jahr mussten die treuen Leser von Kate Sunday auf dieses zweite Buch der "Im Schatten der Appalachen Reihe" warten. Der neue Titel lautet "Penelopes Geheimnis". Aber ich sage euch, das Warten hat sich gelohnt. Ich habe die kleine Leseprobe schon gelesen und fiebere nun dem Taschenbuch entgegen. Ab dem 3. 3 ist es dann endlich soweit:






1. Kapitel
Zur Hölle mit den Männern! Penny hoffte inständig, dass der Herr mit dem Dreispitz höchstpersönlich ein nettes Plätzchen dicht am Feuer für Jason Atkins reservierte. Unsanft zerrte sie am Reißverschluss ihrer prall gefüllten Reisetasche, sodass sie sich prompt den Zeigefinger klemmte. Sie beschloss, den Schmerz zu ignorieren und zog beharrlich weiter. „Verflixtes, widerspenstiges Ding, warum willst du nicht so wie ich?“ Endlich gelang es ihr, die Tasche zu schließen. Sie richtete sich auf und strich sich eine lästige Haarsträhne aus der Stirn. Ihr Blick fiel auf ein silbergerahmtes Bild, auf dem Jason sein schönstes Zahnpastalächeln zeigte. Mit einer Handbewegung fegte sie das Foto von der Kommode. Das hässliche Klirren, das auf dem Fuße folgte, klang wie süße Genugtuung in ihren Ohren. „Glaubst wohl, du kannst mich für dumm verkaufen, was? Wie konnte ich nur jemals …?“ Ihre Schimpftirade verstummte abrupt. „Oh, hallo Schatz.“ Seit wann hatte Abigail dort gestanden?
„Mommy? Mit wem sprichst du?“ Abbys blaue Kulleraugen scannten den Raum.
„Ach, mit niemandem. Mommy führt Selbstgespräche, Sweetheart.“ Yep. Mommy dreht langsam, aber sicher durch. Sie stieß ein künstlich klingendes Lachen aus und bückte sich, um die Glasscherben vom Parkettboden aufzuklauben. Anschließend warf sie den kaputten Rahmen inklusive Jasons dümmlich grinsendem Gesicht in den Papierkorb. Es war an der Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Sie hatte einfach kein Glück mit den Männern. Nein. Sie war eine von jenen Frauen, die mit schlafwandlerischer Sicherheit stets nach den Falschen griffen. „Sag mal, hast du deinen Rucksack fertig gepackt? Wir sollten langsam los“, sagte sie zu Abby, bemüht, ihrer Stimme Fröhlichkeit zu verleihen. „Ich bin sicher, Nana wartet bereits.“ Schließlich konnte Abby nichts dafür, dass sie auf einen Idioten hereingefallen war. Schon wieder.
„Und Tommy auch.“ Abby vergrub ihre Nase in dem karamellfarbenen Fell ihres Teddybären, den sie an ihre schmale Brust presste.
„Und Tommy“, bestätigte Penny. Ihre Tochter fieberte nicht nur danach, die heiß geliebte Großmutter, sondern auch deren behäbigen Kater in die Arme schließen zu dürfen. Tiere übten auf Abby eine magische Anziehungskraft aus.
Wenige Minuten später hatte Penny ihre Tochter samt Gepäck und Teddy in ihrem mitternachtsblauen Ford verstaut. Sie manövrierte den SUV aus der Parklücke und reihte sich in den zäh dahinfließenden Morgenverkehr ein. Die Straßen von Downtown Asheville vibrierten bereits vor Geschäftigkeit. Natürlich hatte es seine Vorteile, in einem schicken Apartment mitten in der City zu wohnen. Der Lärm, das Gewimmel und der dichte Verkehr nervten sie jedoch heute mehr als sonst. Kein Wunder, denn sie war übermüdet, hatte kaum geschlafen. Ihre Gedanken waren ständig um Jason gekreist. Auch Stunden später saß die Enttäuschung wie ein tiefer Splitter in ihrem Fleisch. Ob die Sache mit ihm überhaupt noch Sinn machte? Zähneknirschend rief sie sich zur Ordnung, als sie neue Tränen aufsteigen spürte. Sie wollte sich vor Abby keine Blöße geben. Fehlte noch, dass sie zu weinen anfing und ihr sorgfältig aufgetragenes Make-up ruinierte. Schließlich hatte es lang genug gedauert, bis sie alle Spuren der vergangenen Nacht beseitigt hatte. Nein, keine einzige Träne mehr würde sie wegen dieses Scheusals vergießen. Sie dachte nicht daran, sich das bevorstehende Wochenende durch trübe Gedanken verderben zu lassen. Sie würden zwei wunderbare Tage in Willow Creek verbringen, um mit [ … ] Hochzeit zu feiern. Tja, von einem weißen Spitzenkleid und einem funkelnden Ring am Finger hatte sie auch geträumt. Dieser schöne Traum war nun verpufft. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Verdammt. Sie würde nicht weinen! Ihre Finger krampften um das Steuer ihres Wagens, bis die Knöchel weiß hervortraten.
