Montag, 12. August 2013

[Autoren Interview] E.Snyder

Die liebe und sympatische Autorin E.Snyder hat sich auch bereit erklärt meinem Blog ein kleines Interview zu geben, welches ihr nun hier zu lesen bekommt.
Die Autorin hat auch einen kleinen Youtube Kanal, wer mag kann gerne mal vorbei schauen. Ich verlinke euch mal ihr erstes Video, wo sie sich vorstellt: KLICKEN

Bookdealer fragt:  Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?

Ich wollte schon schreiben, kaum dass ich einen Stift halten konnte. Andere Kinder malten, ich kritzelte alles mit einer Art Geheimschrift voll, und war verwundert, dass andere sie nicht lesen konnten. In der Schule war Deutsch mein Lieblingsfach. Ich führte jahrelang Tagebuch, liebte das Briefeschreiben und schrieb auch kleine Geschichten. Es gab aber auch Jahre, in denen ich kaum schrieb. Hatte einfach keine Muse. Und leider muss ich gestehen, dass mir der Deutschunterricht die Lust am Schreiben auch ziemlich genommen hatte. Zum Glück nicht dauerhaft.

Bookdealer fragt:  Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Mein größter Kritiker bin ich wohl selbst. Ich bin nie zufrieden. Oft ist es nur das Gefühl, dass was nicht ganz rund ist. Dann bitte ich meine Lektorin Shirley und meine Freundin Ingrid (liebe Grüße nach Bayern!) um ihre ehrliche Meinung und gnadenlose Kritik. Beide bringen vieles auf den Punkt und inspirieren mich, lassen mich die Dinge wieder klar sehen. Sie sorgen dafür, dass die Geschichte rund wird, auch wenn ich manchmal denke, sie könnten ruhig noch kritischer sein. Meine Familie bekommt meine Bücher erst zu lesen, wenn sie fertig sind und ich einigermaßen zufrieden bin. Sie sollen ja gespannt auf die Geschichte sein.

Bookdealer fragt:   Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

Nicht wirklich. Ich arbeite viel und habe deshalb nur wenig Zeit zum Schreiben. Die muss ich möglichst effektiv nutzen. Da ist kein Platz für Rituale. Aber wenn ich die Zeit habe, hilft es mir erst mal ein wenig zu lesen, um in diese ‚Geschichtenstimmung‘ zu kommen.

Bookdealer fragt:  Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und  bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?

Grundsätzlich ist da erst eine zündende Idee für eine Geschichte, die mich dazu treibt, den Stift in die Hand zu nehmen. Ich habe dann auch ziemlich bald meine Protagonisten vor Augen. Bei „Katzenalarm“ allerdings waren es meine 4 Miezen, die mich inspiriert haben. Ich hatte unzählige kleine Szenen aus unserem Alltag über die Jahre hinweg notiert und gesammelt. Aber es war keine Idee für eine fesselnde Geschichte vorhanden. Erst als ich diese kleine Idee hat, die alles ins Rollen brachte (4 Katzen suchen einen Mann für ihre Menschin), musste ich mich in Sekundenschnelle an den Laptop setzen und beginnen daran zu schreiben. Ich habe übrigens keine einzige meiner gesammelten Notizen darin verwendet.
Leider lege ich viel zu wenig Wert auf gute Namen. Daran werde ich noch arbeiten. In der Regel heißen meine Protagonisten so, wie es mir gerade in den Sinn kommt. Meist fällt mir später (während der 2475648 Überarbeitungen) nichts Besseres ein und so heißen sie am Ende immer noch so wie in den Entwürfen.

Bookdealer fragt:  Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

Das ist ziemlich einfach: Vom Winde verweht von Margaret Mitchell ist so ziemlich das einzige Buch, von dem ich mich niemals freiwillig trennen werde und das ich schon mehrfach gelesen habe. Es hat mir aus verschiedenen Gründen durch eine schwere Zeit geholfen. Ich liebe es und finde es unbeschreiblich eindrucksvoll in vielerlei Hinsicht.

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?

Ja. Es sollte aber jemand sein, der schreibtechnisch ähnlich tickt wie ich und der ein dickes Fell hat. Ich bin nicht zimperlich mit Kritik und kann es auch nicht brauchen, wenn jemand nur Lob hudelt.

Bookdealer fragt:  Wird es noch einen Fortsetzungsroman zu „Katzenalarm“ geben? Oder noch mal so in der Art ein Buch mit den 4 Fellnasen?

