Samstag, 31. Januar 2015

[Autoren Interview] Rosita Hoppe

Neues Jahr, neues Interview =)
Ich habe mich virtuell mit der zauberhaften Rosita Hoppe zusammen gesetzt und was dabei raus kam, könnt ihr nun selber lesen:




Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Nachdem mir von etwa 12 Jahren vieles im Kopf herumschwirrte, was ich nicht los wurde, erzählte ich zufällig meiner damaligen Physiotherapeutin davon. Sie riet mir, es doch alles mal aufzuschreiben und erzählte, sie hätte einen Bekannten, der Krimis veröffentliche.
Ich nahm ihren Ratschlag tatsächlich an und beschritt mit ersten Aufzeichnungen einen neuen Lebensweg, der mein Leben bestimmt.

Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Mein Mann, der mit meinem Schreiben leider so gar nichts am Hut hat.
Schreibtechnisch meine Töchter, aber sie lesen erst, wenn das Buch schon veröffentlicht ist.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Wenn du meine tägliche Arbeit meinst, dann muss ich gestehen, dass ich zwischendurch meistens Schokolade brauche.
Wenn ich ein Projekt neu beginne, entwickele ich zuerst ein Arbeitsexposé und die Charaktere, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne.

Bookdealer fragt: Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du schreibst?
Ganz viel hat sich geändert – denn Schreiben ist zu meinem Hauptberuf geworden. Ich durfte in den vergangenen Jahren so viele wunderbare Kollegen, Verlage, Blogger und Leser kennenlernen –sei es persönlich, sei es durch Fb. Diese Kontakte bereichern mein Leben, inspirieren mich und ich möchte das nicht missen.

Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Mal so, mal so würde ich sagen. Es kommt vor, dass mir jemand – noch ohne Namen – im Kopf herumspukt, mir über die Schulter schaut und mir ins Ohr flüstert, ich solle doch endlich mal seine oder ihre Geschichte aufschreiben.
Dann kommen mir Orte, Begebenheiten in den Sinn, um die ich eine Geschichte webe.
Bei der Namenswahl kommen mir manchmal spontan die „richtigen“ Namen in den Kopf, manchmal überlege ich lange, welcher Name passen könnte und ändere ihn auch manchmal während des Schreibens. Das ist mir bisher aber nur bei Nebencharakteren passiert, die Namen der Hauptpersonen stehen eigentlich immer vorher fest und mit jedem einzelnen bin ich glücklich und finde, dass er wunderbar passt.

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Die Bücher von Susan E. Philips, Carly Phillips, Nicolas Sparks und Danielle Steel haben mir schon gefallen, bevor ich mit dem Schreiben begann. Als ich anfing, wünschte ich mir, so schreiben zu können wie sie. Aber natürlich entwickelt man einen eigenen Stil.
Inzwischen „bevölkern“ viele deutsche AutorenkollegInnen meine Bücherregale. Kein einziges der wundervollen Bücher ist aus meinen Regalen wegzudenken.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben?
Das wäre sicher eine interessante Erfahrung.

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
All meine Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, sogar die bösen mag ich.
Aber einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen wird immer Viktor aus „Wenn es Liebe wird“ haben. Er ist ein sexy Typ, finde ich. Aber er hat so schwer an der Schuld, die er sich zuschreibt, zu tragen, dass man ihn andauernd tröstend in die Arme nehmen will.

Bookdealer fragt: Wie ist es zu der Entstehung von  Küsse am Meer gekommen?
Bei Küsse am Meer war es zuerst die Insel Amrum, die für mich als Handlungsort feststand. Schon seit ich vor Jahren eine Kurzgeschichte schrieb, die auf Amrum spielt (zu lesen übrigens in Zuckersüße Küsse) stand für mich fest, eines Tages einen Roman zu schreiben, der auf einer für mich schönsten Inseln spielt. Ich bin sehr glücklich, dass ich es realisieren konnte.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist) ?
Bei Wenn es Liebe wird hat es zwei Jahre gedauert, bis ich es endlich in die Welt, sprich an verschiedene Agenturen schickte. Allerdings schrieb ich zu der Zeit noch nicht so viele Stunden am Tag, wie ich es heute mache. An Küsse am Meer arbeitete ich ein Jahr.
An Kurzromanen (so um die 100 Seiten), die ich unter verschiedenen Namen veröffentliche, schreibe ich etwa 2 Monate – mal weniger, mal etwas mehr.