„Mommy, was ist los?“ Abby besaß feine Antennen.
Penny spähte blinzelnd in den Rückspiegel. „Alles in Ordnung“, versicherte sie rasch. Nichts war in Ordnung, rein gar nichts. Noch immer konnte sie es nicht fassen, dass Jason sie mit der rothaarigen Hexe aus dem zweiten Stock betrogen hatte. Ausgerechnet mit dieser Kuh, die ihre Kurven in billiges Elastan zwängte und sich mit Glitzerschmuck behängte wie ein bescheuerter Weihnachtsbaum. Was hatte die ihm außer einem zugegebenermaßen äußerst biegsamen Körper (was in der Natur der Sache lag, da sie als Aerobiclehrerin jobbte) zu bieten? Waren Männer so einfach gestrickt? Eigentlich müsstest du das nach all den Jahren endlich kapiert haben, Penelope. Sie versuchte, die Stimme in ihrem Kopf, die sie verblüffend an ihre Mutter erinnerte, zu ignorieren. Wenn sie ehrlich war, hatte es Anzeichen dafür gegeben, dass Jason kein Kostverächter war. Sie hatte das leise Schrillen der Alarmglocken ignoriert. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte. Sein hemmungsloses Flirten mit der attraktiven Brünetten in Wendy’s Diner, das sie großzügig mit seinem übermäßigem Weinkonsum entschuldigt hatte. Seine interessierten Blicke, wenn eine knapp bekleidete Frau auf dem Gehweg vorbeistöckelte. Die kleinen, wie zufällig wirkenden Berührungen, das vertrauliche Augenzwinkern, wenn er auf ihre Freundin Jenna traf. Jason mochte Jenna eben gut leiden, hatte Penny versucht, sein Verhalten zu rechtfertigen. Was war schon dabei? Welcher Mann sah nicht gern einer hübschen Frau hinterher? Gott, Penny, wie konntest du nur so blauäugig sein?
Sie schaltete in den nächsten Gang, während ihre Gedanken zum gestrigen Abend zurückwanderten. Sie hatte sich mit Jenna auf einen Drink in Delilah’s Cocktail Lounge verabredet und Jason gebeten, sich um Abby zu kümmern. Jason, der drei Blocks weiter ein todschickes Loft sein Eigen nannte und die meiste Zeit ohnehin bei Penny in der Hickory Road verbrachte, hatte großspurig versichert, das sei überhaupt kein Problem. Gekümmert hatte er sich allerdings weniger um Abby als um Candice. Penny hatte die beiden Turteltauben in ihrer Wohnung auf der Couch bei Kerzenlicht erwischt, wo Jasons Hände eifrig Candices nackten Körper erforschten.
Als Penny ins Zimmer trat, weiteten sich seine Augen vor Überraschung. „Schon … so früh?“, keuchte er, sich offensichtlich mitten in einem Aufruhr der Hormone befindend.
Candice warf den Kopf zurück, sodass sich ihr flammend rotes Haar wie feurige Lava über ihre Schultern ergoss. „Früh? Nein, mein Hase, ich bin noch lange nicht fertig mit dir.“ Als er nicht reagierte, folgte sie seinem starren Blick. Ihr Lachen erstarb.
„Tja“, sagte Penny mit einer Stimme, die einem arktischen Windhauch am Nordpol gleichkam, „ich schätze, die Party ist vorbei.“ Sie knipste das Deckenlicht an.
Candice löste sich von Jason, sprang auf und klaubte hastig ihre Kleidung vom Boden auf. „Ich … äh geh dann mal“, meinte sie überflüssigerweise, bevor sie sich in den Flur verzog.
 Mit einer Hand sein bestes Stück bedeckend, angelte Jason nach seinem Slip. „Ich hab dich noch nicht zurückerwartet, Honey.“

„Offensichtlich.“ 


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Na konnte ich euch nun anfixen und fiebert ihr nun dem Buch entgegen? Also merkt euch den 3. März und ist es nicht wundervoll das Buchcover? Ich liebe es. Sooo wunderschön.



