Mittwoch, 17. April 2013

[Autoren Interview] Kerstin Gier

Die liebe Autorin Kerstin Gier hat meinem Blog ein kleines Interview gegeben, welches ihr nun hier lesen könnt:


Bookdealer fragt/sagt: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu dem großen Kinoerfolg von „Rubinrot“ hättest du damit gerechnet das der Film so gut ankommt?

Kerstin antwortet: Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass er noch besser ankommt, weil der Film so schön ist.

Bookdealer fragt: Was war es für ein Gefühl den Film zum ersten mal im Kino zu sehen? Warst du sehr nervös? Wie oft hast du ihn denn nun schon im Kino gesehen?

Kerstin antwortet: Beim ersten Mal war ich schrecklich nervös und skeptisch, weil ich ja nur das Drehbuch kannte und mir nicht so recht vorstellen konnte, wie das alles auf der Leinwand wirken würde. Aber dann haben mich vor allem die Schauspieler so mitgerissen und extrem positiv überrascht... Erst beim zweiten Anschauen konnte ich die Einzelheiten dann so richtig würdigen, die Ausstattung, die wunderbare Filmmusik, die special effects, all die kleinen schönen Ideen, die den Film zu einem Gesamtkunstwerk machen ...

Bookdealer fragt: Also ich muss ja sagen ich bin ein großer Zeitreisefan und würde gern durch die Zeit reisen . Würdest du auch gern durch die Zeit reisen können? Wenn ja wohin am liebsten?

 Kerstin antwortet: Ich bin ja ein ziemlicher Feigling und hätte vor allem Angst. Aber mich würde eine Reise in die Jugendzeit meiner Eltern reizen: In die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Gwen besucht dort mal ihren Großvater.

Bookdealer fragt:  Wie bist du denn zum Schreiben gekommen?

 Kerstin antwortet: Ich habe mir immer schon gern Geschichten ausgedacht, und Schreiben mochte ich, seit ich Buchstaben konnte - da lag es nahe, das Bücherschreiben zum Beruf zu machen. Allerdings nicht sofort, ich bin Diplompädagogin, meinen ersten Roman habe ich erst mit 28 geschrieben

 Bookdealer fragt:  Wer in deinem engsten Familien- und Bekanntenkreis ist dein größter Kritiker?

Kerstin antwortet: Gottseidank kritisieren mich meine Lieben eher weniger, sie versuchen vielmehr, mir den Rücken zu stärken und mich zu trösten, wenn etwas schief geht. Ein Mensch bekommt in seinem Leben so viel Kritik und Gegenwind - das muss er doch nicht auch noch in der eigenen Familie und im engsten Kreis haben, oder?

Bookdealer fragt:  Hast Du irgendwelche Rituale vor dem Schreiben?

 Kerstin antwortet: Nein. Viel Kaffee und Wasser. Möglichst viel Zeit nach hinten raus.

 Bookdealer fragt:  Hast Du zuerst die Geschichte oder die Charaktere im Kopf? Und  bekommen die Charaktere "einfach so" ihre Namen oder steckt da eine Bedeutung hinter?

 Kerstin antwortet: Ich habe eine Grundidee für eine Geschichte im Kopf und entwickle dann sehr langsam und mit viel Zeit die Figuren, die in die Geschichte gehören. Und die wiederum bestimmen dann einen Gutteil der Handlung, denn sie treiben die Geschichte ja voran. Dann erst fange ich an zu schreiben. Und Namen - die überlege ich auch sehr gründlich, kann aber nicht wirklich erklären, wieso sie so und nicht anders heißen MÜSSEN.

 Bookdealer fragt:  Im Juni erscheint ja der erste Teil einer neuen Reihe von dir. „Silber-Das erste Buch der Träume“ kannst du deinen Lesern schon etwas dazu verraten?

Kerstin antwortet: SILBER ist der Nachname der Protagonistin. Liv ist fast sechzehn und hatte bisher nie ein richtiges Zuhause, ihre Familie ist jedes Jahr umgezogen, in ein anderes Land. Das macht sie ein bisschen anders als Gleichaltrige, ein bisschen eigener, ein bisschen selbstbewusster, ein bisschen unabhängiger, ein bisschen abenteuerlustiger. Jetzt ist sie in London gelandet, weil ihre Mum sich verliebt hat und endlich sesshaft werden will - jetzt hat Liv nicht nur eine Patchworkfamilie am Hals, sondern auch ein hübsches Geheimnis zum Aufdecken: Die Typen, mit denen ihr künftiger Stiefbruder rumhängt, machen offenbar irgendwas Gruseliges, nachts auf Friedhöfen... Und das Gruseligste von allem ist, dass sie die selben Träume zu scheinen träumen...

Bookdealer fragt:  Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen und ist aus Deinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?