Ich habe Ideen für zwei Fortsetzungen, bezweifle aber, dass ich zwei weitere Musketier-Bücher schreiben werde. Es ist schwierig Bücher, die so stark auf die kätzischen Verhaltensweisen wie Katzenalarm ausgelegt sind, in mehreren Fortsetzungen originell zu halten, ohne sich permanent zu wiederholen. Vielleicht packe ich die Ideen zusammen in eine Fortsetzung und gut. Aber zunächst werde ich den Folgeband zu den Seelenträgern fertigstellen. Der soll dieses Jahr noch erscheinen und ist ein wenig aufwendiger, als mein Miezenwerk.

Bookdealer fragt: Warst du sehr aufgeregt als du das erste Video von dir auf Youtube online gestellt hast? Und wer hat dich inspiriert selber Videos zu drehen?

Jaaaaaaaa, ich war enorm aufgeregt. Ich glaube, das hat man auch gemerkt J Ich wusste bis dahin nichts von Videos bei YouTube zu Büchern. Damals bin ich über eine Googlesuche auf ein Rezi-Video von Gwen (TheBookLook) gestoßen und war total baff, dass es tatsächlich Leute gab, die Videos zu Büchern drehen. Ich war total begeistert davon und habe bestimmt zwei Wochen nur noch Book-Tuber-Videos geschaut. Am tollsten fand ich die Videos von CocuriRuby und BuchlingJanine. Inzwischen sind natürlich sehr viel mehr Book-Tuber auf meine Lieblingsliste gewandert. Ich fand die Idee so toll und hatte so viel Spaß beim Zuschauen, dass ich selbst das Drehen von Buchvideos probieren wollte. Und es macht riesig Spaß!
Bookdealer fragt:  Wie lange brauchst du ungefähr für ein Buch (bis es geschrieben ist & du es dann frisch gedruckt in den Händen halten kannst)
 Für Katzenalarm sind vom ersten Satz bis zur Veröffentlichung genau vier Monate vergangen. Der erste Band der „Seelenträger-Chroniken“ ist etwa auch in einem Zeitraum von vier Monaten entstanden. Dann läuft wieder Monate lang gar nichts bei mir. Die zündende Idee ist immer der ausschlaggebende Faktor. Schlägt sie bei mir ein, muss ich jede freie Minute schreiben. Außerdem habe ich das Glück, dass meine Lektorin und meine Testleser schnell arbeiten. Andersfalls wäre es natürlich nicht möglich, in so kurzer Zeit - neben einer Ganztagsstelle - ein komplettes Buch fertigzustellen.

 Bookdealer fragt:  Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber Ebooks und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?

Zugegeben lese ich mehr Ebooks als gedruckte Bücher. Vorwiegend aus platztechnischen Gründen, aber inzwischen auch, weil ich die Praktikabilität eines Ebook-Readers lieben gelernt habe.
Ich liebe Thriller und Krimis. Das sind wohl noch immer die von mir meist gelesenen Genres. Phasenweise lese ich sehr gern Urban-Fantasy, Jugend-Fantasy, Endzeit, Dystopien und zur Zeit sogar ein wenig Horror (meist mit Zombies).
Womit man mich jagen kann, ist High-Fantasy. Dafür kann ich mich einfach nicht begeistern.

Bookdealer fragt: Warst du schon mal auf einer Buchmesse (Leipzig oder Frankfurt?) Oder hast du gar eine in Planung? Wenn ja wie fandest du die Buchmesse bis jetzt immer so?

Ich war bisher noch auf keiner Buchmesse. Zum einen, weil ich die Menschenmasse beängstigen finde. Zum anderen, weil ich eine gewisse Melancholie befürchte, die mich dort erfassen würde. Als Autor möchte man einfach auf der anderen Seite des Standes stehen.

Dieses Jahr werde ich aber auf die Frankfurter Buchmesse gehen, weil ich ein paar liebe Menschen, die ich bisher nur über Facebook, Blogs und YouTube kenne, real kennenlernen möchte.

Bookdealer fragt:  Hast du noch einen besonderen Herzenswunsch den du dir noch erfüllen möchtest ?

Mein größter Wunsch ist, vom Schreiben leben zu können. Und er kommt aus den Tiefen meines Herzens.

Vielen herzlichen Dank liebe E.Synder, das du dir die Zeit genommen hast, mir  das „kleine“ Interview zu geben.


Ich danke dir, liebe Verena, für die tollen Fragen und dass du mich für ein Interview ausgewählt hast! 

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