Mittwoch, 25. Februar 2015

[Lesung] Arno Strobel im Haus am Dom in Frankfurt am Main am 22.2.15

Am Sonntag war es soweit und ich war auf meiner ersten Lesung im Jahr 2015.
Arno Strobel war zu Gast und las aus seinem aktuellen Psychothriller "Das Dorf" vor.
Zusammen mit der lieben Ira von "Jade and her books" bin ich zur Lesung hin.
Wir trafen uns schon um 17.30 Uhr auf der B-Ebene in der Hauptwache und eilten dann schnellen Schrittes zum Haus am Dom. Dort fand ja am Sonntag ein regelrechter Leseungsmarathon statt in der Zeit von 11:00 Uhr bis Abends 21:00 Uhr.
Ira und ich besorgten uns vor der Lesung noch das neuste Werk von Arno Strobel und weil wir ja Buchkaufverbot haben, schenkten wir uns gegenseitig das neue Werk von ihm (aber pssst nicht weiter sagen *fg*).
Die Zeit bis 19.00 Uhr verging zum Glück sehr schnell und dann betrat ein recht gut gelaunter Autor die Bühne. Das ganze wurde auch moderiert und der Moderator stellte Arno Strobel viele Fragen zu seinen Büchern und dann durfte der Meister endlich mit lesen beginnen.





Natürlich wurde an einer spannenden Stelle Schluss gemacht und von mir aus hätte der Autor noch die ganze Nacht lang weiterlesen können, das haben ein paar andere auf Facebook auch gesagt.




Danach gab es noch ein literarisches Schmankerl für uns und Arno Strobel las uns seine Kurzgeschichte vor, mit dem einfachen Titel "Die Fliege". 
An manchen Stellen war echt kein halten mehr und die Leute kugelten sich vor lachen.
Leider gingen die 60 Minuten sooo schnell rum, viel zu schnell für meinen Geschmack.
Nach der Lesung gab es noch eine kleine Signierstunde. Ich lies mir die Bücher "Rachespiel" und "Das Dorf" signieren und zum Schluss gab es noch ein gemeinsames Foto.





Dienstag, 24. Februar 2015

[Autorenvorstellung] Birgit Loistl



Bitte stelle dich doch bitte den Lesern vor:
Mein Name ist Birgit Loistl und ich bin 1977 in der Nähe von München geboren und aufgewachsen. Nach ein paar Jahren in der Schweiz lebe ich heute mit meinem Mann, unseren drei Kindern und unserem Fox-Terrier in einem kleinen Haus an einem wunderschönen See in der Nähe von München. Schreiben und Lesen gehören zu meinen größten Leidenschaften, allerdings kann ich diese meistens erst nachts ausleben, wenn alles schläft. Dann fallen mir hier aber oft die schönsten Geschichten ein.
Meine freie Zeit genieße ich am liebsten mit meiner Familie und Freunden bei einem guten Essen.
Bücher schreiben bedeutet für mich:
Beim Schreiben kann ich in eine andere Welt eintauchen und alles um mich herum vergessen. Ich leide mit meinen Figuren, freue mich für sie, lache mit ihnen und es ist wunderschön, diese Geschichten mit anderen Menschen zu teilen.
Lesen bedeutet für mich:
Dasselbe wie Bücher schreiben. Eintauchen in fremde Welten, sie spüren, schmecken, riechen. Ich kann mich fallen lassen, die Seele baumeln lassen bei einer Tasse Cappuccino und/oder einer großen Portion Ben & Jerry´s Chunky Monkey.
Homepage oder Blog/ Facebook Seite:
Facebook Autorenseite: www.facebook.com/autor.birgit.loistl
Die Bücher:
Forever Lizzy – erscheint am 20.2.2015
Always Sam –  erscheint im Sommer 2015
Teil III ist noch geplant – Erscheinungstermin voraussichtlich im Winter 2015
Hier entstehen meine Werkte:
Meistens in meiner Leseecke...aber auch im Garten, auf der Couch, vor dem Kamin...


Montag, 23. Februar 2015

Montagsfrage




Weitere Infos gibts beim Buchfresserchen


Am liebsten in einer Umgebung (mein Zuhause, Bett oder Sofa) wo es still ist und mich keiner nervt, indem er mich zulabert.

Natürlich lese ich auch gerne unterwegs im Zug, in der S-Bahn oder im Bus, aber da schaffe ich nicht so viel, wie Zuhause, da ich doch durch die recht lauten Geräusche abgelenkt werde.

Wie ist das bei euch so?

