Mittwoch, 26. Februar 2014

[Autoren Interview] C.M Singer

Pünktlich zum Frühstück nahm die liebe Autorin C.M Singer an meinem virtuellen Frühstückstisch platz und wir haben zu Brötchen & Kaffee sehr nett geplaudert. Was dabei raus kam, dürft ihr nun hier lesen:





Bookdealer fragt: Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?
Schreiben ist seit über zehn Jahren Teil meines Brotjobs – allerdings beinhaltet das nur Fach- und Werbetexte. Meine innere Feder für fiktive Geschichten habe ich vor ca. 4-5 Jahren im Rahmen eines Schreibwettbewerbs auf Goodreads entdeckt.


Bookdealer fragt: Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?
Meine Familie und meine Freunde stehen voll und ganz hinter mir und meiner Schreiberei – auch wenn zu Anfang jeder noch sehr kritisch war, ob das was werden könnte …
Die einzigen, die der ganzen Sache noch immer eher skeptisch gegenüber stehen, sind mein Bruder und meine Schwägerin, aber nur, weil sie mit dem Thema an sich wenig anfangen können. Ansonsten bin ich sehr glücklich sagen zu können, dass ich in meinem direkten Umfeld nur Unterstützer habe.

Bookdealer fragt: Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben oder schreibst du einfach drauf los?
Also zunächst Mal brauche ich meine Musik, um in Stimmung zu kommen. Und dann lese ich erst etwa 30 Minuten lang die letzten Seiten, damit ich wieder voll und ganz in der Geschichte drin bin. Dann noch was leckeres zu trinken und zu naschen – und los geht´s!

Bookdealer fragt: Wie ist die Idee zu „Ghost/Soulbound“ entstanden und warum sind es Geister geworden und nicht zb: jetzt Vampire oder so?
Ganz einfach: ich liebe liebe liebe Geistergeschichten J Und ich finde, es gibt noch nicht genug davon. Außerdem denke ich, dass in dem Thema sehr viel Potenzial steckt, das im Gegensatz zu Vampiren, Werwölfen, Engeln und Dämonen noch nicht völlig ausgelutscht ist. Einer Romanze zwischen einer Lebenden und einem Geist wohnt automatisch etwas Tragisches inne und man fragt sich: wie soll das jemals funktionieren?


Bookdealer fragt: Glaubst du persönlich jetzt an Geister?
Übersinnliches – inklusive Geister – interessiert mich schon seit meiner Jugend. Ich habe eine mystische Ader (mein Aszendent ist Skorpion), gleichzeitig bin ich aber ein sehr rational denkender Mensch (Sternzeichen Jungfrau…). Das führt dazu, dass in mir ständig zwei Seelen darüber streiten, ob es so etwas wie Geister wirklich gibt. Meistens gewinnt der Skorpion über die Jungfrau, und deshalb ja, ich glaube, dass es Magie und Geister gibt. Aber bitte holt jetzt nicht die Herren mit den weißen Turnschuhen. Ich habe selbst auch schon ein paar übersinnliche Erlebnisse gehabt. Zwar ohne Geister, aber trotzdem recht beeindruckend. Und viele Leute haben mir ihre eigenen Geschichten erzählt. Da kann man eigentlich gar nicht anders, als zu glauben.


Bookdealer fragt: Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?
Ganz eindeutig sind die Charaktere zuerst da, zumindest die wichtigen. Sie stellen sich mir vor (naja… sie drängen sich mir auf!), komplett mit Aussehen, Hintergrundgeschichte, Eigenschaften und Namen. Den Plot entwickle ich am Anfang in groben Zügen, so wie einen Wegweiser, damit ich weiß, in welche Richtung die Reise geht und was das Ziel ist. Der Rest entwickelt sich unterwegs.

