Donnerstag, 7. Mai 2015

[Blogtour Tag #2] Ein totes Leben von Dominik Seiberth

Heute macht die Blogtour auf meinem Blog halt und bei mir erzählt Dominik die Idee / die Hintergrundsstory zu "Ein totes Leben"


Bookdealer fragt: Erzähle mir etwas zu der Idee bzw zur Hintergrundgeschichte deines Romans:


Dominik Seiberth: Tatsächlich hatte ich zuerst nur ein einzige Szene im Kopf: Ein (zu diesem Zeitpunkt noch) namenloser Kommissar läuft über einen im tiefen Nebel liegenden Camping-Platz. Es ist früher Morgen, der Atem bildet Wolken vor seinem Mund, das tote Holz ächzt unter seinen Schritten. Er hat seine Waffe gezogen, denn er weiß, dass er in Gefahr ist. Er blickt sich unruhig um, denn er weiß nicht, aus welcher Richtung die Gefahr schließlich kommen wird.
Wer den Roman gelesen hat (oder noch lesen wird), weiß, dass es diese Szene in sehr ähnlicher Form auch in der finalen Fassung noch immer gibt. Der Kommissar ist jetzt natürlich nicht mehr namenlos, er heißt Jonathan Weitzäcker. Anstatt an einem vernebelten Morgen im Herbst spielt die Szene in einer eiskalten Winternacht. Und Jonathan ist nicht alleine, sondern in Begleitung eines Kollegen vom Kriminaldauerdienst. Aber der Kern der Szene ist noch immer derselbe.

Kurz nach dieser ersten Szene gab es dann noch eine weitere Szene, die ich im Kopf hatte, von der ich hier aber nicht viel schreiben kann, weil sie aus dem letzten Drittel des Romans stammt und zu viel vorwegnehmen würde. Daher nur ein Satz dazu: Eine Frau sitzt lachend im Bad, bis sie von Polizisten gefunden wird.

Diese beiden Szenen waren also der Anfang.
Und dann? Ich wusste schon länger, dass ich gerne einen Krimi schreiben wollte, aber ich wusste auch, dass das vermutlich gar nicht so einfach sein wird. Denn was war/ist meine eigene Erwartung an einen guten Krimi? Die Antwort darauf: Viele Verdächtige; viele Fährten, die in die falsche Richtung führen; und am Ende soll es einen Täter geben, den man bei seinen eigenen Überlegungen eher weniger im Verdacht hatte, und der – rückblickend betrachtet  - dann aber doch Sinn macht.
Und dann gab es noch eine weitere Erwartung, die ich an mich selbst stellte: Ich wollte einen Krimi erzählen, der nicht mit einem Mord beginnt; einen Krimi, von dem man nicht einmal weiß, ob es überhaupt einen Mord gibt. Die meisten Krimis beginnen mit einem Mord, mit einem Kommissar, der an den Tatort gerufen wird und einem Gerichtsmedzinier, der die Leiche untersucht. Jonathan Weitzäcker sollte es aber mit einer anderen Art von Fall zu tun bekommen.

Als ich schließlich wusste, was für eine Art von Fall das sein sollte, überlegte ich mir zuerst, wie aus einem namenlosen Kommissar eine dreidimensionale Figur mit einer eigenen Geschichte, eigenen Motiven, Ängsten und Hoffnungen entstehen konnte. Nach und nach entstand so die Figur des Jonathan Weitzäcker, eines Mannes, der seinen Beruf zu persönlich genommen hatte und sich geschworen hatte, es kein weiteres Mal so kommen sollte (in meinen Notizen habe ich viel, viel mehr Informationen über Jonathan und sein Leben als es letztlich in den Roman geschafft haben).

Die eigentliche Arbeit am Roman war letztlich nicht das Schreiben an sich, das mir sehr viel Spaß machte, sondern die Auslegung falscher Fährten und die kleinen, verstreuten Hinweise auf den echten Täter. Darum schrieb ich auch kein einziges Wort, bis ich nicht alle meine Verdächtigen hatte (und mir auch Gedanken darüber gemacht hatte, wie die falschen Fährten nach und nach aufgelöst werden sollten).



Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war die Tatsache, dass die Camping-Platz-Szene nicht nur die erste Szene war, die ich vor Augen hatte. Im Roman ist die Szene auch gleichzeitig ein absoluter Wendepunkt für die Geschichte. Denn ab dieser Szene beginnen sich die falschen Fährten, die ich ausgelegt habe, aufzulösen – bis es ganz am Ende nur noch einen möglichen Täter gibt. 

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07.05 The bookdealer and more (hier bei mir)
08.05. booksline
10.05. Mein Leben


Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    Hm, O.K. ein Krimi der sich wohl eher langsam dem Opfer und Täter nähert, wie mir scheint.

    Bin gespannt, was ich noch erfahren werde.

    LG..Karin..

    PS : Daten sind hoffentlich auch mit PN akzeptabel.

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    1. ja natürlich liebe Karin =) hab mit der Tourleitung gesprochen, geht in Ordnung

      LG Sheena

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    2. O.K. Danke Sheena..LG..Karin...

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  2. Sehr schöne und interessante Hintergrundinformationen. Ich wünsche einen schönen Donnerstag.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  3. Hallo,

    sehr interessant welche Szenen zuerst da waren. Scheint ein spannender Krimi zu sein. Bin gespannt was ich bei der Blogtour noch über das Buch erfahren werde.

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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