Sonntag, 22. Februar 2015

[Blogger-Autoren] We Love Books goes Colonia

Gestern war es soweit, unsere We Love Books Runde gab ein Gastspiel in unserer Partnerstadt Köln. Um 10.30 Uhr waren wir im Kölner Hauptbahnhof verabredet um dann mit der lieben Denise, die alles organisierte zusammen eine kleine Runde durch Köln zu drehen. Am Bahnhof waren dann schon Claudia & die liebe Shelly die ich auch von unserer Frankfurt Runde kannte. Nach wenigen Minuten gesellte sich auch noch die liebe Ulla zu uns dazu. Und kurz bevor wir den Bahnhof verliesen stieß Autorin Maike Hempel noch dazu. Unsere kleine Runde war nun vollständig und zusammen zogen wir durch die Strassen von Köln und ganz wie die Touristen *g* brav mit Kamera bewaffnet.

Die erste Station war der Heinzelmännchen Brunnen


Wir bummelten dann noch ein wenig in Richtung Rhein runter 



und machten uns dann auf den Weg zu unserem Brauhaus "Gaffel am Dom"

Wir bezogen unsere Plätze und so nach und nach trudelten dann noch die anderen ein. Die liebe Barbara war auch dabei. später kamen noch dazu die liebe Autorin Susanna Ernst, Autorin Cordula Broicher sowie unsere Frankfurter Autorin Carin Müller. Alle waren dann und wir hatten viel Spass und Freude gehabt. Viele bestellten Kölsch und Fassbrause und was von der regionalen Küche und ich ganz der "Langweiler" lieber einen klassischen Hamburger mit Pommes und Krautsalat. Denn ich persönlich bin kein Fan von regionaler Küche. Ich mag noch nicht einmal besonders die hessische Küche.

Autorin Maike Hempel mit der Shelly

Autorin Cordula Broicher vereint mit der Ulla

Meine liebe Blogpartnerin Denise mit der Autorin Carin Müller

Das Köln und Düsseldorf auch friedlich zusammen harmonieren, beweißen diese beiden hier gerade sehr gut *g*
Barbara und Ulla haben ihren Spass

Gegen Nachmittag löste sich so nach und nach unsere Runde auf. Ich wollte auch auf jeden Fall noch etwas von Köln sehen und bin dann in Richtung Schokomesum gestiefelt. Da ich mich ja in Köln recht gut auskenne war das losziehen kein Problem gewesen =) Und was ich so alles erlebte, werde ich jetzt aber nicht posten.

Es war ein wundervoller Tag und alle hatten ihre Freude gehabt und der erste Grundstein für künftige kölsche Treffen wurde gelegt. Wer Interesse haben sollte beim nächsten dabei zu sein, darf gerne mit Denise in Kontakt treten.

Das nächste treffen für Frankfurt finde am 21. März statt und dann gibts zum 1 jährigen eine große Party.


Samstag, 21. Februar 2015

[Rezept] Hackfleisch-Gemüse Suppe




Zutaten: 
2 große Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 große Möhren
2 große Zucchini
1 kleine Dose Kichererbsen
2 TL Olivenöl
500 g mageres Rinderhack
400 g stückige Tomaten
1 Dose grüne Bohnen

Zubereitung:
Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzene schälen und ebenfalls fein würfeln.
Möhren schälen und in scheiben schneiden. Die Zucchini gründlich waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Kichererbsen in einen Sieb geben, abspülen und gut abtrofen lassen.
Das Öl in einem Topf auf dem Herd erhitzen und dann das Fleisch darin anbraten. Das frische Gemüse dazugeben un ebenfalls anbraten. Jetzt mit 1/2 Liter Wasser auffüllen und köcheln lassen. die stückigen Tomaten unterrühren sowie die Kichererbsen. Das ganze sanft 30 Minuten auf kleiner hitzestufe köcheln lassen.
Hinterher das ganze würzen mit je 1TL: Paprika edelsüß, Kreuzkümmel, Oregano, Basilikum & Curry. Das ganze abschmecken und nicht den Pfeffer vergessen.

Guten Appetit!




Freitag, 20. Februar 2015

(FF) Deutscher Follow Friday




Weitere Infos gibts HIER:

Die heutige Frage lautet: Sucht einmal euer kleinstes und euer größtes Buch auf dem SuB? Vom Format ausgehend, nicht von der Seitenzahl. Wenn mehrere Bücher gleich groß/klein sind, dann nehmt jeweils von denen das dickste und das dünnste. Habt ihr jetzt Lust bekommen, die Bücher zu lesen, wenn ihr sie in der Hand haltet, oder werden sie noch länger auf dem SuB liegen?


