Sonntag, 1. September 2013

[Autoren Interview) Jane Luc

Die sympatische Autorin Jane Luc hat sich auch bereit erklärt meinem Blog ein paar Fragen zu beantworten, welche ihr nun hier lesen könnt, wünsche euch viel Spass dabei:



©Jane Luc




Bookdealer fragt:  Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?

Ich hatte keinen speziellen Moment in dem ich gesagt habe: Jetzt fange ich an. Bücher spielen in meinem Leben eine Rolle, solange ich denken kann. In meinem Kopf habe ich schon immer Geschichten gesponnen. Es hat einfach eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, sie auch aufs Papier zu bringen.

Bookdealer fragt:  Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Meine größten Kritiker sind meine Kollegen. Als Polizistin ist es eine ziemliche Herausforderung, eine Geschichte spannend zu erzählen – und die Polizeiarbeit trotzdem so realistisch wie möglich darzustellen. Sie würden es mir mit Sicherheit übel nehmen, wenn die Arbeit meiner Detectives zu sehr in die Fiktion abgleiten würde.

Bookdealer fragt:   Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Ich habe das Glück, immer und überall schreiben zu können. Auf der Terrasse meiner Mutter fühle ich mich genauso wohl wie im ICE oder einer Skihütte in den Bergen. Wenn ich zuhause bin und es mir mit meinem  Laptop gemütlich mache, brennen oft Kerzen, weil ich die Stimmung mag, die sie verbreiten.
Was ich zum Schreiben auf jeden Fall immer brauche, ist gute Musik.

Bookdealer fragt:  Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und  bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?

Bei meinem ersten Thriller hatte ich zunächst die Geschichte im Kopf und habe mir dann überlegt, welche Eigenschaften meine Charaktere mitbringen müssen, wenn sie ihren Hintern auf der Besetzungscouch platzieren wollen ;-)
Da sowohl meine Thriller als auch meine Liebesromane eine Reihe werden, stehen die Charaktere für die Fortsetzungen schon fest. Natürlich tauchen auch die Personen, die uns in Teil eins ans Herz gewachsen sind, immer wieder auf.  Und hin und wieder passiert es auch, dass einer der Protagonisten überhaupt nicht mit seinen Charaktereigenschaften einverstanden ist und sie kurzerhand ändert.
Die Namen meiner Hauptprotagonisten sind tatsächlich Namen, die ich sehr mag. Dominic, Elena, Josh, Hannah, … stehen alle ganz weit oben auf meiner Liste.  Wenn man allerdings einen Thriller füllen muss und ein ganz schön großes Ermittlerteam inklusive Gerichtsmedizinerin und Kriminaltechniker zusammenstellen muss – und eine der Hauptfiguren auch noch Teil einer Großfamilie ist, dann kommt man ganz schön in Namensbedrängnis. Ich schaue oft im Vornamenbuch nach … und manchmal schlage ich auch einfach die Fernsehzeitung auf, tippe auf eine Spalte und borge mir einen Filmvor- oder Nachnamen aus.

Bookdealer fragt:  Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Mein Bücherregal ist sehr groß. Fast jedes Buch darin hat auf irgendeine Art seine Spuren bei mir hinterlassen. Sehr bewundert habe ich neben dem „Herr der Ringe“ auf  jeden Fall die „Harry Potter“-Reihe.
Als großer Romantikfan sammle ich alles, was von Nora Roberts kommt. Sie hat ihr eigenes Regal in meiner Wohnung und wenn ein neues Buch von ihr erscheint, wird es sofort gekauft. Ich bin völlig begeistert von ihrer Art, Geschichten zu erzählen, was sie zu einem meiner größten Idole macht.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?

Auf jeden Fall. Wenn man mit dem anderen Autor „auf einer Welle“ schwimmt, ist das eine sehr interessante Erfahrung.
Einer der schönsten Aspekte daran, ein Buch zu veröffentlichen, ist, unheimlich viele neue Leute kennenzulernen. Aus diesen Autoren-Bekanntschaften haben sich zum Teil tolle Freundschaften entwickelt – mit denen ich mir ein solches Projekt durchaus vorstellen kann.

Bookdealer fragt:  Das Buchcover zu „Flirt mit dem Tod“ ist ja sehr schön gestaltet, hast du da Mitspracherecht gehabt?

Die Buchcover werden von bookshouse gestaltet. Der Verlag hat einen sehr talentierten Grafiker, der wirklich fantastische Arbeit leistet. Ich habe ihm einfach die körperlichen Merkmale und Charaktereigenschaften meiner Protagonisten gemailt und er hat damit nach den passenden Covermodels gesucht.  Als ich den ersten Entwurf meines Covers sah, war ich erst mal völlig von den Socken. Nur ein paar Kleinigkeiten – z. B. Elenas Kopf (meine Lektorin sagte: Nee, der Kopf geht nicht! Rübe runter, neue drauf!) – wurden geändert.
Eines der besten Details ist das Projektil, denn das taucht im Buch immer wieder auf.

 Bookdealer fragt:  Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es fertig geschrieben ist ) ?

An „Flirt mit dem Tod“ habe ich zwei Jahre geschrieben. Vieles wusste ich noch nicht, als ich mit meinem Debüt begann, ich habe einen ganzen Haufen Fehler gemacht und viel Lehrgeld gezahlt.
Aber es hat sich gelohnt, weil ich in diesem Prozess sehr viel gelernt habe. Mittlerweile hat sich meine Herangehensweise an ein Buchprojekt geändert. Und da ich Serien schreibe, muss ich die Protagonisten nur einmal entwickeln und auch viele örtliche Besonderheiten bleiben gleich, sodass  ich für einen Roman  mittlerweile nur noch ungefähr ein halbes Jahr brauche. 