Bookdealer fragt: Wie ist es denn dazu gekommen, dass du auch Erotikromane unter anderem Namen schreibst und was reizt dich daran besonders?
Ich habe die Liebesszenen in all meinen Romanen schon immer gern etwas ausführlicher geschrieben. Vor einigen Jahren verfasste ich einige erotische Kurzgeschichten, die zum Teil auch veröffentlicht wurden. Allerdings stand das Genre Erotik nicht im Vordergrund. Inzwischen, seit ich beim Klarant Verlag untergekommen bin und sie mich fragten, ob ich mir vorstellen könne, erotische Kurzromane zu verfassen, hat sich das geändert. Ich schreibe seit Monaten nur noch Erotik und ich muss feststellen, dass die E-books sehr gut laufen.
Niemals hätte ich gedacht, jemals Verträge zu bekommen, ohne dass ein Projekt besteht – im Bereich Erotik geschieht es tatsächlich. Ich bekomme Verträge, ohne dass ich eine Idee für die jeweilige Geschichte habe. Ein Luxus, der hoffentlich noch lange anhalten wird.

Bookdealer fragt: In welchem Genre könntest du dir noch vorstellen, Bücher zu schreiben?
Liebesromane, Frauenromane und Erotische Romane sind genau mein Genre. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, in einem weiteren Genre zu arbeiten.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Ich lese sowohl E-books wie auch Prints. Es gibt Bücher, die muss ich einfach im Bücherregal stehen haben. Sei es, weil ich die Autoren kenne und schätze, oder auch, weil mich ein Roman ganz besonders anspricht. E-books sind eine gute und günstige Alternative, die außerdem nicht viel Platz brauchen.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Ein gutes Buch, eine kuschelige Decke, vielleicht ein Tee und im Winter gern ein loderndes Kaminfeuer. Ich Sommer lese ich sehr gern draußen im Garten.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Da muss ich überlegen – ich glaube, das war „Ziemlich beste Freunde“.
Wenn ich ein Buch kenne, frage ich mich jedes Mal, ob mich der Film dazu nicht vielleicht enttäuschen würde. Im umgekehrten Fall, wenn ich zuerst den Film sehe, der mir gefällt, dann möchte ich meistens auch das Buch dazu lesen.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Im vergangenen Oktober war ich zum ersten Mal in Frankfurt. Drei Tage voller Wahnsinnseindrücke, die ich nicht missen möchte. In Leipzig war ich noch nicht, noch steht leider nicht fest, ob ich es in diesem Jahr schaffe. Es hängen einige private Dinge, die noch in der Schwebe sind, davon ab. Aber ich hoffe sehr, dass es noch klappt.

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
Der persönliche Kontakt ist mir sehr wichtig, sei es durch Leserunden, Kommentare in Büchergruppen.

Bookdealer fragt: Gibt es irgendwas, dass dich am Buchgeschäft stört?
Ja, leider. Mich stört die Geiz ist geil-Mentalität. Zum Beispiel bei E-books, die sowieso schon viel günstiger angeboten werden, als das vergleichbare Taschenbuch – obwohl die Arbeit an dem Buch für den Autor dieselbe ist. Aber E-books, die nicht „fast“ verschenkt werden, werden oft nicht beachtet. Außerdem kann ein kleinerer Verlag Printbücher nicht so preiswert drucken lassen, wie die ganz großen und leider liegen diese Bücher ganz selten in den Buchhandlungen.
Ein ganz großes Problem sind außerdem die Piratenseiten, wo tausende Bücher kostenlos illegal heruntergeladen werden können.  Da kommt mir die Galle hoch und ich bin, wie viele meiner Kolleginnen sehr traurig, dass es etliche Leute gibt, die unsere Arbeit dermaßen mit Füßen treten.

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Ja, unbedingt. Leider sind hier im Umkreis nicht so viele Lesungen, manchmal passt auch der Termin nicht, obwohl ein toller Autor/Autorin in der Nähe lesen.
Ich freue mich immer ganz besonders auf die DeLiA-Tage, die in diesem Jahr übrigens am letzten Wochenende in Sulzbach/Saarland stattfinden werden. Da kommen Liebesromanautorinnen zusammen, es finden jede Menge Lesungen statt. Immer wieder ein Highlight

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?
Ich möchte noch lange gesund bleiben, tolle Ideen haben, die sich mit wunderbaren Verlagen verwirklichen lassen.
Mein Herzenswunsch ist es natürlich auch, dass viele Leser meine Bücher lieben werden.

Vielen herzlichen Dank liebe Rosita, dass du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

Ich habe mich zu bedanken, liebe Verena. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten. 


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