Das sind meine beiden und ja ich würde sie gerne jetzt auf der Stelle lesen, wären da nicht die Reziexen die Vorrang hätten. So müssen diese beiden Schätzchen leider noch etwas subben =)

Donnerstag, 19. Februar 2015

[Autoreninterview] Isabell Bordermann

Autorin Isabell Bordermann, welche ich von den "We Love books Treffen" aus Frankfurt kenne, war so mutig sich meinen Fragen zu stellen und hier kommen genauso mutig ihre Antworten:





 Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Mit zunehmendem Alter habe ich Dinge erlebt und gesehen, dass der Drang, eine eigene Geschichte zu konzipieren, stetig zunahm. Irgendwann war es dann soweit!

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Abgesehen von mir selbst: Meine zwei besten Freundinnen.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Ich  lese das, was ich bereits geschrieben habe, genau und langsam durch. Verbessere und verschlimmbessere. Seufze  und ächze. Wenn ich das Gefühl habe, ich habe das aufs Papier gebracht, was ich wollte, bin ich glücklich.  Dann schreibe ich weiter. Danach geht alles wieder von vorne los.

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Ich habe unendlich viel übers Verlegen, Lekorieren, Korrigieren, Facebook, Amazon und Bloggen gelernt. Und es wird täglich mehr.

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Ich hatte zunächst Bruchstücke des Plots im Kopf. Dann hat sich dieser jedoch gemeinsam mit den Protagonisten selbstständig gemacht und ist mir streckenweise davongerannt, sodass ich alle Charaktere wieder einfangen und zurechtstutzen musste. Die Namen haben keine besondere Bedeutung.

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Meine Lieblingsfigur in „Dunkler Reiz“ ist Elke, die Schwester des Protagonisten Robert. Sie ist düster und geheimnisvoll, daneben ihrem Bruder voller Liebe zugetan. Sie wird vielleicht die Hauptperson in meinem nächsten Buch.

Bookdealer: Beschreib uns doch einmal dein Gefühl, welches du hattest, als dein erstes Buch veröffentlicht wurde.
Jaaaaaahhhhh! Juhuuuuu! Oh weia, meine Knie sind ganz weich! Wie soll ich mich heute auf meine alltäglichen Aufgaben konzentrieren??? Jaaaaaaaahhhhh! Jippiiieeeehhhh!

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Das sind so viele, dass ich keines herauspicken könnte, das diesen besonderen Status erhält. Jedes Buch verändert mich ein kleines Stück weit, wird ein Stück meiner Persönlichkeit. Selbst wenn mir das Gelesene nicht gefällt und ich mir sicher bin, dass ich das Buch nie nie nie mehr lesen möchte.

Bookdealer fragt: Wie ist es zur Entstehung von „Dunkler Reiz“ gekommen?
Die unterschiedliche Wahrnehmung von zwei Personen der exakt gleichen Wirklichkeit, basierend auf ihrem biografischen Hintergrund, hat mich schon immer fasziniert. Solch einen Konflikt wollte ich zum Leben erwecken: Einerseits der Lehrer, der in seiner Erwartungshaltung, die er von seiner Schülerin und Geliebten Maja hat, blind ist. Andererseits die Schülerin, die aus ihren eigenen Motiven heraus handelt, anders als der Leser es sich wünschen würde.
Welcher Wahnsinn kann aus sowas entstehen…

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Am liebsten lese ich immer noch gedruckte Bücher. Einerseits liebe ich Romane jeder Art, andererseits faszinieren mich auch immer wieder Biografien.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Ein gemütliches Plätzchen, ein schöner Tee, ein Feuerchen im Kamin, der Hund am Ende der Couch, der mit seinem Leben zufrieden ist.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
„Gone Girl“. Hamma.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja: Wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Ich war in Frankfurt und es hat mir dort sehr gefallen. Ich werde, falls möglich, jedes Jahr hingehen.

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Der persönliche Kontakt ist mir superwichtig. Auf meine Lovelybooks-Leserunde, die jetzt am 26. Februar beginnt, freue ich mich daher auch schon riesig.

(Anmerk: Bookdealer, flogt dem LINK und ihr könnt euch noch bis zum 25.2 bewerben)

Bookdealer fragt: Gibt es irgendwas, das dich am Buchgeschäft stört?
Dass die Verlage die Genres so radikal trennen, finde ich schade. Man erhält den Eindruck, dass hierunter die Kreativität einiger Autoren leidet. Sie müssen ihren Text dem Genre so weit anpassen, dass ihr Text letztendlich nicht mehr das ist, was sie eigentlich vorhatten zu schreiben. Da wäre ich eindeutig für mehr Flexibilität auf Seiten der Verlage (und Leser?).