 Bookdealer fragt:  Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?

Bücher! Das Papier riechen, in den Seiten blättern … unbezahlbar! Ich will ein richtiges Buch in der Hand halten, wenn ich lese.
Als ich allerdings vor ein paar Jahren auf einem spanischen Flughafen stand und mich entscheiden musste, ob ich meinen Bücherstapel (ich konnte meine Babys doch nicht weggeben) oder meine mitgebrachte Bettwäsche in einem Mülleimer zurücklasse, fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Trotzdem habe ich an dem Tag beschlossen, dass ein ebook-Reader angeschafft wird, weil es für Reisen doch eine recht praktische Angelegenheit ist.  Ich habe den kleinen Tick, immer auch noch das Taschenbuch zu kaufen und ins Regal zu stellen, wenn ich einen Roman als ebook gelesen habe.
Ich lese eigentlich alles, was mir unter die Finger kommt. Alles was romantisch ist und ein Happy End hat ist auf meinem SuB natürlich besonders gern gesehen. Das einzige, womit ich nicht besonders viel anfangen kann, sind Sachbücher. Die lese ich nur, wenn mich ein Thema ganz besonders interessiert und ich mehr darüber wissen möchte.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?

Buchmessen sind noch absolutes Neuland für mich. Ich habe noch keine besucht, sehe es aber als eines meiner nächsten Projekte, mich einmal dort zu tummeln.

 Bookdealer fragt: Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Lesern?

Bisher war der Kontakt zu meinen Lesern immer sehr persönlich, weil es sich ausschließlich um  Familie, Freunde und Kollegen handelte.

Umso spannender ist es jetzt, da Menschen die ich gar nicht kenne mein Buch lesen und mir ihre Meinung dazu sagen. Mir gefällt das sehr. Ich hoffe, den Kontakt zu meinen Lesern so persönlich wie möglich halten zu können.

 Bookdealer fragt:  Was hälst du von den Blogtouren die im Moment so beliebt sind? Sprich wenn Blogger, Autoren & deren Bücher bekannter machen.

Ich finde die Idee großartig und halte sehr viel davon. Es beeindruckt mich, wenn man sieht, wie viel Mühe und Liebe die Blogger in ihre Internetauftritte stecken, und das, obwohl sie ihre Blogs oft nur als Hobby neben einem sehr ausgefüllten Arbeitsalltag betreiben können.

Wenn du mich fragst: Die Leute wollen nicht nur wissen, welches Buch auf der Spiegel-Bestseller-Liste ganz oben ist. Sie wollen wissen, was andere Leser von dem Buch gehalten haben. Und das sagen uns die Blogger.

 Bookdealer fragt:  Wie kommt es das du unter so vielen Pseudonymen deine Bücher veröffentlichst ?

Das hat mehrere Gründe. Zum einen wollte ich meinen Thriller nicht unter meinem tatsächlichen Namen veröffentlichen, weil ich das Schreiben ein wenig von meinem Dasein als Polizistin trennen möchte. Also habe ich mir das Pseudonym Jane Luc zugelegt.

Der Verlag bat mich dann, für die Lake Anna Serie, die eine reine Liebesroman-Folge ist, ein weiteres Pseudonym aufzunehmen, damit niemand auf die Idee kommt, es handelt sich um Thriller – und dann enttäuscht wird. So entstand Joanne St. Lucas.

Für ein Fantasy-Projekt, das ich mit zwei Freundinnen in Angriff genommen habe, habe ich mich dann gleich von vorn herein entschieden, Jenna Lux zu erschaffen.

Mehr Pseudonyme wird es aber nicht geben! Sonst kann ich mir meine Namen selbst nicht mehr merken! ;-)

 Bookdealer fragt:  In welchem Genre schreibst du am liebsten und an welches würdest du dich nie ran trauen?

Am liebsten erzähle ich Geschichten, die spannend sind und ein Happy End haben. Also bin ich wohl bei den romantischen Thrillern und den Liebesromanen am besten aufgehoben.

Eine der größten Herausforderungen sind für mich historische Romane. Die sollte man nur schreiben, wenn man sich sehr gut mit der Epoche und allem was dazu gehört, auskennt. Davor habe ich wirklich großen Respekt. Aber vielleicht nehme ich das irgendwann auch noch in Angriff – zusammen mit meiner Mutter (die glücklicherweise einen Doktor in Geschichte hat ;-)

Oh, ach ja, den „großen deutschen Roman“ werde ich wohl auch nicht schreiben. Da ich aber nicht die Welt verändern sondern nur Geschichten erzählen will, ist das weniger schlimm ;-)

 Bookdealer fragt:  Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?

Eine Verfilmung von „Flirt mit dem Tod“ mit Ryan Reynolds – und mir – in den Hauptrollen?  ;-)

Ich habe in den vergangenen Jahren so viel erreicht, wovon ich nicht einmal zu träumen gewagt habe. Da sind schon sehr viele Herzenswünsche in Erfüllung gegangen.

Was auf jeden Fall noch auf meiner To-Do-Liste steht ist die große USA-Reise. Aber auch die ist schon in die Planungsphase eingetreten.

Ich glaube ich stecke meine Ziele und Wünsche nicht zu hoch und lass mich dafür vom Leben überraschen.

 Vielen herzlichen Dank liebe Jane, das du dir die Zeit genommen hast, mir  das „kleine“ Interview zu geben.

Ich bedanke mich für das Interview. Es hat Spaß gemacht, mit dir zu plaudern, liebe Verena.


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