 Kerstin antwortet: Als junges Mädchen war ich hin und weg von "Narziss und Goldmund" von Hermann Hesse. Ich konnte es auswendig. Müsste ich noch mal lesen, fällt mir ein, um zu schauen, warum. Mein absolutes Lieblingsbuch ist "Der Meister und Margarita" von Michail Bulgakow. Und ich LIEBE die Harry Potter-Bücher :-)

Bookdealer fragt:  Könntest du dir auch vorstellen mit einem anderen Autoren ein Buch zusammen zu schreiben?

 Kerstin antwortet: Ja, warum nicht, wenn es der richtige Autor wäre. Einfach ist das aber sicher nicht.

Bookdealer fragt:  Hast du Einfluss bei der Covergestaltung deiner Bücher? Denn gerade die Edelstein Reihe finde ich wunderbar gestaltet.

 Kerstin antwortet: Ja, die Edelsteincover sind ein Traum. Deshalb wollte ich unbedingt, dass Eva Schöffmann-Davidov auch das Cover von SILBER macht, und das gefällt mir tatsächlich noch besser. Es passt perfekt zum Inhalt, und ich liebe es. Aber auch das Cover vom Geschenkbuch "Das Mütter-Mafia-Buch - Die Kunst den Alltag zu feiern" ist wunderschön illustriert. (Und innendrin erst!!) Da habe ich wirklich Glück.

Bookdealer fragt:  Wenn du privat Bücher liest, liest du dann richtige Bücher oder lieber e-books und welche Genre liest du am liebsten und welches Genre magst du überhaupt nicht?

Kerstin antwortet: Ich liebe "richtige" Bücher, und ich habe auch noch gar keinen e-Reader. Denke aber, für Urlaub und Reisen sind ebooks wirklich praktisch. Auch wenn sie für mich die richtigen Bücher nie werden ersetzen können. Genres - ach, ich lese eigentlich alles.

Bookdealer fragt: Hast du lieblings Charaktere von deinen Büchern?

 Kerstin antwortet: Im Moment sind es alle aus SILBER: Liv, ihre rotzfreche Schwester Mia, das warmherzige Kindermädchen Lottie und natürlich Grayson und Henry, hach. Aber die müsst ihr erst selber kennenlernen, um mich zu verstehen. Ich finde aber, Gwen und Gideon können sich echt warm anziehen. (Obwohl ich sie natürlich auch noch heiß und innig liebe und immer lieben werde.)

Bookdealer fragt:  Wird es zu deinem aktuellen Buch „Das Mütter-Mafia-Buch: Die Kunst den Alltag zu feiern“ eine Lesetour geben? Und ist dir schon mal was total lustig/peinliches auf einer Lesung passiert?
Kerstin antwortet: Das Mütter-Mafia-Buch ist ja ein Bilderbuch - ein lustiges Mitmachbuch mit Platz für eigene Notizen, tollen Kopiervorlagen, Rezepten, Anleitungen, Kolumnen ... dazu kann man keine Lesetour machen :-) Ich mag Lesereisen sehr, weil meine Leser einfach toll sind und es so schön ist, sie mal persönlich kennenzulernen. Peinlich war... hm ... einmal habe ich während einer Lesung eine provisorische Krone verloren...

Bookdealer fragt:  Könntest du dir noch weitere Bücher von dir verfilmt vorstellen?  Wenn ja welche Wünsche hättest du zur Schauspielerbesetzung?

Kerstin antwortet: Oh ja, bitte, ALLE Bücher sollen verfilmt werden. Bei der Schauspielerwahl bin ich sehr flexibel bzw habe gar keine eigenen Vorstellungen.

Bookdealer: Vielen herzlichen Dank liebe Kerstin, das du dir die Zeit genommen hast, mir das „kleine“ Interview zu geben.

Kerstin antwortet: Gerne :-)

 

Kommentare:

  1. Ein sehr schönes Interview :) ich freu mich ja so auf Silber!

    Liebe Grüße

    Rica

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  2. Dankeschön ja ich mich auch =) *hibbel* is ja bald soweit =)

    LG

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  3. Oh wie cool!!! Kerstin Gier ist eine meiner Lieblings-Autoren <3
    Schreibst du die Autoren denn einfach an und fragst, ob sie Interesse an einem Interwiev hättest oder machst du es anders? Würde mich interessieren, weil ich auch gerne einmal Autoren-Interviws machen würde ;)

    LG
    Clary

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    1. Liebe Clary,
      Ich habe die meisten Autoren einfach angeschrieben wenn ich ein Interview wollte. Alle haben immer sehr freundlich reagiert und waren bereit mir eines zu geben.

      Probiere es einfach mal =)

      LG Sheena

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    2. Danke! Ich werde mich dann gleich einmal ransetzen ;)

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