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und gibt es einen Autor, den du unbedingt mal treffen möchtest?
Wenn es mir möglich ist, gehe ich sehr gerne zu Lesungen und Autorentreffen. Persönlich treffen würde ich gerne mal Tana French. Ich bewundere sie sehr und habe mich heftig in einen ihrer Protagonisten verguckt.

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest ?
Ooooch, da gibt es noch mehrere. Zunächst einmal wären da einige Reisen…


Vielen herzlichen Dank, liebe Isabell, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

Mittwoch, 18. Februar 2015

[Bücherregal] Meine Buchreihen im eBook Format

Vor ein paar Tagen hatte ich euch ja meine Buchreihen schon vorgestellt und heute folgen die eBooks .



01. Ich will kein .... Reihe
~....Autogramm
~....Bodyguard

02. Heart Hard Beat Trilogie (abgeschlossen)
~Heart Hard Beat
~Two heart Hard Beat
~Three Heart Hard Beat

03. Cinnamon Falls
~Weihnachten in Cinnamon Falls
~Neuanfang in Cinnamon Falls

04. Leonardos Zeichen
~Neuanfang
~Olivenküsschen

05. New York Titans in Love (ungelesen)
~Kein Mann für die Ersatzbank
~Knallharte Schale, zuckersüßer Kerl
~Weihnachtsbäckerei
~Verbotene Küsse in der Halbzeit
~Verliebt in der Nachspielzeit
~Make Love und spiel Football
~Touchdown fürs Glück


Dienstag, 17. Februar 2015

[Autoren Interview] Dominik Seiberth

Und wieder hat sich ein sympatischer bookshouse Autor in die Fänge der Bookdealerin begeben und steht für euch Rede & Antwort:


Bookdealer fragt: In wenigen Wochen erscheint ja dein erster Roman. Magst du den Lesern kurz was dazu erzählen?
Mein erster Roman mit dem Titel „Ein totes Leben“ erscheint im März im Bookshouse-Verlag. Es handelt sich dabei um einen Krimi, der in Heidelberg und Umgebung spielt. Worum es geht? Um einen Kommissar, der von seinen Erinnerungen an die Vergangenheit geplagt wird,  um das Schicksal zweier verschwundener Jungen und um die Fassaden, die Menschen um sich herum aufbauen – um Schein und Sein und um Lug und Trug. Obwohl die Handlung ernst und dramatisch ist, hat mir die Arbeit am Roman  sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass alle, die das Buch lesen, das merken und der Funken auf die Leser überspringt.

 Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
In der Oberstufe des Gymnasiums habe ich eine Literatur-AG besucht und mich dabei zum ersten Mal ernsthafter mit dem Schreiben auseinandergesetzt. Das erste Projekt, das ich schrieb, war eine Dystopie – also eine pessimistische Zukunftsvision – an die ich mich immer noch gerne zurückerinnere, auch wenn sie nie veröffentlicht werden wird. Nach dem Abitur habe ich ein FSJ in Südafrika gemacht, in dieser Zeit habe ich mit dem Schreiben pausiert. Aber die vielen Eindrücke und Erlebnisse, die ich während dieser Zeit sammeln durfte, haben mich danach wieder zum Schreiben inspiriert. Daraufhin habe ich mich mit einem weiteren Projekt bei der Literaturagentur Schmidt & Abrahams beworben und ein Vertragsangebot bekommen. Damit ging es mit dem Schreiben bei mir dann so richtig los.

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Meine Freunde und Bekannte sind, wie wohl die meisten Freunde und Bekannte, nie so richtig kritisch. Bisher hat ihnen das meiste, was ich geschrieben habe, ganz gut gefallen. Mehrere  Freunde haben mir bei „Ein totes Leben“ ausführlich und konstruktiv ihre Meinungen gesagt, was unglaublich hilfreich war. So konnten nicht nur grobe Fehler (wie falsche Uhrzeiten), sondern auch Feinheiten (wie kleinere Brüche in der Charakterisierung einzelner Figuren) noch bereinigt werden. Dafür bin ich ihnen allen sehr dankbar!

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Ich schreibe nicht drauflos, spezielle „Rituale“ habe ich aber auch nicht.. Zu Beginn erstelle ich immer ein dreiseitiges Exposé und eine Textprobe von 20-50 Seiten. Beides stelle ich meiner Agentur vor.  Und dann, wenn ich grünes Licht bekomme, geht das Schreiben los.

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Ich muss mir meine Zeit besser einteilen – Studium, Nebenjobs und Schreiben neben insgesamt sehr viel Zeit in Anspruch. Da ich gerne etwas mit Freunden unternehme, muss ich jetzt ein bisschen genauer hinschauen, wenn ich alles unter einen Hut bringen will.