Bookdealer fragt: Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Ich liebe alle Bücher von Neil Gaiman. Seine Geschichten sind herrlich skuril, voller Herz und wunderbar britisch. Wenn ich groß bin, will ich schreiben wie Neil Gaiman! Ganz besonders liebe ich Neverwhere und Sternwanderer. Seit ich Neverwhere gelesen habe, sehe ich London mit ganz anderen Augen.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderem Autor ein Buch zu schreiben? 
Das stelle ich mir schwierig vor. Man hat ja doch seinen eigenen Stil und seine eigene Arbeitsgeschwindigkeit. Außerdem setzt das eine Menge Planung, strategisches Vorgehen, und Koordination voraus – das alles schreckt meine Muse eher ab!

Bookdealer fragt: Welcher deiner Charaktere ist dir besonders ans Herz gewachsen und welchen magst du überhaupt nicht?
Also bitte! Eine Mutter frägt man doch auch nicht, welches Kind sie am liebsten mag ;)
Mir liegen alle meine Charaktere am Herzen, egal ob gut oder böse. Aber manche Charas machen besonders viel Spaß zu schreiben. Für mich sind das Danny und Wood mit ihren sarkastischen Sprüchen.

Bookdealer fragt: Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist und du es in den Händen halten kannst ) ?
*Vergräbt das Gesicht in den Händen* Viel zu lange! An die zwei Jahre! Das liegt vor allem daran, dass Schreiben für mich der schönste Nebenjob der Welt ist … aber eben nur ein NEBENjob. Ich komme eigentlich nur am Wochenende und im Urlaub so richtig zum Schreiben. Unter der Woche bin ich abends in der Regel viel zu platt, um noch kreativ zu sein.

Bookdealer fragt: Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?
Seit einigen Jahren bin ich zweigleisig unterwegs und lese sowohl ebooks als auch Print. Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile. Mein Genres sind Romantic Fantasy/Paranormal Romance/Urban Fantasy, ab und zu auch Krimi und Thriller. Was ich nicht besonders mag sind harte Psychothriller.

Bookdealer: Was gehört für dich zu einem gemütlichen Leseabend dazu?
Musik, Naschwerk und meine beiden Miezen.

Bookdealer fragt: Welche Buchverfilmung hast du zuletzt gesehen oder schaust du dir so was nicht an?
Das war Der Medicus. Der Film hat mir bis auf einige Ungereimtheiten recht gut gefallen, allerdings habe ich das Buch nicht gelesen.  

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?
Ich war schon auf beiden Messen und empfand sie als extrem anstrengend. Allerdings war es toll, so viele Kollegen und Blogger endlich mal persönlich zu treffen. Dafür hat sich der Stress mehr als gelohnt. In Leipzig werde ich dieses Jahr nicht sein, aber Frankfurt steht nach wie vor auf dem Plan.

Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?
ENORM wichtig. Was gibt es besseres als direktes Feedback. Das ist die Motivation, die mich voran treibt. Positives Feedback beflügelt mich und kritisches Feedback macht mich besser.

Bookdealer fragt: Gehst du auch zu Lesungen von Kollegen, oder hast du da die Zeit nicht mehr so dazu? Und Gibt es einen Autoren den du unbedingt mal treffen möchtest?
Doch, doch, wenn es sich einrichten lässt, gehe ich auf Lesungen. Es ist schön, Kollegen zu treffen und kann viel lernen. Die letzte große Lesung war von Stephen King im Münchner Circus Krone. DEN habe ich dann allerdings nicht persönlich getroffen. Es gibt so viele Autoren, mit denen ich gerne mal ein Bierchen trinken würde: Neil Gaiman, Kai Meyer, Stephen Fry, J. K. Rowling, Anne Rice … und viele, viele mehr.

Bookdealer fragt: Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?
Es gibt noch so viel zu tun, zu sehen und zu erleben. Da gibt es nicht den einen großen Herzenswunsch, sondern viele kleine Träume und Meilensteine und ich bin zuversichtlich, dass ich noch so einige auf dieser Liste verwirklichen kann .

Vielen herzlichen Dank liebe C.M Singer, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

Danke, dass ich auf deiner Interview-Couch Platz nehmen durfte .


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