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Meistens habe ich zunächst eine Figur im Kopf, die mit irgendeinem Problem konfrontiert wird. Ich überlege dann ausführlihch, ob Figur und Ausgangsproblem einen kompletten Roman tragen können.
Zur zweiten Frage: Bei meinen ersten Schreibversuchen hat tatsächlich hinter jedem Charakternamen eine Bedeutung gesteckt. Mittlerweile halte ich das persönlich aber für zu „gekünstelt“ und achte nur darauf, ob die Namen, die ich mir ausdenke, zu den Charakteren, die ich im Kopf habe, passen und stimmig klingen.

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Einen Lieblingscharakter habe ich nicht, ebenso wenig wie es einen Charakter gibt, den ich absolut nicht ausstehen kann. Alle meine Figuren haben ihre Ecken und Kanten, ihre Stärken und Schwächen, ihre guten und ihre schlechten Seiten. 

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Es gibt viele Bücher, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, unter anderem die Romane von Jonathan Franzen, George R.R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ und Donna Tartts „Die geheime Geschichte“. Doch wenn ich mich für eines entscheiden müsste, würde ich sagen: Stephen Kings „ES“.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Es gibt einige Autoren, die das machen. Ob das für mich selbst auch etwas ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es noch nie versucht habe. Im Moment schreibe ich lieber für mich alleine und genieße die Freiheiten, die das mit sich bringt.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Bisher habe ich mir noch keinen E-Reader zugelegt. Dafür mag ich die Haptiik „richtiger“ Bücher einfach zu sehr. Wenn mein Bücherregal aber irgendwann zu voll sein sollte, werde ich wohl darüber nachdenken, auf E-Books umzusteigen.
Meine Lieblingsgenre sind Krimi/Thriller und Young Adult. Das spiegelt sich auch im Schreiben wieder, denn ich schreibe Romanprojekte in beiden Bereichen. Ob es ein Genre gibt, das ich überhaupt nicht mag? Ich habe keine Liebesromane in meinem Regal stehen.  

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Ein Feuer im Kamin und eine warme Decke. Im Sommer sitze ich abends auch gerne im Garten meiner Eltern. Dann gehören für mich der Sonnenuntergang und das Zirpen der Grillen zu einem gemütlichen Abend dazu.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Natürlich schaue ich mir Buchverfilmungen an! Die letzte Verfilmung, die ich gesehen habe, war der dritte Teil von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie. Buch und Film sind zwei verschiedene Medien, darum kann ich auch mit unterschiedlichen Erwartungen an einen Film herangehen, zu dem ich das Buch schon gelesen habe. Und mich über Gemeinsamkeiten, aber auch über Unterschiede freuen.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Ich war bisher zweimal auf der Frankfurter Buchmesse und fahre dieses Jahr vielleicht ein weiteres Mal hin. Nach der Messe war ich dann zwar immer geschafft (so viele Menschen und Eindrücke!), aber auch froh, dagewesen zu sein. Auf der Leipziger Buchmesse war ich mangels Zeit und der räumlichen Entfernung bisher leider noch nicht.

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Der persönliche Kontakt zu den Lesern ist mir sehr wichtig, denn die Leser sind es ja, für die ich schreiben will. Einerseits kann ich mich als Autor nur dann verbessern, wenn ich das Feedback meiner Leser bekomme, andererseits wollen viele Leser gerne mehr über ein Buch und den Menschen dahinter erfahren. Also freue ich mich über jede Form von Kontakt. Und darum möchte ich auch, sobald mein erster Roman erscheint, eine Leserunde starten.
 
Bookdealer fragt: Gibt es irgendwas, dass dich am Buchgeschäft stört?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich künstlerische Freiheit und Markttauglichkeit beißen. Ich würde mir mehr ausgefallenere Romane wünschen, die mit Genrekonventionen und Lesererwartungen brechen und einen mit offenem Mund zurücklassen.

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Wenn es sich einrichten lässt, besuche ich auch Lesungen von Kollegen. Die letzte Lesung, die ich besucht war, war von Isabella Benz, die aus ihrem Debütroman „Die Dämonen von Lorch“ gelesen hat. Gerne einmal treffen würde ich George R.R. Martin, dessen Ideen- und Einfallsreichtum mich sehr beeindruckt.

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch, den du dir noch erfüllen möchtest?
Als Backpacker durch Indien zu reisen.


Vielen herzlichen Dank lieber Domink, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.
Vielen Dank für die interessanten Fragen!

Dominik

Montag, 16. Februar 2015

[Rezension] Hexenkinder - Unter Piraten von Sabine Bürger



Autorin: Sabine Bürger
Broschiert: 391 Seiten
Verlag: bookshouse (18. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 996352561X
ISBN-13: 978-9963525614
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,5 x 19 cm

Mein Dank geht an die Autorin, die mir ein Exemplar zur Verfügung stellte

Inhalt laut Amazon: Mithilfe der Zauberamulette seiner Familie hat der 13-jährige Florian Falco den Sprung in die Vergangenheit geschafft. Und nicht nur das. Seine fünf besten Freunde begleiten ihn. Während Florian Falco und seine heimliche Jugendliebe Anastasia im mittelalterlichen Warnemünde landen, fallen Hans Peter und Bernhard auf der Ostsee in die Gewalt dänischer Piraten. Charlotte und Mohamed Janek begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihnen. Doch wer ist Freund und wer Feind, in einer von Grausamkeit und Aberglauben geprägten Zeit? Konfrontiert mit den verbrecherischen Branntweinbrüdern, dem barbarischen Narbenpete, den mörderischen, von Habgier und Rücksichtslosigkeit geprägten Freibeutern, stützen sie sich auf ihre Freundschaft und Kämpfen gemeinsam um ihr Überleben. Werden die sechs Freunde jemals in ihre eigene Zeit zurückfinden?

Meine Meinung: In diesem zweiten Hexenkinderroman von der symaptischen Autorin Sabine Bürger lernen wir den EffEff kennen, besser bekannt auch unter seinem Namen Florian Falco. Er ist der jüngere Bruder von Sam. Wir haben sie bereits in Band 1 kennengelernt. 
EffEff möchte unbedingt hinter das Geheimnis der Zeitreise kommen und so erfährt er eines Tages wie das ganze nun geht. Mit von der Partie sind noch seine besten Freunde, sowie seine Liebe Anastasia. Zusammen suchen sie die drei Amulette die sie in die Vergangenheit bringen sollen. Gesagt getan.
Der Zeitsprung gelingt, sie landen in Warnemüde im Jahr 1522, allerdings wurden sie getrennt. Die Freunde begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach den anderen und was sie alles unterwegs erleben, möchte ich jetzt nicht verraten.

Das Cover ist absolut passend gestaltet und ein absoluter Blickfang in jedem Regal. es zeigt drei Kinder am Strand, einen Piraten und ein Piratenschiff im Hintergrund. Da hat der Verlag echt was weg, großes Lob an den Designer.

Wer mich ja kennt, weiß dass ich Zeitreiseromane sehr liebe und so war ich gleich mit großer Begeisterung dabei, als mich die Autorin fragte, ob ich ihr neustes Schätzchen lesen wollte. 
Allerdings hat mich jetzt der zweite Teil nicht so 100% in den Bann ziehen können wie sein Vorgänger. Vielleicht hatte ich anderes erwartet, als ich dann bekommen hatte. Mir persönlich fehlte irgendwie der "hach war das schön kribbel Effekt".

Die Kids EffEff und seine heimliche Liebe Anastasia landen irgendwo mitten in Warnemünde, Hans-Peter und der Bernhard fallen gefährlichen Piraten auf großer See in die Hände und auch Charlotte und Mohamed treffen auf die abenteuerlichsten Leute als sie sich auf die Suche nach den vermissten Freunden begeben.


Der Schreibstil ist sehr flüssig, locker und leicht und einfach zu verstehen und lässt einen diesen Jugendroman recht schnell durchlesen. 
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Sichtweisen, denn jedes der Kinder erlebt ja was und der Leser sollte dies auch nicht verpassen.

Die Schilderung der damaligen Zeit gefiel mir sehr gut, sie kommt sehr real und lebendig rüber und ich fühlte mich des öfteren wie live dabei.

Die Geschichte punktet mit sympatischen und sehr authentischen Charakteren die man einfach mögen muss, kleiner Minuspunkt vielleicht bei Florian Falco, er ist Berliner durch und durch und dieser Dialekt kam in den Erzählungen doch recht oft vor, was jetzt nicht so 100% meinen Geschmack treffen konnte, denn ich bin generell kein so großer Fan von Dialekten in Büchern. Dennoch mochte ich ihn auch und schloss ihn nach einer Weile in mein Herz.

Fazit: Man kann diesen Band durchaus lesen, ohne vorher zu wissen um was es im ersten Teil geht, da beide Geschichten ineinander abgeschlossen ist.
Wer auf der Suche nach netter Unterhaltung ist und gerne Warnemünde im Jahr 1522 kennenlernen möchte, der ist hier ganz klar richtig. Eindeutige Leseempfehlung für alle die Zeitreisen lieben.

Meine Bewertung: